Das Währungspaar EUR/USD zeigte am Montag eine recht starke Aufwärtsbewegung, die sich bis zum Ende des Tages fortsetzte. Die Woche begann mit einem Rückgang, der angesichts des Scheiterns der Verhandlungen zwischen Iran und den USA sowie Trumps weiterer Blockade der Straße von Hormus völlig vorhersehbar war. Ja, Sie haben richtig gehört: Donald Trump hat ebenfalls beschlossen, die Straße zu blockieren, und zwar speziell für iranische Tanker und für Tanker, die Iran für die Durchfahrt durch die Meerenge bezahlen. Möchte jetzt noch jemand die Straße von Hormus blockieren? Je mehr Länder sich der Blockade anschließen, desto besser wird die Lage für Öl und Gas weltweit sein. Trumps Ziel ist klar: Er will Iran von den finanziellen Zuflüssen aus Ölexporten abschneiden. Doch was wird sich dadurch ändern? Iran hat bereits klargestellt, dass es nicht auf Kernenergie verzichten wird, und eine neue Blockade der Meerenge wird daran nichts ändern. Zusammengefasst: Das allgemeine Chaos geht weiter, und die Ölpreise schießen erneut in die Höhe. Aber … der US-Dollar steigt nicht mehr, da der geopolitische Faktor inzwischen im Markt eingepreist ist. Mit anderen Worten: Die Wirtschaft und Trumps Politik rücken wieder in den Vordergrund.
5M-Chart des EUR/USD-PaaresIm Stundenchart bleibt der Aufwärtstrend erhalten und legt sogar an Dynamik zu, trotz der sich erneut verschärfenden geopolitischen Lage. Nach zwei Monaten kontinuierlicher Dollar-Stärke, die ausschließlich auf geopolitischen Faktoren beruhte, scheint der Markt zu dem Schluss gekommen zu sein, dass dies nicht endlos so weitergehen kann. Bereits in der zweiten Woche in Folge ignoriert der Markt die geopolitische Nachrichtenlage weitgehend. Daher können sich Trader nun wieder stärker auf die Konjunktur und Trumps Politik konzentrieren.
Am Dienstag können Einsteiger Short-Positionen in Erwägung ziehen, falls sich der Kurs unterhalb der Spanne 1,1745–1,1754 festigt, mit einem Ziel im Bereich 1,1655–1,1666. Eine Konsolidierung oberhalb der Zone 1,1745–1,1755 erlaubt es, Long-Positionen mit einem Ziel bei 1,1830–1,1837 zu halten.
Im 5-Minuten-Chart sind die folgenden Marken zu beachten: 1,1267–1,1292, 1,1354–1,1363, 1,1413, 1,1455–1,1474, 1,1527–1,1531, 1,1584–1,1591, 1,1655–1,1666, 1,1745–1,1754, 1,1830–1,1837 und 1,1899–1,1908. Am Dienstag wird Christine Lagarde in der Eurozone eine Rede halten, und in den USA werden zwei sekundäre Berichte – ADP und PPI – veröffentlicht. Wir gehen davon aus, dass diese Ereignisse keinen nennenswerten Einfluss auf die Bewegung des Währungspaares haben werden.
Grundprinzipien des Handelssystems:Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Bildung (Abprall oder Ausbruch eines Levels) benötigt wurde. Je kürzer die Zeitspanne, desto stärker das Signal.Wenn um ein bestimmtes Level herum zwei oder mehr Trades auf Basis von Fehlsignalen eröffnet wurden, sollten alle nachfolgenden Signale von diesem Level ignoriert werden.In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar eine Vielzahl von Fehlsignalen generieren – oder auch gar keine. Technische Levels können in solchen Phasen ignoriert werden.Im Stundenchart ist es ratsam, MACD-Signale nur dann zu handeln, wenn die Volatilität ausreichend hoch ist und der Trend durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt wird.Befinden sich zwei Levels zu dicht beieinander (im Abstand von 5–20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.Nach einer Bewegung von 15 Pips in die richtige Richtung sollte der Stop Loss auf Break-even nachgezogen werden.Worauf Sie in den Charts achten sollten:Kursmarken von Unterstützung und Widerstand sind Levels, die als Ziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufstrades dienen. Take-Profit-Marken können in deren Nähe platziert werden.
Rote Linien stellen Kanäle oder Trendlinien dar, die den aktuellen Trend anzeigen und die Richtung markieren, in die der Handel derzeit bevorzugt werden sollte.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Veröffentlichungen (immer im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit äußerster Vorsicht gehandelt werden, oder man verlässt den Markt, um plötzliche, scharfe Kursumkehrungen gegen die vorherige Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Markt sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines wirksamen Money-Managements sind der Schlüssel zu langfristigem Handelserfolg.