Intraday-Strategien für Anfänger im Handel am 29. April

Der Euro, das Pfund und andere Risikoanlagen konnten nach einem ausgeprägten Ausverkauf einen Teil ihrer Verluste wieder wettmachen, vermutlich im Zuge von Positionsanpassungen vor der bevorstehenden FOMC-Sitzung in den Vereinigten Staaten.

Zu Beginn der US-Handelssitzung stieg der Index des US-Verbrauchervertrauens auf 92,8 Punkte und verlieh dem Dollar deutlichen Auftrieb. Diese optimistische Kennzahl, die die Stimmung der Verbraucher in Bezug auf die aktuelle wirtschaftliche Lage und die Aussichten widerspiegelt, übertraf die Erwartungen der Analysten und wurde zu einem der Schlüsselfaktoren für die Dynamik am Devisenmarkt. Die Aufwertung des Dollars wirkte sich wiederum auf den Wert anderer Reservewährungen aus und sorgte für eine gewisse Anspannung an den Finanzmärkten.

Die Daten zum Verbrauchervertrauen gelten als einer der führenden Indikatoren für die künftigen Konsumausgaben, die einen erheblichen Anteil am US-BIP ausmachen. Der Anstieg dieses Indikators auf 92,8 Punkte zeigt, dass sich die Amerikaner trotz der anhaltenden Lage im Nahen Osten, die zu einem starken Anstieg der US-Energiepreise geführt hat, zuversichtlich fühlen.

Heute dürfte die erste Tageshälfte an den europäischen Finanzmärkten ereignisreich verlaufen, da mehrere wichtige makroökonomische Kennzahlen veröffentlicht werden, die die Dynamik des Euro und die allgemeine Marktstimmung spürbar beeinflussen können. Analysten und Händler richten ihr Augenmerk auf die Zahlen zur Kreditvergabe an den Privatsektor im Euroraum, die Veränderungen der Geldmenge M3 sowie den Verbraucherpreisindex in Deutschland.

Die Veröffentlichung der Daten zur Kreditvergabe an den Privatsektor im Euroraum ist ein zentraler Indikator für den Zustand des Bankensystems und die wirtschaftliche Aktivität. Ein stetiges Wachstum bei den Krediten deutet darauf hin, dass die Banken bereit sind, Darlehen zu vergeben und die Nachfrage von Unternehmen und privaten Haushalten zunimmt. Parallel dazu liefern die Veränderungen der Geldmenge M3 im Euroraum zusätzliche Informationen über die Liquidität in der Wirtschaft. Ein Anstieg von M3 könnte auf künftigen Inflationsdruck hindeuten, was für die Europäische Zentralbank Anlass zur Sorge wäre.

Der Verbraucherpreisindex in Deutschland spielt als größter Volkswirtschaft des Euroraums eine besondere Rolle bei der Einschätzung des gesamten Inflationsbildes der Region. Ein moderater Anstieg der Inflation nach dem deutlichen Sprung im März wird als Zeichen einer gesunden Wirtschaft gewertet; eine Beschleunigung könnte jedoch bei der EZB Besorgnis auslösen und sie zu einer strafferen Geldpolitik veranlassen.

Was das britische Pfund betrifft, so dürfte es heute an den Märkten im Vereinigten Königreich ruhig bleiben, da keine relevanten Daten anstehen. Dies könnte den Boden für erneuten Druck auf das Währungspaar GBP/USD bereiten. Nach der deutlichen Korrektur in der zweiten Hälfte der vorherigen US-Handelssitzung geriet das britische Pfund erneut unter Druck. Das Ausbleiben neuer positiver oder negativer Nachrichten aus dem Vereinigten Königreich schafft heute jedoch ein Vakuum, in dem sich frühere Trends wieder durchsetzen könnten.

Entsprechen die Daten den Erwartungen der Ökonomen, bietet es sich an, nach der Mean-Reversion-Strategie zu agieren. Weichen die Daten hingegen deutlich nach oben oder unten von den Prognosen ab, ist die Momentum-Strategie der sinnvollere Ansatz.

Momentum-Strategie (Breakout):Für das Währungspaar EUR/USDKauf bei einem Ausbruch über das Niveau von 1,1710, was zu einem Anstieg des Euro in Richtung 1,1745 und 1,1775 führen kann.Verkauf bei einem Ausbruch unter das Niveau von 1,1695, was zu einem Rückgang des Euro in Richtung 1,1670 und 1,1645 führen kann.Für das Währungspaar GBP/USDKauf bei einem Ausbruch über das Niveau von 1,3515, was zu einem Anstieg des Pfunds in Richtung 1,3553 und 1,3575 führen kann.Verkauf bei einem Ausbruch unter das Niveau von 1,3500, was zu einem Rückgang des Pfunds in Richtung 1,3480 und 1,3445 führen kann.Für das Währungspaar USD/JPYKauf bei einem Ausbruch über das Niveau von 159,85, was zu einem Anstieg des Dollars in Richtung 160,05 und 160,35 führen kann.Verkauf bei einem Ausbruch unter das Niveau von 159,60, was zu einem Abverkauf des Dollars in Richtung 159,39 und 159,00 führen kann.Mean-Reversion-Strategie (Retracement):Für das Währungspaar EUR/USDVerkauf in Betracht ziehen, nachdem ein erfolgloser Ausbruch über 1,1722 scheitert und der Kurs wieder unter dieses Niveau fällt.Kauf in Betracht ziehen, nachdem ein erfolgloser Ausbruch unter 1,1695 scheitert und der Kurs zu diesem Niveau zurückkehrt.Für das Währungspaar GBP/USDVerkauf erwägen nach einem fehlgeschlagenen Ausbruch über 1,3525, falls der Kurs wieder unter dieses Niveau fällt.Kauf erwägen nach einem fehlgeschlagenen Ausbruch unter 1,3495, falls der Kurs zu diesem Niveau zurückkehrt.Für das Währungspaar AUD/USDNach einem gescheiterten Ausbruch über 0,7177 auf Verkaufsmöglichkeiten achten, falls der Kurs wieder unter dieses Niveau fällt.Nach einem gescheiterten Ausbruch unter 0,7150 auf Kaufmöglichkeiten achten, falls der Kurs zu diesem Niveau zurückkehrt.

Für das Währungspaar USD/CADErwägen Sie einen Verkauf nach einem gescheiterten Ausbruch über 1,3694, sofern der Kurs unter dieses Niveau zurückfällt.Erwägen Sie einen Kauf nach einem gescheiterten Ausbruch unter 1,3674, sofern der Kurs zu diesem Niveau zurückkehrt.