US-Dollar. Wöchentliche Vorschau

In der kommenden Woche stehen in den USA nur wenige wichtige Ereignisse oder Konjunkturdaten an. Der Markt misst wirtschaftlichen Indikatoren jedoch weiterhin weniger Bedeutung bei, als man es sich wünschen würde. Die Geopolitik bleibt im Vordergrund, doch da heute bereits so viel darüber gesprochen wurde, werde ich dies nicht wiederholen. Meiner Ansicht nach sind beide Instrumente bereit, eine Abwärtswelle auszubilden, die die erste Welle eines neuen abwärtsgerichteten Trendsegments markieren könnte. Derzeit ist schwer zu sagen, ob dieses Segment impulsiv oder korrektiv verlaufen wird; das hängt von den Entwicklungen im Nahen Osten ab. Die Lage im Nahen Osten könnte sich wieder auf den Stand von vor zwei Wochen zurückentwickeln; in diesem Fall dürfte die Nachfrage nach der US‑Währung steigen, was mit der aktuellen Wellenstruktur im Einklang stünde.

Unter den nennenswerten Veröffentlichungen lassen sich lediglich die Einzelhandelsumsätze und der University of Michigan Consumer Sentiment Index hervorheben. Wie bereits erwähnt, wird es nur sehr wenige wichtige Daten geben, sodass der US‑Nachrichtenfluss die Bewegungen am Devisenmarkt voraussichtlich kaum wesentlich beeinflussen wird. Daher werden wir – ungeachtet jeder Abneigung – jede Äußerung von Donald Trump, jede Nachrichtenmeldung zu den Verhandlungen und jede Information aus dem Iran genau verfolgen müssen. Je schlechter sich die Situation entwickelt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Markt wieder verstärkt auf den sicheren Hafen US‑Dollar setzt. Natürlich ist es eher unwahrscheinlich, dass der Dollar unter die Marke von 32 gegenüber dem Pfund fällt, aber ich möchte betonen, dass kein Trader vorhersagen kann, wie sich die Ereignisse im Nahen Osten entwickeln werden. Insofern ist alles möglich.

Wellenanalyse von EUR/USD:

Auf Basis der Analyse von EUR/USD komme ich zu dem Schluss, dass sich das Instrument weiterhin in einem aufwärtsgerichteten Trendsegment befindet (siehe untere Abbildung) und sich kurzfristig in einer Korrekturstruktur bewegt. Das Korrekturmuster wirkt in sich recht abgeschlossen und könnte nur dann eine komplexere, verlängerte Form annehmen, wenn ein stabiler und langfristiger Waffenstillstand zwischen Iran, den USA, Israel und ALLEN anderen Ländern im Nahen Osten zustande kommt. Ansonsten gehe ich davon aus, dass sich von den aktuellen Niveaus aus ein neues abwärtsgerichtetes Wellenmuster entwickeln kann – oder sich zumindest eine Korrekturwelle ausbildet.

Wellenanalyse von GBP/USD:

Das Wellenbild des Instruments GBP/USD ist mit der Zeit – wie von mir erwartet – klarer geworden. In den Charts erkennen wir nun eine deutliche dreiwellige Aufwärtsstruktur, die sich bereits ihrem Ende nähern könnte. Trifft dies zu, ist mit der Ausbildung von mindestens einer Abwärtswelle zu rechnen (vermutlich einer „d“-Welle). Das aufwärtsgerichtete Trendsegment könnte zwar in eine fünfwellige Struktur übergehen, dafür müsste sich der Konflikt im Nahen Osten jedoch eher abschwächen als erneut aufflammen. Das Basisszenario für die kommenden Tage ist daher ein Rückgang in den Bereich der 34er‑Zone oder etwas darunter. Wie so oft wird erneut alles von den geopolitischen Faktoren abhängen.

Wesentliche Grundsätze meiner Analyse:Wellenstrukturen sollten einfach und nachvollziehbar sein. Komplexe Strukturen lassen sich schwer handeln und führen häufig zu Anpassungen.Wenn keine Klarheit darüber besteht, was am Markt geschieht, ist es besser, nicht einzusteigen.Es gibt niemals 100 % Sicherheit bei der Bewegungsrichtung, und die kann es auch nicht geben. Vergessen Sie nicht, Schutz‑Orders wie Stop Loss zu verwenden.Die Wellenanalyse lässt sich mit anderen Analyseformen und Handelsstrategien kombinieren.