Für Freitag sind drei makroökonomische Berichte aus den USA geplant. Im Mittelpunkt stehen dabei der NonFarm Payrolls-Bericht und die Arbeitslosenquote. Jerome Powell hat Händlern wiederholt signalisiert, dass der Zustand der Wirtschaft und des Arbeitsmarktes derzeit nicht die oberste Priorität der Fed darstellt, sodass der Einfluss dieser Berichte auf die Entscheidungen des Monetary Committee abnimmt. Ihre Bedeutung nimmt dadurch jedoch nicht ab. Das Problem besteht darin, dass der Markt in den vergangenen eineinhalb Monaten ausschließlich auf geopolitische Faktoren und Nachrichten reagiert hat. Wir könnten heute zwar eine gewisse Reaktion auf die Konjunkturdaten von der anderen Seite des Atlantiks sehen, sie dürfte jedoch schwach oder nur von kurzer Dauer sein.
Analyse der fundamentalen Ereignisse:Am letzten Handelstag der Woche können sich beide Währungspaare in jede Richtung bewegen, da der Markt weiterhin ausschließlich auf geopolitische Nachrichten reagiert, die nicht vorhersehbar sind. Der Euro kann heute in der Spanne von 1,1527–1,1531 gehandelt werden, während das britische Pfund in der Spanne von 1,3203–1,3212 gehandelt werden kann. Wir sehen nach wie vor keine Grundlage für ein starkes, nachhaltiges Wachstum der US‑Währung (unter Berücksichtigung aller Faktoren, nicht nur der Geopolitik), doch in naher Zukunft wird die Geopolitik der Schlüsselfaktor am Devisenmarkt bleiben.
Grundprinzipien des Handelssystems:Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Bildung (Abprall oder Durchbruch eines Niveaus) benötigt wurde. Je kürzer die Zeit, desto stärker das Signal.Wenn rund um ein bestimmtes Niveau zwei oder mehr Trades auf Basis von Fehlsignalen eröffnet wurden, sollten alle nachfolgenden Signale von diesem Niveau ignoriert werden.In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale generieren oder auch gar keine. Technische Niveaus können in diesem Fall ignoriert werden.Im Stundenchart ist es ratsam, Signale des MACD‑Indikators nur dann zu handeln, wenn eine gute Volatilität und ein Trend vorliegen, der durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt ist.Wenn zwei Niveaus zu dicht beieinander liegen (5–20 Pips Abstand), sollten sie als Unterstützungs‑ oder Widerstandszone betrachtet werden.Nachdem sich der Preis 15 Pips in die richtige Richtung bewegt hat, sollte der Stop Loss auf Break-even nachgezogen werden.Worauf auf den Charts zu achten ist:Kursniveaus von Unterstützung und Widerstand sind Niveaus, die als Kursziele beim Eröffnen von Kauf‑ oder Verkaufspositionen dienen. Take-Profit‑Niveaus können in deren Nähe platziert werden.
Rote Linien markieren Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend anzeigen und die Richtung verdeutlichen, in die derzeit vorzugsweise gehandelt werden sollte.
Der MACD‑Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Berichte (immer im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares deutlich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit äußerster Vorsicht gehandelt werden, oder Trader sollten den Markt verlassen, um abrupte Kursumkehrungen gegen die vorangegangene Bewegung zu vermeiden.
Einsteiger im Forex‑Markt sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines effektiven Money-Managements sind der Schlüssel zum langfristigen Handelserfolg.