Gold (XAU/USD) bleibt unter Druck, zeigt jedoch eine gewisse Widerstandskraft unterhalb der Marke von 4700 USD. Der US‑Dollar legt bereits den dritten Tag in Folge zu und wirkt als entscheidender Belastungsfaktor für den Vermögenswert. Die anhaltenden Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und Iran – ausgelöst durch die US‑Seeblockade iranischer Häfen und die Konflikte in der Straße von Hormus – bleiben ein wesentlicher Treiber an den Märkten. Zusätzlicher Druck entsteht durch die gesunkenen Erwartungen weiterer Zinssenkungen durch die Federal Reserve, was den Dollar stützt und auf den Preisen für Edelmetalle lastet.
Trump bestätigte, dass die Seeblockade iranischer Häfen aufrechterhalten wird, während Iran auf deren Aufhebung als Vorbedingung für die Wiederaufnahme des Dialogs besteht. Zudem meldeten die Islamic Revolutionary Guard Corps (IRGC) die Beschlagnahmung zweier Containerschiffe – die ersten derartigen Vorfälle seit Beginn des Konflikts mit den Vereinigten Staaten und Israel im Februar. Dies erhöht das Risiko einer weiteren Eskalation und sorgt für ein anhaltend hohes Maß an geopolitischer Unsicherheit, was den US‑Dollar als sicheren Hafen stützt.
Die bärische Stimmung für XAU/USD verstärkt sich; dennoch wird Marktteilnehmern geraten, mit der Eröffnung neuer Short‑Positionen zu warten, bis der Bereich von 4700 USD klar nach unten durchbrochen ist. Die Oszillatoren im Tageschart notieren im negativen Bereich. Die 200‑Tage‑SMA hat sich jedoch noch nicht nach unten gedreht, was darauf hindeutet, dass die bärische Stimmung am Goldmarkt vorübergehender Natur sein könnte.