Das Währungspaar GBP/USD zeigte am Montag ebenfalls ein kräftiges Wachstum, von dem Trader durch Handel auf Basis technischer Faktoren problemlos profitieren konnten. Gehen wir das Ganze der Reihe nach durch. In der vergangenen Woche stellten wir fest, dass es am Markt keine besonderen Gründe für einen Dollarverkauf gab, da die Waffenruhe im Nahen Osten recht fragil war und die Verhandlungen in Islamabad erfolglos endeten. Allerdings schien sich der Markt allmählich von einem Handel zu lösen, der sich ausschließlich an geopolitischen Faktoren orientierte. Mit Beginn der neuen Woche begann sich diese Annahme zu bestätigen. Trotz Donald Trumps Entscheidung, die Straße von Hormus für iranische Tanker zu blockieren (was weltweit zu einem noch größeren Öldefizit führen wird), fällt der US-Dollar weiter. Daher sind wir der Ansicht, dass sich der Markt aus den Fesseln der Geopolitik befreit hat und nun bereit ist, all jene Ereignisse und Nachrichten der letzten zwei Monate zu berücksichtigen, die zuvor ignoriert wurden, weil sie keinen geopolitischen Bezug hatten. Infolgedessen fällt der Dollar nun seit über einer Woche und könnte weiter an Wert verlieren.
5-Minuten-Chart des GBP/USD-PaaresIm 5-Minuten-Chart haben sich am Montag zwei Handelssignale für die britische Währung gebildet. Zunächst prallte das Paar vom Bereich 1,3380–1,3386 ab, blieb den ganzen Tag über in einer Aufwärtsbewegung und durchbrach zum Tagesende den Bereich 1,3476–1,3489. Damit hatten Anfänger mindestens zwei Gelegenheiten, Long-Positionen zu eröffnen, und der Anstieg des Paares kann sich heute durchaus fortsetzen.
Wie man am Dienstag handelt:Im Stundenchart setzt das GBP/USD-Paar die Bildung eines neuen Aufwärtstrends fort. Es gibt keine grundlegenden Gründe für ein mittelfristiges Wachstum des Dollars, daher erwarten wir, dass sich der globale Aufwärtstrend, der 2025 begonnen hat, im Jahr 2026 fortsetzt. Damit dies geschieht, müssen sich die geopolitischen Spannungen weltweit weiter entspannen; es gibt jedoch auch ein anderes Szenario, in dem der Markt die Geopolitik nach zwei Monaten, in denen fast ausschließlich auf dieser Grundlage gehandelt wurde, schlicht ignoriert.
Am Dienstag können Anfänger Short-Positionen eröffnen, wenn sich der Kurs unterhalb des Bereichs 1,3476–1,3489 festigt, mit einem Kursziel bei 1,3380–1,3386. Eine Konsolidierung oberhalb des Bereichs 1,3476–1,3489 ermöglicht es, Long-Positionen mit Zielzonen bei 1,3529–1,3543 und 1,3643–1,3652 zu halten.
Im 5-Minuten-Chart kann derzeit an den Niveaus 1,3096–1,3107, 1,3175–1,3180, 1,3259–1,3267, 1,3319–1,3331, 1,3380–1,3386, 1,3476–1,3489, 1,3529–1,3543, 1,3643–1,3652, 1,3695 und 1,3741–1,3751 gehandelt werden. Heute sind im Vereinigten Königreich erneut keine wichtigen Ereignisse geplant, während in den USA zwei zweitrangige Veröffentlichungen anstehen: ADP und PPI. Sowohl den wöchentlichen ADP-Bericht als auch den Erzeugerpreisindex stufen wir als vollkommen nachrangige Indikatoren ein und erwarten keine nennenswerte Marktreaktion darauf.
Grundprinzipien des Handelssystems:Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die für seine Bildung (Abprall oder Durchbruch eines Niveaus) benötigt wurde. Je kürzer diese Zeit, desto stärker das Signal.Wenn an einem bestimmten Niveau aufgrund von Fehlsignalen zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten alle weiteren Signale von diesem Niveau ignoriert werden.In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale generieren oder auch gar keine. Technische Niveaus können in dieser Phase ignoriert werden.Im Stundenchart ist es ratsam, MACD-Signale nur dann zu handeln, wenn die Volatilität ausreichend hoch ist und der Trend durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt wird.Wenn zwei Niveaus zu dicht beieinander liegen (5–20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.Nach einer Bewegung von 15 Pips in die richtige Richtung sollte der Stop-Loss auf Break-even nachgezogen werden.Worauf man in den Charts achten sollte:Kursniveaus der Unterstützung und des Widerstands sind Niveaus, die als Ziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufspositionen dienen. Take-Profit-Marken können in ihrer Nähe platziert werden.
Rote Linien stellen Kanäle oder Trendlinien dar, die den aktuellen Trend anzeigen und die Richtung markieren, in die derzeit vorzugsweise gehandelt werden sollte.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Berichte (sie sind stets im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares deutlich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit höchster Vorsicht gehandelt werden, oder man sollte den Markt verlassen, um plötzliche Kursumkehrungen gegen die vorherige Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Markt sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines effektiven Money-Managements ist der Schlüssel zu langfristigem Handelserfolg.