Handelsempfehlungen und Transaktionsanalyse für GBP/USD am 3. April. Das Britische Pfund findet sich erneut am Tiefpunkt wieder

Analyse von GBP/USD 5M

Das Währungspaar GBP/USD ist am Donnerstag nach der Rede von Donald Trump ebenfalls eingebrochen. Über diese Rede ist bereits viel gesagt worden, und ehrlich gesagt gibt es nicht mehr viel hinzuzufügen. Eine weitere Reihe widersprüchlicher Aussagen zur Lage im Nahen Osten veranlasste die Trader dazu, wieder in den Dollar zu gehen, in der Erwartung neuer verheerender Schläge gegen den Iran. Wie berechtigt diese Erwartungen sind, lässt sich schwer sagen, aber der Markt entschied sich einmal mehr dafür, auf Nummer sicher zu gehen. Am Donnerstag gab es so gut wie keinen makroökonomischen Hintergrund, aber selbst wenn – derzeit hat er keinen Einfluss auf die Bewegung des Währungspaares.

Im Stundenchart sehen wir Bewegungen wie auf einer „Achterbahn“, ähnlich wie beim Euro. Der Kurs ändert ständig seine Richtung, was die Stimmung der Trader sehr gut widerspiegelt. Ein Trend lässt sich in dieser Phase zwar erkennen, doch hat jeder Trend derzeit nur geringe Aussagekraft. Der Markt reagiert ausschließlich auf Geopolitik, und Trader orientieren sich nicht an technischen Marken.

Im 5-Minuten-Chart haben sich am Donnerstag zwei Handelssignale gebildet. Während der europäischen Sitzung konsolidierte das Paar unterhalb der Zone 1,3201–1,3212, und während der amerikanischen Sitzung kehrte es wieder über diese Zone zurück. Die stärksten Bewegungen fanden jedoch in der asiatischen Sitzung statt, als Trumps viel diskutierte Rede gehalten wurde. Infolgedessen dürften Trader gestern zwei Positionen eröffnet haben, von denen keine einen Gewinn brachte.

COT-Report

Die COT-Berichte für das Britische Pfund zeigen, dass sich die Stimmung der Commercial-Trader in den vergangenen Jahren stetig verändert hat. Die roten und blauen Linien, welche die Netto-Positionen der Commercial- und Non-Commercial-Trader abbilden, kreuzen sich häufig und liegen oft nahe der Nulllinie. Derzeit entfernen sich die Linien weiter voneinander, wobei Non-Commercial-Trader nach wie vor überwiegend... Short-Positionen halten. Angesichts der Ereignisse im Nahen Osten ist es allerdings nicht mehr überraschend, dass die Nachfrage nach Risikowährungen sinkt, während die Nachfrage nach dem Dollar steigt.

Langfristig fällt der Dollar aufgrund der Politik von Donald Trump weiter, wie im Wochenchart (Abbildung oben) zu sehen ist. Der Handelskrieg wird in der einen oder anderen Form noch lange andauern, und die Fed ist angesichts des anhaltenden Drucks durch Trump und des Führungswechsels im Mai einer Wiederaufnahme der geldpolitischen Maßnahmen sicherlich näher als die EZB oder die Bank of England. Derzeit haben jedoch geopolitische Faktoren Vorrang und sorgen für starke Unterstützung für die US-Währung. Laut dem jüngsten COT-Bericht (vom 24. März) eröffnete die Gruppe der „Non-commercial“-Trader 2.200 BUY-Kontrakte und schloss 4.900 SELL-Kontrakte. Damit erhöhte sich die Netto-Position der Non-Commercial-Trader innerhalb einer Woche um 7.100 Kontrakte.

Analyse von GBP/USD im 1-Stunden-Chart

Im Stundenchart ist das GBP/USD-Paar zur Bildung eines weiteren Abwärtstrends übergegangen, der allerdings ebenfalls bald wieder aufgehoben werden könnte. Der Markt verfolgt weiterhin aufmerksam die Ereignisse im Nahen Osten, die für 90 % der Marktbewegungen verantwortlich sind. Trotz des deutlichen Rückgangs des Paares im Februar–März werten wir ihn im längerfristigen Bild (Wochenchart) nach wie vor als Korrektur. Der Tageschart signalisiert klar die Fortsetzung eines Aufwärtstrends. Die Geopolitik bleibt der dominierende Faktor am Devisenmarkt.

Am 3. April heben wir die folgenden wichtigen Marken hervor: 1,3096–1,3115, 1,3201–1,3212, 1,3369–1,3377, 1,3465–1,3480, 1,3533–1,3548, 1,3615, 1,3671–1,3681, 1,3751–1,3763. Die Senkou-Span-B-Linie (1,3345) und die Kijun-sen-Linie (1,3251) können ebenfalls als Signalquellen dienen. Es wird empfohlen, den Stop-Loss auf Break-even nachzuziehen, sobald sich der Kurs mindestens 20 Pips in die richtige Richtung bewegt. Die Linien des Ichimoku-Indikators können sich im Tagesverlauf verschieben, was bei der Bestimmung von Handelssignalen berücksichtigt werden sollte.

Am Freitag sind in Großbritannien keine wichtigen Ereignisse oder Veröffentlichungen angesetzt, während in den USA die bedeutenden Non-Farm-Payrolls sowie die Arbeitslosenquote veröffentlicht werden, was einen neuen Sturm am Markt auslösen könnte. Sollte das Paar heute erneut um rund 150 Pips steigen, wäre das keine Überraschung.

Handelsempfehlungen:

Heute können Trader Short-Positionen in Erwägung ziehen, sofern der Kurs von der Kijun-sen-Linie nach unten abprallt, mit Zielen bei 1,3201–1,3212 und 1,3096–1,3115. Long-Positionen können mit Ziel 1,3345 wieder eröffnet werden, wenn sich der Kurs oberhalb der Kijun-sen-Linie festigt.

Erläuterungen zu den Abbildungen:Unterstützungs- und Widerstandsniveaus – dicke rote Linien, in deren Bereich die Bewegung auslaufen kann. Sie sind keine Quellen für Handelssignale.Kijun-sen- und Senkou-Span-B-Linien – Linien des Ichimoku-Indikators, die vom 4-Stunden-Chart auf den Stundenchart übertragen wurden. Es handelt sich um starke Linien.Extremniveaus – dünne rote Linien, von denen der Kurs zuvor abgeprallt ist. Sie sind Quellen für Handelssignale.Gelbe Linien – Trendlinien, Trendkanäle und alle anderen technischen Formationen.Indikator 1 in den COT-Charts – die Größe der Netto-Position jeder Händlerkategorie.