USD/JPY. Kursanalyse und Prognose. Der japanische Yen steht vor Herausforderungen

Das Währungspaar USD/JPY hält sich nach dem gestrigen Anstieg in der Nähe der Marke von 159,70. Allerdings bleibt der Aufwärtsimpuls des Paares aufgrund der geringeren Marktaktivität am Karfreitag begrenzt.

Der japanische Yen steht unter Druck und verliert gegenüber dem US-Dollar, da die Unsicherheit über die nächsten Schritte der Bank of Japan zunimmt. Zwar hat die Bank of Japan auf eine mögliche Anhebung des Leitzinses bereits in diesem Monat hingewiesen, doch Marktteilnehmer zweifeln weiterhin daran, dass die Zentralbank vor ihrer für den 28. April angesetzten Sitzung eine klare Forward Guidance geben wird.

Wie Reuters berichtet, erklärte am Freitag ein hochrangiger Vertreter der Bank of Japan, die Zentralbank beabsichtige, die Zinsen weiter schrittweise anzuheben, sofern die Konjunkturprognosen Bestand haben. Diese Äußerungen stützen die Erwartungen einer geldpolitischen Straffung, auch wenn jüngste Umfragen auf zunehmenden Druck für Unternehmen durch gestiegene Energiepreise im Zuge der eskalierenden Spannungen im Nahen Osten hinweisen.

Unterdessen betonte Koji Nakamura, Exekutivdirektor der Bank of Japan, im Parlament, dass steigende Ölpreise Risiken für das Wirtschaftswachstum bergen, gleichzeitig jedoch die Kerninflation stützen und langfristige Inflationserwartungen stärken können.

Das Währungspaar USD/JPY bleibt stabil und wird vom US-Dollar gestützt, der aufgrund des gestiegenen Interesses der Anleger an sicheren Häfen aufwertet. Die erhöhte Nachfrage nach dem Dollar steht im Zusammenhang mit zunehmenden geopolitischen Spannungen nach scharfen Äußerungen von US-Präsident Donald Trump gegenüber dem Iran. Der amerikanische Präsident präzisierte nicht, welche Maßnahmen ergriffen werden sollen, um die Schifffahrt in der Straße von Hormus wiederherzustellen, warnte jedoch vor einer möglichen Eskalation militärischer Aktionen in den kommenden Wochen. Als Reaktion erklärte der iranische Außenminister Abbas Araghchi, US-Angriffe auf zivile Infrastruktur würden Teheran nicht zum Einlenken zwingen, und bezeichnete sie als Beleg für Uneinigkeit und moralischen Verfall auf Seiten des Gegners.

Aus technischer Sicht notiert das Paar über allen gleitenden Durchschnitten, und die Oszillatoren bleiben positiv. Das Paar ist am Widerstand bei 159,70 auf Widerstand gestoßen. Gelingt ein Ausbruch über diese Marke, könnte das Märzh och ins Visier genommen werden. Die nächste Unterstützung liegt am 9-Tage-EMA und am 20-Tage-SMA. Sollten diese Niveaus nicht halten, könnten die Kurse zunächst auf 158,25 und anschließend auf die runde Marke von 158,00 fallen. Solange die Oszillatoren jedoch positiv bleiben, behalten die Bullen die Oberhand.