Worauf sollte man sich am 1. April konzentrieren? Analyse fundamentaler Ereignisse für Einsteiger

Analyse makroökonomischer Berichte:

Für Mittwoch ist eine ganze Reihe makroökonomischer Berichte terminiert, und bereits gestern zeigte sich, dass Händler nach anderthalb Monaten beginnen, ihren Fokus wieder stärker auf die Konjunktur zu richten. Man kann nur hoffen, dass es zu keiner neuen Eskalation im Nahostkonflikt kommt und dass Währungspaare endlich wieder auf andere Faktoren als ausschließlich die Geopolitik reagieren. Heute veröffentlicht die Eurozone die Arbeitslosenzahlen für Februar, doch ist kaum zu erwarten, dass dieser Indikator größere Aufmerksamkeit bei den Tradern findet. Die wichtigsten Veröffentlichungen stehen während der US-Handelssitzung an.

Zunächst erscheint der ADP-Bericht zur Beschäftigung im Privatsektor. Zur Erinnerung: Er gehört weder zu den präzisesten noch zu den wichtigsten Indikatoren für den Zustand des Arbeitsmarktes, dennoch könnte der Markt darauf reagieren. Zweitens werden die Einzelhandelsumsätze veröffentlicht. Auch dies ist kein zentraler Indikator, aber die Marktteilnehmer könnten ihm dennoch Beachtung schenken. Drittens folgt der ISM Manufacturing Index – ein wirklich bedeutender Bericht.

Analyse der fundamentalen Ereignisse:

Unter den fundamentalen Ereignissen am Dienstag stechen nur wenige Reden von Fed-Vertretern hervor. Allerdings hat Jerome Powell in dieser Woche bereits erklärt, dass die Fed gut positioniert ist, zunächst abzuwarten und zu beobachten. Anders ausgedrückt: Die Fed plant vorerst weder Zinssenkungen noch -erhöhungen. Die Haltung der Fed ist eindeutig: Es gibt eine Pause im geldpolitischen Lockerungszyklus, was den Dollar gegenüber dem Euro und dem Pfund deutlich benachteiligt, deren Zentralbanken bereit sind, die Zinsen anzuheben. Wenn geopolitische Faktoren in den Hintergrund treten, könnte der Dollar beginnen, an Boden zu verlieren.

Allgemeine Schlussfolgerungen:

Am dritten Handelstag der Woche könnten beide Währungspaare ihre Aufwärtsbewegung fortsetzen, da offenbar eine Korrekturphase eingesetzt hat und der Markt seine Aufmerksamkeit von geopolitischen Ereignissen abgewendet hat. Der Euro kann heute in der Spanne von 1,1584–1,1591 gehandelt werden, während das britische Pfund in der Spanne von 1,3259–1,3267 gehandelt werden kann. Wir sehen weiterhin keine Grundlage für ein deutliches und nachhaltiges Wachstum der US‑Währung (wenn alle Faktoren und nicht nur die Geopolitik berücksichtigt werden), dennoch ist es wichtig, geopolitische Risiken in der näheren Zukunft nicht außer Acht zu lassen.

Grundprinzipien des Handelssystems:Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die für seine Ausbildung (Abpraller oder Ausbruch) benötigt wird. Je weniger Zeit es braucht, desto stärker ist das Signal.Wenn an einem bestimmten Niveau zwei oder mehr Trades aufgrund von Fehlsignalen eröffnet wurden, sollten alle weiteren Signale von diesem Niveau ignoriert werden.In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale bilden – oder gar keine. In jedem Fall ist es bei den ersten Anzeichen eines Seitwärtstrends am besten, den Handel einzustellen.Handelsgeschäfte sind in der Zeitspanne zwischen Beginn der europäischen Sitzung und der Mitte der US‑Sitzung zu eröffnen; danach sollten alle Positionen manuell geschlossen werden.Auf dem Stunden‑Chart ist es vorzuziehen, Signale des MACD‑Indikators nur dann zu handeln, wenn eine gute Volatilität und ein durch Trendlinie oder Trendkanal bestätigter Trend vorliegt.Wenn zwei Niveaus zu dicht beieinander liegen (5–20 Pips Abstand), sollten sie als Unterstützungs‑ bzw. Widerstandszone betrachtet werden.Sobald sich der Preis 15 Pips in die richtige Richtung bewegt hat, sollte der Stop Loss auf Break-even nachgezogen werden.Worauf auf den Charts zu achten ist:

Unterstützungs- und Widerstandsniveaus sind Kursmarken, die als Ziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufspositionen dienen. Take-Profit-Marken können in deren Nähe platziert werden.

Rote Linien stellen Kanäle oder Trendlinien dar, die den aktuellen Trend anzeigen und die Richtung markieren, in die es derzeit vorzugsweise zu handeln gilt.

Der MACD‑Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.

Wichtige Reden und Berichte (immer im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung mit äußerster Vorsicht gehandelt werden, oder Trader sollten den Markt vorübergehend verlassen, um plötzliche Kursumkehrungen gegen die vorherige Bewegung zu vermeiden.

Anfänger im Forex‑Markt sollten sich bewusst sein, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines effektiven Money-Managements ist der Schlüssel zu langfristigem Handelserfolg.