Am Donnerstag stehen einige makroökonomische Berichte auf dem Kalender. Die interessantesten werden in Großbritannien veröffentlicht. Allerdings umfasst der BIP-Bericht nur einen Monat (Februar) und nicht ein Quartal, und der Markt zeigt erfahrungsgemäß ein eher verhaltenes Interesse an solchen Veröffentlichungen. Die Industrieproduktion ist ein interessanter Indikator, aber nicht mehr als das. In den USA wird ebenfalls ein Bericht zur Industrieproduktion veröffentlicht, zusammen mit den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe. Wir stufen beide Berichte als nachrangig ein. Daher wird der makroökonomische Hintergrund die Marktbewegungen heute nur minimal beeinflussen.
Analyse fundamentaler Ereignisse:Am vierten Handelstag der Woche können beide Währungspaare ihre Aufwärtsbewegung im Rahmen des aktuellen Trends fortsetzen, jedoch sollten sich Trader dabei auf technische Niveaus und Faktoren stützen. Der Euro kann heute in der Spanne von 1,1830–1,1837 gehandelt werden, während das britische Pfund in der Spanne von 1,3529–1,3543 gehandelt werden kann. Wir sehen nach wie vor keine Grundlage für eine nachhaltige und deutliche Stärkung der US‑Währung (unter Berücksichtigung aller Faktoren, nicht nur der Geopolitik), weshalb wir erwarten, dass die ab 2025 wiederaufgenommene Aufwärtsbewegung anhält und sowohl beim Euro als auch beim Pfund neue Vierjahreshochs erreicht werden.
Wesentliche Grundsätze des Handelssystems:Die Stärke eines Signals bestimmt sich nach der Zeit, die zu seiner Bildung (Abpraller oder Durchbruch eines Niveaus) benötigt wurde. Je kürzer diese Zeit, desto stärker das Signal.Wenn um ein bestimmtes Niveau herum zwei oder mehr Trades auf Basis von Fehlsignalen eröffnet wurden, sollten alle weiteren Signale von diesem Niveau ignoriert werden.In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale generieren – oder auch gar keine. Technische Niveaus können in solchen Phasen ignoriert werden.Im Stundenchart ist es ratsam, MACD‑Signale nur dann zu handeln, wenn die Volatilität ausreichend hoch ist und der Trend durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt wird.Liegt der Abstand zwischen zwei Niveaus zu dicht beieinander (5–20 Pips), sollten sie als eine Unterstützungs‑ bzw. Widerstandszone betrachtet werden.Nachdem sich der Kurs 15 Pips in die richtige Richtung bewegt hat, sollte der Stop Loss auf Break-even nachgezogen werden.Worauf man in den Charts achten sollte:Unterstützungs‑ und Widerstandsniveaus sind Kursmarken, die beim Eröffnen von Kauf‑ oder Verkaufstrades als Zielzonen dienen. Take‑Profit‑Marken können in deren Nähe platziert werden.
Rote Linien stellen Kanäle oder Trendlinien dar, die den aktuellen Trend anzeigen und die Richtung markieren, in die es derzeit bevorzugt zu handeln gilt.
Der MACD‑Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der auch als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Veröffentlichungen (stets im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Während ihrer Veröffentlichung sollte daher mit größter Vorsicht gehandelt werden, oder man zieht sich aus dem Markt zurück, um plötzliche Kursumkehrungen gegen die vorherige Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex‑Markt sollten sich darüber im Klaren sein, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines wirksamen Money‑Managements sind die Schlüssel zu langfristigem Erfolg im Handel.