Der Dollar stürzte ab, nachdem die USA überraschend bekanntgaben, dass sie nach Angriffen auf iranisches Territorium zu einem Friedensabkommen und einer zweiwöchigen Feuerpause bereit seien.
Solche Aussagen von Trump, abgegeben auf dem Höhepunkt der Spannungen im Nahen Osten, lösten eine unmittelbare Reaktion an den Finanzmärkten aus. Händler, die zuvor mit einer Eskalation des Konflikts und folglich mit einem Anstieg der Ölpreise sowie einer Aufwertung des Dollars als sicherem Hafen gerechnet hatten, waren gezwungen, ihre Positionen zu überdenken. Der abrupte Rückgang des Wertes der US‑Währung spiegelte einen Vertrauensverlust in die amerikanische Führung und die Unberechenbarkeit ihrer Außenpolitik wider, ebenso wie das Aufkommen einer realen Aussicht auf die Wiederherstellung der Handelsbeziehungen und die Aufhebung von Sanktionen. Trumps Bereitschaft zum Dialog eröffnet ein Fenster der Gelegenheit für eine Deeskalation in der Region. Eine erfolgreiche Lösung der Iran‑Krise und die Wiederherstellung der ungehinderten Schifffahrt durch die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Seewege für den Öltransport, könnten die Energiepreise stabilisieren und die globale wirtschaftliche Erholung unterstützen.
Was die Fundamentaldaten betrifft, verspricht der heutige Tag ereignisreich zu werden. Es werden eine Reihe wichtiger makroökonomischer Indikatoren aus Deutschland und der Eurozone erwartet. Im Mittelpunkt steht dabei insbesondere die Entwicklung der Industrieaufträge in Deutschland. Dieser Indikator dient als Barometer für den Zustand eines der Wachstumsmotoren der europäischen Wirtschaft und ist ein wesentlicher Faktor für die Beurteilung der Wachstumsaussichten. Starke Auftragszahlen könnten den Euro stärken.
Gleichzeitig werden Daten zu den Veränderungen der Einzelhandelsumsätze in der Eurozone veröffentlicht. Dieser Indikator spiegelt die Konsumaktivität und damit das Niveau der Binnennachfrage im Währungsraum wider. Positive Trends im Einzelhandel würden auf Vertrauen der Verbraucher und ein vorhandenes Wachstumspotenzial der Wirtschaft hindeuten, was die Gemeinschaftswährung ebenfalls stützen dürfte.
Von nicht geringerer Bedeutung ist die Veröffentlichung des Erzeugerpreisindex für die Eurozone. Dieser Indikator geht späteren Veränderungen der Verbraucherpreise (CPI) voraus und ermöglicht Rückschlüsse auf die Inflationserwartungen. Die Dynamik des PPI kann die Entscheidungen der Europäischen Zentralbank in Bezug auf die künftige Geldpolitik beeinflussen, was sich wiederum auf den Anleihemarkt und die Wechselkurse auswirkt. Es ist jedoch wichtig zu verstehen, dass sich diese Daten auf den Februar beziehen, der inzwischen nur noch von begrenzter Relevanz ist.
Beim Pfund richten die Marktteilnehmer ihre Aufmerksamkeit in der ersten Tageshälfte auf die Veröffentlichung mehrerer wichtiger britischer Makroindikatoren. Insbesondere werden die Daten zum PMI‑Index für den Bausektor sowie der Bericht zu den Hauspreisindizes von Halifax erwartet. Der PMI‑Index, der die Aktivität im Bausektor widerspiegelt, könnte eine weitere Abschwächung anzeigen. Die Nachfrage nach Neubauten dürfte aufgrund hoher Baukosten, eingeschränkter Verfügbarkeit von Hypothekendarlehen und eines allgemeinen Rückgangs des Verbrauchervertrauens weiterhin unter Druck stehen.
Ebenso wichtig sind die Daten zu den Hauspreisindizes von Halifax. Der in letzter Zeit zu beobachtende Aufwärtstrend bei den Immobilienpreisen dürfte sich wahrscheinlich fortsetzen.
Wenn die Daten den Erwartungen der Ökonomen entsprechen, ist es am besten, auf Basis der Mean Reversion‑Strategie zu agieren. Liegen die Daten deutlich über oder unter den Prognosen der Ökonomen, ist die Momentum‑Strategie vorzuziehen.
Momentum Strategy (Breakout):Für das Währungspaar EUR/USD:Kaufen bei einem Ausbruch über das Niveau von 1,1705, was zu einem Anstieg des Euro in Richtung 1,1745 und 1,1769 führen kann;
Verkaufen bei einem Ausbruch unter das Niveau von 1,1667, was zu einem Rückgang des Euro in Richtung 1,1635 und 1,1602 führen kann;
Für das Währungspaar GBP/USD:Kaufen bei einem Ausbruch über das Niveau von 1,3425, was zu einem Anstieg des Pfunds in Richtung 1,3451 und 1,3476 führen kann;
Verkaufen bei einem Ausbruch unter das Niveau von 1,3405, was zu einem Rückgang des Pfunds in Richtung 1,3380 und 1,3360 führen kann;
Für das Währungspaar USD/JPY:Kaufen bei einem Ausbruch über das Niveau von 158,57, was zu einem Anstieg des Dollars in Richtung 158,87 und 159,09 führen kann;
Verkaufen bei einem Ausbruch unter das Niveau von 158,28, was zu einem Rückgang des Dollars in Richtung 157,93 und 157,69 führen kann;
Mean Reversion Strategy (Retracement):Verkauf bei einem Fehlausbruch über 1,1689, wenn der Kurs wieder unter dieses Niveau fällt;
Kauf bei einem Fehlausbruch unter 1,1663, wenn der Kurs zu diesem Niveau zurückkehrt;
Verkaufen, wenn ein gescheiterter Ausbruch über 1,3428 vorliegt und der Kurs unter dieses Niveau zurückfällt;
Kaufen, wenn ein gescheiterter Ausbruch unter 1,3391 vorliegt und der Kurs zu diesem Niveau zurückkehrt;
Verkauf bei einem Fehlausbruch über 0,7083, sobald der Kurs unter dieses Niveau zurückkehrt;
Kauf bei einem Fehlausbruch unter 0,7055, sobald der Kurs auf dieses Niveau zurückkehrt;
Verkaufen, wenn ein Fehlausbruch über 1,3848 vorliegt und der Kurs unter dieses Level zurückkehrt;
Kaufen, wenn ein Fehlausbruch unter 1,3826 vorliegt und der Kurs zu diesem Level zurückkehrt;