USD/CAD Prognose. Wechselnde geopolitische Schlagzeilen rund um den US-Iran-Krieg fördern eine instabile Stimmung

Am Montag legt der kanadische Dollar gegenüber dem US-Dollar zu, da Händler auf veränderte geopolitische Entwicklungen rund um den Krieg zwischen den USA und dem Iran reagieren. Eine verbesserte Risikobereitschaft nach Berichten über einen möglichen 45-tägigen Waffenstillstand hat den US-Dollar moderat unter Druck gesetzt.

Trotzdem hat der US-Dollar einen Teil seiner Verluste wieder aufgeholt, da widersprüchliche Schlagzeilen die Unsicherheit weiter erhöhen und die Erwartungen an eine rasche Lösung des Konflikts dämpfen. Der US Dollar Index (DXY) pendelt um die Marke von 100,00 und spiegelt die instabile Stimmung an den Märkten wider.

Laut IRNA hat Iran den über Pakistan übermittelten Vorschlag für ein Rahmenabkommen zu einem Waffenstillstand abgelehnt und stattdessen ein endgültiges Ende des Krieges gefordert. Gleichzeitig erklärte ein von Axios zitierter US-Vertreter, Teheran habe eine zehn Punkte umfassende Antwort gesendet, die als „maximalistisch“ beschrieben wurde und Zweifel daran aufkommen lässt, ob bei der Suche nach einem diplomatischen Kompromiss Fortschritte möglich sind. Dies erhöht das Risiko einer weiteren Eskalation, und die Wahrscheinlichkeit einer Einigung vor der von US-Präsident Donald Trump gesetzten Frist bleibt gering. Über die unmittelbaren geopolitischen Faktoren hinaus bewertet der Markt auch die weiterreichenden wirtschaftlichen Folgen des Konflikts.

Steigende Ölpreise erhöhen den Inflationsdruck und verstärken zugleich die Risiken eines nachlassenden globalen Wachstums. Dies erschwert die geldpolitischen Kursentscheidungen sowohl der Federal Reserve als auch der Bank of Canada. Für Kanada ist dies besonders relevant, da höhere Energiepreise zwar die Rohstoffexporte stützen, zugleich aber die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen verschlechtern könnten.

In den USA lag der Einkaufsmanagerindex (PMI) für den Dienstleistungssektor im März bei 54, nach 56,1 im Februar und damit unter den Erwartungen von 55. In dieser Woche sollten Marktteilnehmer besonders auf die US-Inflationsdaten achten, darunter CPI und PCE, sowie auf den kanadischen Arbeitsmarktbericht, die dem Währungspaar USD/CAD kurzfristig Impulse geben könnten.

Unter den wichtigen Währungen zeigt der US-Dollar am Montag gegenüber dem japanischen Yen die größte Stärke.

Insgesamt deutet dies darauf hin, dass der Markt noch nicht reif für eine nachhaltige Umkehr ist und dass eine deutlichere Verbesserung der globalen Risiko­bereitschaft erforderlich sein wird, um weitere Rückgänge bei USD/CAD zu bestätigen.

Aus technischer Sicht notiert das Währungspaar über allen gleitenden Durchschnitten, was auf einen bullischen Vorteil am Markt hinweist. Es ist jedoch anzumerken, dass sich der Relative Strength Index im überkauften Bereich befindet, was auf eine bevorstehende Korrektur hindeutet. Nichtsdestotrotz bleibt der Weg des geringsten Widerstands für das Paar nach der Korrektur weiterhin nach oben gerichtet.