Trade-Überblick und Empfehlungen für den Handel mit dem Euro
Der Test des Preisniveaus von 1,1730 erfolgte zu einem Zeitpunkt, als der MACD-Indikator gerade begonnen hatte, sich von der Nulllinie nach oben zu bewegen, was einen gültigen Einstiegspunkt für Käufe des Euro bestätigte. In der Folge näherte sich das Währungspaar bis auf einen Schritt dem Zielniveau bei 1,1752.
Die Daten des GfK, die einen starken Rückgang des Konsumklimaindex in Deutschland zeigten, setzten den Euro nur geringfügig unter Druck. Dennoch darf nicht übersehen werden, dass das anhaltende Wachstum des Euro fundamentale, wirtschaftliche und geopolitische Probleme weitgehend ausblendet. Das bedeutet, dass der aktuelle Bullenmarkt genauso schnell enden kann, wie er begonnen hat.
Da für die zweite Tageshälfte keine US-Konjunkturdaten auf dem Kalender stehen, ist in einem derart fragilen Markt äußerste Vorsicht geboten. Das Fehlen bedeutender makroökonomischer Veröffentlichungen aus den Vereinigten Staaten führt typischerweise zu erhöhter Marktvolatilität, was jederzeit zu plötzlichen Trendwenden führen kann. Tradern wird dringend geraten, besonnen zu bleiben und FOMO zu vermeiden. Anstelle aggressiver Positionierungen könnte es sinnvoller sein, den Fokus auf Absicherungsstrategien oder kurzfristigere Trades zu legen.
Für die Intraday-Strategie werde ich mich vorrangig auf die Umsetzung von Szenario Nr. 1 und Szenario Nr. 2 stützen.
Kaufsignal
Szenario Nr. 1: Heute sind Euro-Käufe möglich, wenn der Kurs das Niveau von 1,1754 erreicht (grüne Linie im Chart), mit einem Ziel bei 1,1790. Bei 1,1790 plane ich, den Markt zu verlassen und zudem Short-Positionen in Gegenrichtung zu eröffnen, in Erwartung einer Bewegung von 30–35 Punkten vom Einstiegspunkt. Mit einem Anstieg des Euro ist heute nur zu rechnen, wenn es positive Nachrichten aus dem Nahen Osten gibt.
Wichtig: Vor einem Kauf stellen Sie sicher, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und gerade beginnt, von dort aus anzusteigen.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, den Euro zu kaufen, falls es zwei aufeinanderfolgende Tests des Niveaus von 1,1739 gibt, während sich der MACD-Indikator in der überverkauften Zone befindet. Das wird das Abwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und eine Aufwärtsumkehr auslösen. Ein Anstieg in Richtung 1,1754 und 1,1790 ist dann zu erwarten.
Verkaufssignal
Szenario Nr. 1: Ich plane, den Euro zu verkaufen, nachdem er das Niveau von 1,1739 erreicht hat (rote Linie im Chart). Das Ziel liegt bei 1,1707, wo ich den Markt verlassen und unmittelbar Long-Positionen in Gegenrichtung eröffnen möchte (in Erwartung einer Bewegung von 20–25 Punkten). Der Druck auf das Währungspaar wird heute zurückkehren, falls die USA und Iran eine harte Linie einschlagen.
Wichtig: Vor einem Verkauf stellen Sie sicher, dass der MACD-Indikator unter der Nulllinie liegt und gerade beginnt, von dort aus zu fallen.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, den Euro zu verkaufen, falls es zwei aufeinanderfolgende Tests des Niveaus von 1,1754 gibt, während sich der MACD-Indikator in der überkauften Zone befindet. Das wird das Aufwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Abwärtsumkehr führen. Ein Rückgang in Richtung 1,1739 und 1,1707 ist dann zu erwarten.
Erklärung der Chartmarkierungen
Dünne grüne Linie – Einstiegspreis für den Kauf des InstrumentsDicke grüne Linie – geschätztes Niveau für das Platzieren des Take-Profit oder zum manuellen Sichern von Gewinnen, da ein weiterer Anstieg über dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich istDünne rote Linie – Einstiegspreis für den Verkauf des InstrumentsDicke rote Linie – geschätztes Niveau für das Platzieren des Take-Profit oder zum Sichern von Gewinnen, da ein weiterer Kursrückgang unter dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich istMACD-Indikator – beim Markteintritt auf überkaufte und überverkaufte Zonen achtenWichtig: Unerfahrene Forex-Händler müssen bei Entscheidungen zum Markteintritt äußerst vorsichtig sein. Es ist am besten, vor der Veröffentlichung wichtiger fundamentaler Daten aus dem Markt zu bleiben, um starke Kursschwankungen zu vermeiden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, platzieren Sie immer Stop-Loss-Orders, um potenzielle Verluste zu begrenzen.
Ohne Stop-Losses können Sie Ihr gesamtes Guthaben sehr schnell verlieren, insbesondere wenn Sie hohe Volumina ohne angemessenes Money-Management handeln.
Denken Sie daran: Erfolgreiches Trading erfordert einen klaren Handelsplan, wie den oben beschriebenen. Spontane Entscheidungen, die nur auf der aktuellen Marktsituation basieren, sind für einen Daytrader eine grundsätzlich verlustreiche Strategie.