Trump wird sich nicht beruhigen, und die Märkte reagieren entsprechend.
Der US‑Dollar hat nachgegeben, während der Euro, das Pfund und andere Risikoanlagen stark zugelegt haben, nachdem Donald Trump gestern erklärt hatte, die USA würden ihre Kampagne gegen den Iran innerhalb von zwei bis drei Wochen beenden – unabhängig davon, ob Teheran einem Abkommen mit Washington zustimmt oder nicht. Diese Aussage erfolgte vor dem Hintergrund der eskalierenden Spannungen im Persischen Golf und der jüngsten Angriffe auf Ölanlagen in Saudi-Arabien, für die Washington den Iran verantwortlich macht.
Die Märkte werteten die Worte des Präsidenten als Signal für eine bevorstehende Deeskalation des Konflikts, was zu einer geringeren Nachfrage nach dem Dollar als sicherem Hafen führte. Allerdings dürfte dieser Rückgang des Dollars kaum weitreichende Folgen haben, da es keine wirklichen Anzeichen für ein Abflauen des Krieges im Nahen Osten gibt und wir vielmehr eine aktive Verlegung von Bodentruppen in diese Region beobachten.
Heute wird die erste Tageshälfte von der Veröffentlichung von Konjunkturdaten aus der Eurozone geprägt sein, die die Marktstimmung und die Dynamik der Währungspaare maßgeblich beeinflussen können. Die Aufmerksamkeit der Investoren richtet sich dabei auf zwei zentrale Indikatoren: den Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und die Arbeitsmarktdaten für Februar.
Es wird erwartet, dass der PMI, der den Zustand des verarbeitenden Gewerbes widerspiegelt, ein weiteres Nachlassen oder eine Stagnation anzeigen wird. Die aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen – anhaltende Probleme in den Lieferketten, steigende Energiepreise und Inflationsdruck – schaffen ein ungünstiges Umfeld für Hersteller. Parallel dazu werden die Arbeitsmarktdaten der Eurozone veröffentlicht. Obwohl der Arbeitsmarkt der Region voraussichtlich relativ stabil bleibt, könnten unerwartete Abweichungen von den Prognosen zu erhöhter Volatilität führen.
Was das Pfund betrifft, werden Händler wahrscheinlich den PMI-Daten für das britische verarbeitende Gewerbe besondere Aufmerksamkeit schenken. Dieser Bericht zählt üblicherweise zu den wichtigsten Indikatoren für die wirtschaftliche Verfassung und spiegelt die Stimmung sowie die Erwartungen der Einkaufsmanager in Bezug auf zukünftige Entwicklungen wider. Die Ergebnisse könnten den Wert des britischen Pfunds deutlich beeinflussen, und im weiteren Verlauf wird die Bank of England das Protokoll und die Zusammenfassung der Sitzung ihres Monetary Policy Committee veröffentlichen. Dieses Dokument enthält in der Regel detailliertere Informationen über die Diskussionen während der Sitzung sowie die Gründe für bestimmte Entscheidungen zu den Leitzinsen und anderen geldpolitischen Maßnahmen. Besonderes Augenmerk wird auf Kommentare zu Inflationsrisiken, Wachstumsaussichten und mögliche zukünftige Schritte der Zentralbank gerichtet sein – eher in Richtung Zinserhöhungen als Zinssenkungen, wie zuvor erwartet.
Entsprechen die Daten den Erwartungen der Volkswirte, wäre es sinnvoll, auf Basis einer Mean-Reversion-Strategie zu agieren. Fallen die Daten hingegen deutlich besser oder schlechter aus als prognostiziert, wäre die Momentum-Strategie der geeignetere Ansatz.
Momentum-Strategie (für Breakouts):Für das Währungspaar EUR/USDKauf bei einem Ausbruch über das Niveau von 1,1588, was zu einem Anstieg des Euro in Richtung 1,1628 und 1,1667 führen kann.Verkauf bei einem Ausbruch unter das Niveau von 1,1551, was zu einem Rückgang des Euro in Richtung 1,1516 und 1,1484 führen kann.Für das Währungspaar GBP/USDKauf bei einem Ausbruch über das Niveau von 1,3265, was zu einem Anstieg des Pfunds in Richtung 1,3293 und 1,3328 führen kann.Verkauf bei einem Ausbruch unter das Niveau von 1,3240, was zu einem Rückgang des Pfunds in Richtung 1,3200 und 1,3165 führen kann.Für das Währungspaar USD/JPYKauf bei einem Ausbruch über das Niveau von 158,74, was zu einem Anstieg des Dollars in Richtung 159,09 und 159,29 führen kann.Verkauf bei einem Ausbruch unter das Niveau von 158,50, was zu einem Rückgang des Dollars in Richtung 158,20 und 157,90 führen kann.Mean-Reversion-Strategie (für Rückläufe):Für das Währungspaar USD/CADIch werde nach Short-Positionen suchen, wenn ein Ausbruch über 1,3921 scheitert und der Kurs anschließend wieder unter dieses Niveau fällt.Ich werde nach Long-Positionen suchen, wenn ein Ausbruch unter 1,3889 scheitert und der Kurs zu diesem Niveau zurückkehrt.