Heute, am Mittwoch, geriet das Währungspaar USD/CHF unter deutlichen Verkaufsdruck und fiel bis auf den 100‑Tage‑Simple Moving Average (SMA), der sich unterhalb der psychologischen Marke von 1,7900 befindet, vor dem Hintergrund einer breit angelegten Schwäche des US‑Dollars. Die Bären bei diesem Instrument warten auf einen nachhaltigen Ausbruch und eine anschließende Bestätigung unterhalb dieses wichtigen technischen Niveaus – dem 100‑Tage‑SMA –, was den Weg für weitere Rückgänge ebnen würde.
Der US Dollar Index (DXY), der den Wert des Dollars gegenüber einem Korb wichtiger Weltwährungen widerspiegelt, ist ebenfalls auf seinen 100‑Tage‑SMA gefallen und hat damit ein neues Monatstief markiert.
Auslöser waren Berichte über einen Konsens zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran bezüglich eines Waffenstillstands. US-Präsident Donald Trump kündigte im sozialen Netzwerk Truth Social die Aussetzung geplanter Militäreinsätze gegen den Iran für einen Zeitraum von zwei Wochen an – unter der Bedingung, dass die Straße von Hormus durch Teheran vollständig, umgehend und sicher wieder geöffnet wird.
Im Gegenzug bestätigte der iranische Außenminister Seyed Araghchi in einer Erklärung, dass die US-Seite einen 10-Punkte-Vorschlag akzeptiert habe und dass Teheran die Verteidigungsoperationen einstellen werde, sofern die Angriffe auf das Land aufhören.
Diese Entwicklungen stärken das Vertrauen der Anleger und befeuern eine neue Welle der Nachfrage nach Risikoanlagen an den globalen Märkten. Das setzt im Gegenzug den US-Dollar erheblich unter Druck und wirkt sich negativ auf das Währungspaar USD/CHF aus. Gleichzeitig hat die Verbesserung der geopolitischen Lage zu einem deutlichen Rückgang der Ölpreise geführt.
Dies wiederum mildert die Sorgen der Märkte über einen möglichen Inflationsschub infolge der Eskalation des Konflikts und beeinflusst die Erwartungen hinsichtlich weiterer geldpolitischer Straffungsmaßnahmen durch die Federal Reserve. Der beobachtete Rückgang der Renditen amerikanischer Staatsanleihen bestätigt diesen Trend.
Berichte über anhaltende iranische Angriffe im Nahen Osten und in Israel begrenzen jedoch eine weitere Abschwächung des US-Dollars und des Währungspaars USD/CHF insgesamt etwas.
Aus technischer Sicht begünstigt ein Kursrückgang unter den 100‑Tage‑SMA die Bären; sollte sich das Paar unter diesem Niveau behaupten, könnte sich der Rückgang beschleunigen. Da die Oszillatoren jedoch noch nicht in den negativen Bereich gedreht sind, kämpfen die Bullen weiterhin darum, ihre Position zu halten.
Die nachstehende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung des US-Dollars gegenüber den wichtigsten Weltwährungen am aktuellen Handelstag. Der US-Dollar verzeichnete die stärkste Entwicklung gegenüber dem kanadischen Dollar.