Iran erkennt keinen Friedenswillen seitens der USA

Iran hat erklärt, dass die Blockade iranischer Häfen der Hauptgrund dafür sei, warum umfassende Friedensverhandlungen derzeit unmöglich sind. Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian sagte, Iran begrüße den Dialog, aber auch Amerika müsse seine Bereitschaft zum Frieden unter Beweis stellen. Pezeshkian warf den US-Behörden und dem amerikanischen Staat offen Heuchelei und Widersprüche vor, „die die ganze Welt sehen kann“. Teheran werde weiterhin alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um seine nationalen Interessen zu schützen.

Einige Experten und „Insider“ berichten, die iranischen Behörden könnten einen nationalen Aufstand befürchten; diese Informationen sind jedoch mit Vorsicht zu betrachten – wie auch frühere „Insider“-Berichte. So meldete die BBC beispielsweise, Iran könne sich letztlich doch an den Verhandlungstisch begeben, da die Zahl öffentlicher Proteste in den vergangenen Wochen gestiegen sei. Nach einigen Angaben sind nahezu 20 Menschen hingerichtet worden. Vertreter von Militäreinheiten erklären, jeglicher Widerspruch werde aktiv unterdrückt. Ist das bereits Orwells „1984“? Oder noch nicht?

Gleichzeitig griff Iran mehrere Handelsschiffe in der Straße von Hormus an, die versucht hatten, die Blockade zu durchbrechen, und ein weiteres Schiff wurde aufgebracht. Dieses Ereignis sendet eine klare Botschaft an all jene Insider, die unentwegt von Verhandlungen, Frieden und einer Aufhebung der Blockade von Hormus sprechen. Die tatsächlichen Vorgänge zeigen, dass die Passage durch die Meerenge vollständig und ausnahmslos blockiert ist. Pakistan versucht weiterhin, beide Seiten zu Verhandlungen zu bewegen und hofft, sich damit auf der internationalen Bühne zu profilieren.

Analysten verweisen auch auf die widersprüchlichen Äußerungen von Donald Trump. Mal droht der US-Präsident damit, Iran vollständig zu zerstören, dann wiederum spricht er von einem nahezu unterzeichneten Abkommen und guten Nachrichten. Trump hat faktisch einen Führungswechsel in Teheran erreicht, jedoch keine Änderung des politischen Systems. An die Stelle der abgesetzten Funktionäre sind andere getreten, die dieselben antiamerikanischen Ansichten vertreten. Trump selbst erklärte, Iran benötige mehr Zeit, damit sich die herrschende Elite auf eine gemeinsame Linie in den Verhandlungen mit den USA verständigen könne. Das wirft die Frage auf: Mit wem genau verhandelt Trump eigentlich?

Aus dem Vorstehenden ergibt sich eines klar – nichts ist klar. Die Situation kann sich jederzeit in jede Richtung drehen. Genau deshalb zögert der Devisenmarkt mit Entscheidungen, und deshalb steigen die Ölpreise wieder: Das Ausbleiben von Verhandlungen ist in Wahrheit ein Weg zur Eskalation, nicht zum Frieden. Je länger die Straße von Hormus blockiert bleibt, desto stärker werden sich die strategischen Ölreserven der Welt verringern. Folglich könnte sich der Mangel an „schwarzem Gold“ in naher Zukunft noch weiter verschärfen.

Wellenstruktur für EUR/USD:

Auf Grundlage meiner Analyse von EUR/USD komme ich zu dem Schluss, dass sich das Instrument weiterhin in einem aufwärtsgerichteten Abschnitt des Trends befindet (untere Abbildung), sich jedoch kurzfristig innerhalb einer korrektiven Struktur bewegt. Das Korrekturwellenset wirkt weitgehend abgeschlossen und könnte nur dann eine komplexere, ausgedehntere Form annehmen, wenn ein stabiler, langfristiger Waffenstillstand zwischen Iran, den USA, Israel und ALLEN anderen Ländern im Nahen Osten erreicht wird. Andernfalls gehe ich davon aus, dass sich von den aktuellen Niveaus aus ein neues abwärtsgerichtetes Wellenset entwickeln kann – oder dass sich die Korrekturwelle fortsetzt.

Wellenstruktur für GBP/USD:

Die Wellenstruktur des Instruments GBP/USD ist im Laufe der Zeit – wie von mir erwartet – klarer geworden. In den Charts ist nun eine deutliche dreiwellige Aufwärtsstruktur zu erkennen, die bereits abgeschlossen sein könnte. Trifft dies zu, ist zumindest mit der Bildung einer abwärtsgerichteten Welle (mutmaßlich d) zu rechnen. Der aufwärtsgerichtete Abschnitt des Trends könnte eine fünfwellige Form annehmen, doch dafür müsste sich der Konflikt im Nahen Osten beruhigen und nicht erneut aufflammen. Das Basisszenario für die kommenden Tage ist daher ein Rückgang in den Bereich der 34er-Marke oder leicht darunter. Danach wird erneut alles von den geopolitischen Faktoren abhängen.

Grundprinzipien meiner Analyse:Wellenstrukturen sollten einfach und nachvollziehbar sein. Komplexe Strukturen sind schwer zu handeln und führen häufig zu Anpassungen.Wenn keine Klarheit darüber besteht, was am Markt geschieht, ist es besser, nicht einzusteigen.Es kann niemals 100%ige Gewissheit über die Bewegungsrichtung geben. Vergessen Sie daher nicht den Einsatz von schützenden Stop-Loss-Orders.Die Wellenanalyse lässt sich mit anderen Analysearten und Handelsstrategien kombinieren.