Wie handelt man das Währungspaar EUR/USD am 16. April? Einfache Tipps und Handelsanalyse für Einsteiger

Analyse des Handels am Mittwoch: 1-Stunden-Chart von EUR/USD

Das Währungspaar EUR/USD zeigte am Mittwoch keine nennenswerten Bewegungen, nahm jedoch zum Ende des Tages seinen Aufwärtstrend wieder auf – und das sogar ohne vorherige Korrektur. Damit setzt die europäische Gemeinschaftswährung ihre Erholung all dessen fort, was sie in den vergangenen zwei Monaten eingebüßt hatte. Wie von uns erwartet, begann der Markt, den US-Dollar abzustoßen, sobald die geopolitischen Faktoren in den Hintergrund traten. Und derzeit gibt es dafür keinen maßgeblichen lokalen Anlass. Der Markt hat das gesamte makroökonomische Umfeld und sämtliche fundamentalen Ereignisse, die zwei Monate lang in der Regel nicht zugunsten des US-Dollars ausgefallen waren, weitgehend ignoriert. Außerdem darf der globale fundamentale Hintergrund nicht außer Acht gelassen werden, der sich exemplarisch in der Gesamtpolitik von Donald Trump widerspiegelt. Vor diesem Hintergrund befindet sich der Dollar bereits das ganze Jahr 2025 über im Rückzug, und 2026 unterscheidet sich bislang kaum vom Vorjahr. Somit könnte der Euro rasch wieder auf seine Jahreshochs klettern, sofern der Krieg im Nahen Osten nicht mit neuer Intensität aufflammt.

5M-Chart von EUR/USD

Im 5-Minuten-Chart wurden am Mittwoch keine Handelssignale gebildet. Daher gab es für unerfahrene Trader keinen Anlass, neue Positionen zu eröffnen. Das letzte Kaufsignal wurde am Dienstag generiert, als der Kurs vom Bereich 1,1745–1,1754 nach oben abprallte. Diese Position kann weiterhin offen gehalten werden.

So handeln Sie am Donnerstag:

Im Stunden-Chart hält der Aufwärtstrend an und legt sogar noch an Dynamik zu. Nach zwei Monaten ununterbrochener Dollar-Stärke, die ausschließlich von geopolitischen Faktoren getrieben war, scheint der Markt zu dem Schluss gekommen zu sein, dass dies nicht ewig so weitergehen kann. Bereits in der zweiten Woche in Folge ignoriert der Markt die geopolitische Nachrichtenlage weitgehend. Somit können Trader ihren Fokus wieder stärker auf die Konjunktur und die Politik von Trump richten. Und hier stehen die Chancen für den US‑Dollar eher schlecht …

Am Donnerstag können Einsteiger Short-Positionen in Betracht ziehen, wenn der Kurs vom Bereich 1,1830–1,1837 nach unten abprallt, mit Ziel 1,1745–1,1754. Neue Long-Positionen kommen in Frage, wenn der Kurs den Bereich 1,1830–1,1837 nachhaltig nach oben durchbricht, mit Ziel 1,1899–1,1908.

Im 5-Minuten-Chart sind insbesondere die folgenden Marken relevant: 1,1354–1,1363, 1,1413, 1,1455–1,1474, 1,1527–1,1531, 1,1584–1,1591, 1,1655–1,1666, 1,1745–1,1754, 1,1830–1,1837 und 1,1899–1,1908. Am Donnerstag veröffentlicht die Eurozone die zweite Schätzung der Inflation für März, die voraussichtlich wenig Beachtung findet, da sie sich wahrscheinlich nicht von der ersten Schätzung unterscheiden wird. In den USA stehen zwei Daten zweiter Reihe an: die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe und die Industrieproduktion.

Grundprinzipien des Handelssystems:Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Bildung (Abprall oder Durchbruch eines Niveaus) benötigt wurde. Je kürzer diese Zeitspanne, desto stärker das Signal.Wenn an einem bestimmten Niveau aufgrund von Fehlsignalen zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten alle weiteren Signale von diesem Niveau ignoriert werden.In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale erzeugen – oder auch gar keine. Technische Niveaus können in solchen Phasen an Aussagekraft verlieren.Im Stunden-Chart empfiehlt es sich, MACD-Signale nur zu handeln, wenn eine ausreichende Volatilität vorliegt und der Trend durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt wird.Wenn zwei Niveaus sehr dicht beieinander liegen (5–20 Pips Abstand), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.Nach einer Bewegung von 15 Pips in die richtige Richtung sollte der Stop-Loss auf Break-even (Einstand) nachgezogen werden.Worauf Sie in den Charts achten sollten:

Unterstützungs- und Widerstandsniveaus sind Kursbereiche, die als Ziele beim Eröffnen von Long- oder Short-Positionen dienen. Take-Profit-Marken können in ihrer Nähe platziert werden.

Rote Linien markieren Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend anzeigen und erkennen lassen, in welche Richtung das Trading derzeit bevorzugt erfolgen sollte.

Der MACD-Indikator (14,22,3) – bestehend aus Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.

Wichtige Reden und Konjunkturberichte (sie sind stets im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Während ihrer Veröffentlichung sollte daher mit äußerster Vorsicht gehandelt werden, oder Trader sollten den Markt vorübergehend verlassen, um abrupte Kursumkehrungen gegen die vorangegangene Bewegung zu vermeiden.

Einsteiger im Forex-Markt sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Eine klar definierte Strategie und ein konsequentes Risikomanagement sind der Schlüssel zu langfristigem Erfolg im Handel.