Der Test des Kurses bei 1,1783 fiel mit einem MACD-Indikator zusammen, der gerade erst begann, sich von der Nulllinie nach oben zu bewegen, was einen gültigen Einstiegspunkt für Käufe des Euro bestätigte. Die erwartete kräftige Aufwärtsbewegung blieb jedoch aus.
Positive Nachrichten zu den wöchentlichen US-Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe, die besser als die Prognosen der Volkswirte ausfielen, führten zu weiteren Verkäufen des Euro. Trotz der jüngsten Daten aus der Eurozone, die auf eine steigende Inflation und anhaltende Unsicherheit hinsichtlich der künftigen Entscheidungen der Europäischen Zentralbank hinweisen, sind Händler zuversichtlich, dass die Zentralbank auf der nächsten Sitzung ihre Politik nicht ändern wird. Dies war in der aktuellen Situation ein wichtiger Zeitpunkt, um nach einem kräftigen Anstieg im Wochenverlauf Gewinne bei Long-Positionen im EUR/USD-Paar mitzunehmen.
In der ersten Tageshälfte erwarten wir nur die Zahlen zur Leistungsbilanz der EZB sowie zur Handelsbilanz der Eurozone. Auch wenn diese Indikatoren für Privatanleger weniger bedeutsam erscheinen mögen als Zinsentscheidungen oder Inflationsberichte, spielen sie eine entscheidende Rolle dabei, sich ein Gesamtbild der wirtschaftlichen Lage in der Eurozone zu verschaffen. Die Leistungsbilanz spiegelt das Volumen der internationalen Transaktionen eines Landes oder einer Region wider, einschließlich des Handels mit Waren und Dienstleistungen sowie Einkommensströmen und Transfers. Ein positiver Saldo kann auf ein starkes Exportpotenzial und Stabilität der Außenwirtschaft hinweisen, während ein negativer Saldo auf eine zunehmende Abhängigkeit von Importen oder Kapitalabflüssen deuten kann. Die Handelsbilanz hingegen konzentriert sich ausschließlich auf die Differenz zwischen dem Wert der Ausfuhren und Einfuhren von Waren. Für die Eurozone, einen wichtigen Akteur auf dem Weltmarkt, sind die Entwicklungen im Außenhandel von zentraler Bedeutung. Positive Daten könnten den Euro stützen, werden jedoch voraussichtlich nicht zu wesentlichen Veränderungen in der Marktpositionierung führen.
Für die Intraday-Strategie werde ich mich in erster Linie auf die Umsetzung der Szenarien Nr. 1 und Nr. 2 stützen.
Szenario Nr. 1: Heute plane ich, den Euro zu einem Kurs um 1,1788 zu kaufen (grüne Linie im Chart) mit einem Kursziel bei 1,1808. Bei 1,1808 plane ich, den Markt zu verlassen und außerdem den Euro in die Gegenrichtung zu verkaufen, in Erwartung einer Bewegung von 30–35 Pips vom Einstiegspunkt aus. Es ist sinnvoll, mit einem Anstieg des Euro erst nach guten heutigen Konjunkturdaten zu rechnen. Wichtig! Vor einem Kauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator oberhalb der Nulllinie liegt und von dort aus gerade seine Aufwärtsbewegung beginnt.
Szenario Nr. 2: Ich beabsichtige außerdem, den Euro heute zu kaufen, falls der Kurs zweimal hintereinander das Niveau von 1,1773 testet, während sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Das wird das Abwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Aufwärtsumkehr des Marktes führen. Man kann einen Anstieg in Richtung der gegenüberliegenden Niveaus von 1,1788 und 1,1808 erwarten.
VerkaufsszenarienSzenario Nr. 1: Ich plane, den Euro zu verkaufen, sobald er 1,1773 erreicht (rote Linie im Chart). Das Kursziel ist das Niveau von 1,1750, wo ich vorhabe, meine Short-Positionen zu schließen und sofort Long-Positionen in die Gegenrichtung zu eröffnen (in Erwartung einer Bewegung von 20–25 Pips in die Gegenrichtung von diesem Niveau aus). Der Druck auf das Währungspaar kann sich heute im Rahmen der beobachteten Korrektur fortsetzen. Wichtig! Vor einem Verkauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator unterhalb der Nulllinie liegt und von dort aus gerade seine Abwärtsbewegung beginnt.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, den Euro heute zu verkaufen, falls der Kurs zweimal hintereinander das Niveau von 1,1788 testet, während sich der MACD im überkauften Bereich befindet. Das wird das Aufwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Umkehr des Marktes nach unten führen. Man kann einen Rückgang zu den gegenüberliegenden Niveaus von 1,1773 und 1,1750 erwarten.
Wichtig: Anfänger im Forex-Markt müssen bei Einstiegsentscheidungen sehr vorsichtig sein. Es ist am besten, vor der Veröffentlichung wichtiger fundamentaler Berichte nicht im Markt positioniert zu sein, um nicht von starken Kursschwankungen überrascht zu werden. Wenn Sie sich dafür entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, setzen Sie immer Stop-Orders, um Verluste zu begrenzen. Ohne Stop-Orders können Sie sehr schnell Ihre gesamte Einlage verlieren, insbesondere wenn Sie kein Money Management anwenden und mit großen Volumina handeln.
Und denken Sie daran: Für erfolgreichen Handel ist ein klarer Trading-Plan, wie der oben dargestellte, unerlässlich. Spontane Handelsentscheidungen, die nur auf der aktuellen Marktsituation beruhen, sind für Intraday-Händler von Natur aus eine verlustreiche Strategie.