Heute, am Dienstag, hat das Währungspaar USD/JPY die runde Marke von 160,00 nahezu erreicht, zeigt jedoch Anzeichen von Unsicherheit in seiner Aufwärtsbewegung und bleibt aufgrund gemischter fundamentaler Faktoren unter dieser wichtigen Schwelle.
Nach Angaben des japanischen Innenministeriums sind die Haushaltsausgaben im Februar im Jahresvergleich um 1,8 % zurückgegangen, was den Abwärtstrend nach einem Minus von 1,0 % im Vormonat verstärkt und den dritten Rückgang in Folge markiert. Auf Monatsbasis stiegen die Ausgaben erstmals seit drei Monaten um 1,5 % und glichen den Rückgang um 2,5 % im Januar teilweise aus, blieben jedoch hinter den Erwartungen der Analysten zurück. Die schwachen Daten erhöhten den Druck auf den Yen und unterstützten die Notierungen von USD/JPY.
Ein weiterer negativer Faktor für die japanische Währung bleibt die geopolitische Instabilität: Der Krieg im Iran erhöht die Risiken für die japanische Wirtschaft, da diese in hohem Maße von Ölimporten aus der Region abhängt. Dies verringert die Wahrscheinlichkeit einer baldigen Zinserhöhung durch die Bank of Japan und stärkt die bärische Stimmung gegenüber dem Yen. Gleichzeitig begrenzen die Erwartungen einer möglichen Regierungsintervention zur Eindämmung einer übermäßigen Abschwächung der Landeswährung weitere Verluste des Yen.
Auf internationaler Ebene nehmen die Spannungen zu: Iran hat einen Vorschlag für eine Waffenruhe abgelehnt, während der US-Präsident Donald Trump mit härteren Maßnahmen gedroht hat, falls Teheran die Straße von Hormus nicht wieder öffnet. Diese Entwicklungen, zusammen mit steigenden Energiepreisen und dem Risiko zunehmender Inflationsdynamik, könnten die US Federal Reserve zu einer restriktiveren Haltung veranlassen, was den Dollar als Reservewährung stützen und zum Anstieg von USD/JPY beitragen dürfte.
Heute richtet sich die Aufmerksamkeit der Märkte auf die Veröffentlichung der US-Daten zu langlebigen Wirtschaftsgütern, die die Dynamik des Paares während der nordamerikanischen Sitzung beeinflussen könnten. Dennoch bleibt der entscheidende Treiber die Entwicklung des Konflikts zwischen den USA und Iran, vor dem Hintergrund sinkender Erwartungen an eine Deeskalation und der näher rückenden Frist, die von Trump gesetzt wurde. Angesichts der aktuellen fundamentalen Rahmenbedingungen erscheint eine Aufwärtsbewegung für USD/JPY bevorzugt, was das Potenzial für weiteres Wachstum von den lokalen Tiefs Mitte Februar bestätigt.
Aus technischer Sicht bleibt das Bild unverändert: Das Paar notiert über allen gleitenden Durchschnitten, die Oszillatoren sind positiv und begünstigen die Bullen. Der nächste Widerstand liegt bei 160,00, während die Unterstützung auf dem 9‑Tage‑EMA verläuft. Der Weg des geringsten Widerstands zeigt nach oben.