Worauf sollte man am 22. April achten? Analyse fundamentaler Ereignisse für Einsteiger

Analyse makroökonomischer Berichte:

Für Mittwoch sind nur sehr wenige makroökonomische Berichte geplant, doch bereits der Dienstag hat gezeigt, dass der Markt die meisten von ihnen weiterhin ignoriert. So haben die Händler gestern zum Beispiel überhaupt nicht auf den wichtigen britischen Arbeitsmarktbericht reagiert. Heute kommt der einzige Bericht des Tages ebenfalls aus dem Vereinigten Königreich und betrifft die Inflationsdaten für März. Dieser Bericht ist deshalb interessant, weil er zeigen wird, wie sich die gestiegenen Energiepreise im Zuge des Kriegs im Nahen Osten auf die Verbraucherpreise auswirken. Je stärker die Inflation in den kommenden Monaten anzieht, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Bank of England ihre Geldpolitik strafft. Es sei jedoch erneut betont, dass der Markt derzeit die meisten makroökonomischen und fundamentalen Daten weitgehend ausblendet.

Analyse der fundamentalen Ereignisse:Zu den fundamentalen Ereignissen am Mittwoch zählen Reden des Chefvolkswirts der Europäischen Zentralbank, Philip Lane, sowie der EZB-Präsidentin Christine Lagarde. Doch der Markt misst der Geldpolitik nach wie vor nur geringe Bedeutung bei, sodass Äußerungen von Vertretern der EZB, der Federal Reserve und der Bank of England derzeit weniger ins Gewicht fallen. Niemand rechnet damit, dass die Fed im Jahr 2026 die Geldpolitik weiter strafft, während BoE und EZB ihre Leitzinsen angesichts einer höheren Inflation durchaus anheben könnten. Gleichzeitig ändert sich das geopolitische Umfeld nahezu täglich, was die Zentralbanken bei wichtigen geldpolitischen Entscheidungen zögern lässt. So könnte etwa in dieser Woche der Krieg im Nahen Osten wieder aufflammen, falls kein Abkommen zwischen Iran und den USA zustande kommt. Und wie soll ein Abkommen zustande kommen, wenn Iran einer zweiten Verhandlungsrunde nicht zustimmt? Urteile sollten jedoch auf konkreten Fakten beruhen: entweder auf einer Wiederaufnahme der Kampfhandlungen oder auf der Fortführung der Verhandlungen und einer Verlängerung der Waffenruhe.Allgemeine Schlussfolgerungen:

Am dritten Handelstag der Woche können sich beide Währungspaare weiter in einer Korrekturbewegung befinden, doch sollten sich Trader besser auf technische Marken und Faktoren konzentrieren. Der Euro kann heute in einer Spanne von 1,1745–1,1754 gehandelt werden, während das britische Pfund in der Spanne von 1,3476–1,3489 gehandelt werden kann. Wir sehen nach wie vor keine Grundlage für ein starkes und nachhaltiges Wachstum des US-Dollar (wenn man alle Faktoren berücksichtigt, nicht nur die Geopolitik), weshalb wir mit einer Wiederaufnahme des Trends von 2025 rechnen und mit neuen 4‑Jahres-Hochs sowohl beim Euro als auch beim Pfund.

Wichtige Grundsätze des Handelssystems:Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Bildung (Abprall oder Durchbruch des Niveaus) benötigt wurde. Je kürzer die Zeitspanne, desto stärker das Signal.Wenn rund um ein bestimmtes Niveau zwei oder mehr Trades aufgrund von Fehlsignalen eröffnet wurden, sollten alle nachfolgenden Signale von diesem Niveau ignoriert werden.In einer Seitwärtsphase kann jedes Paar viele Fehlsignale generieren oder auch gar keine. Technische Niveaus können ignoriert werden.Auf dem Stundenchart ist es ratsam, MACD-Signale nur dann zu handeln, wenn die Volatilität ausreichend hoch ist und der Trend durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt wird.Wenn zwei Niveaus zu dicht beieinander liegen (5–20 Pips Abstand), sollten sie als Unterstützungs- oder Widerstandszone betrachtet werden.Nachdem sich der Kurs 15 Pips in die richtige Richtung bewegt hat, sollte der Stop-Loss auf Break-even nachgezogen werden.Worauf man in den Charts achten sollte:

Kursniveaus von Unterstützung und Widerstand sind Marken, die als Ziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufspositionen dienen. Take-Profit-Niveaus können in ihrer Nähe platziert werden.

Rote Linien stellen Kanäle oder Trendlinien dar, die den aktuellen Trend anzeigen und die Richtung markieren, in die es derzeit vorzugsweise zu handeln gilt.

Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.

Wichtige Reden und Berichte (immer im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung mit äußerster Vorsicht gehandelt werden, oder Trader sollten den Markt verlassen, um plötzliche Kursumkehrungen gegen die vorangegangene Bewegung zu vermeiden.

Anfänger im Forex-Markt sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines effektiven Money-Managements sind der Schlüssel zu langfristigem Handelserfolg.