EUR/USD: Tipps für Anfänger im Handel am 10. April (US-Session)

Handelsrückblick und Tipps für den Handel mit dem Euro

Der Test des Kursniveaus von 1,1696 erfolgte zu einem Zeitpunkt, als sich der MACD-Indikator gerade erst vom Nullpunkt nach oben zu bewegen begann und damit einen gültigen Einstiegspunkt für Käufe des Euro bestätigte. In der Folge stieg das Währungspaar um 17 Punkte.

Die anstehende Veröffentlichung der US-Inflationsdaten – vor dem Hintergrund des Ausbruchs des militärischen Konflikts unter Beteiligung der Vereinigten Staaten, Israels und Irans – wird verstärkte Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Erwartet werden die Daten zum Verbraucherpreisindex (CPI) für den März sowie dessen Kernrate ohne Nahrungsmittel und Energie. Zusätzlich werden der University of Michigan Consumer Sentiment Index und Daten zu den Inflationserwartungen für die Zukunft veröffentlicht. Im Fokus steht dabei vor allem der Kern-CPI, der volatile Komponenten wie Nahrungsmittel und Energie ausklammert – ein Aspekt, der im aktuellen geopolitischen Umfeld besonders wichtig ist. Ebenfalls von Bedeutung werden die Ergebnisse der Umfrage der University of Michigan sein, da sie die Wahrnehmung der Verbraucher hinsichtlich der aktuellen wirtschaftlichen Lage sowie ihrer Erwartungen an die zukünftige Preisentwicklung widerspiegeln.

Nur eine deutliche Abweichung von den Prognosen dürfte den Aufwärtstrend des EUR/USD zum Wochenschluss ernsthaft beeinträchtigen, da sich die Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer derzeit vor allem auf die Friedensverhandlungen zur Lage im Nahen Osten richtet.

Für die Intraday-Strategie werde ich mich im Wesentlichen auf die Umsetzung der Szenarien Nr. 1 und Nr. 2 stützen.

Kaufsignal

Szenario Nr. 1: Heute ist ein Kauf des Euro möglich, sobald das Niveau von 1,1722 (grüne Linie im Chart) erreicht wird, mit einem Kursziel bei 1,1759. Bei 1,1759 plane ich, den Markt zu verlassen und zudem Verkäufe in die Gegenrichtung in Betracht zu ziehen, wobei ich eine Bewegung von 30–35 Punkten vom Einstiegspunkt aus erwarte. Ein Anstieg des Euro ist heute nur bei sehr schwachen US-Daten wahrscheinlich. Wichtig: Vor einem Kauf stellen Sie sicher, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und gerade beginnt, von dort aus anzusteigen.

Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, den Euro zu kaufen, wenn das Niveau von 1,1697 zweimal hintereinander getestet wird und sich der MACD-Indikator in der überverkauften Zone befindet. Dies wird das Abwärtspotenzial des Paares begrenzen und eine Aufwärtskorrektur auslösen. Ein Anstieg in Richtung 1,1722 und 1,1759 ist dann zu erwarten.

Verkaufssignal

Szenario Nr. 1: Ich plane, den Euro zu verkaufen, nachdem das Niveau von 1,1697 (rote Linie im Chart) erreicht wurde. Das Kursziel liegt bei 1,1649, wo ich beabsichtige, den Markt zu verlassen und sofort Käufe in die Gegenrichtung in Betracht zu ziehen (in Erwartung einer Bewegung von 20–25 Punkten). Der Druck auf das Währungspaar wird heute zurückkehren, falls starke Daten veröffentlicht werden. Wichtig: Vor einem Verkauf stellen Sie sicher, dass der MACD-Indikator unter der Nulllinie liegt und gerade beginnt, von dort aus zu fallen.

Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, den Euro zu verkaufen, wenn das Niveau von 1,1722 zweimal hintereinander getestet wird und sich der MACD-Indikator in der überkauften Zone befindet. Dies wird das Aufwärtspotenzial des Paares begrenzen und zu einer Abwärtskorrektur führen. Ein Rückgang in Richtung 1,1697 und 1,1649 ist dann zu erwarten.

Chart Notes

Dünne grüne Linie – Einstiegspreis für KäufeBreite grüne Linie – geschätztes Take-Profit-Niveau bzw. -Bereich, um Gewinne zu sichern, da ein weiteres Wachstum darüber unwahrscheinlich istDünne rote Linie – Einstiegspreis für VerkäufeBreite rote Linie – geschätztes Take-Profit-Niveau bzw. -Bereich, um Gewinne zu sichern, da ein weiterer Rückgang darunter unwahrscheinlich istMACD-Indikator – beim Markteintritt ist es wichtig, überkaufte und überverkaufte Zonen zu berücksichtigen

Wichtig: Anfänger im Forex-Handel sollten bei Entscheidungen zum Markteintritt äußerst vorsichtig sein. Vor der Veröffentlichung wichtiger fundamentaler Daten ist es am besten, dem Markt fernzubleiben, um heftige Kursschwankungen zu vermeiden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, verwenden Sie unbedingt Stop-Loss-Orders, um potenzielle Verluste zu begrenzen. Ohne Stop-Loss können Sie Ihr gesamtes Guthaben sehr schnell verlieren – insbesondere, wenn Sie kein vernünftiges Money Management anwenden und mit großen Volumina handeln.

Denken Sie daran: Erfolgreiches Trading erfordert einen klaren Handelsplan wie den oben skizzierten. Spontane Entscheidungen, die nur auf der aktuellen Marktsituation beruhen, sind für einen Intraday-Händler grundsätzlich eine verlustbringende Strategie.