Handelsrückblick und Trading-Empfehlungen für den Euro
Der Test der Marke von 1,1676 erfolgte in einem Moment, als der MACD-Indikator gerade begonnen hatte, sich von der Nulllinie nach oben zu bewegen. Das bestätigte einen korrekten Einstiegspunkt für Käufe im Euro. In der Folge stieg das Paar um 20 Punkte.
Trotz schwacher BIP-Wachstumsdaten der Eurozone für das erste Quartal dieses Jahres kehrte der Druck auf den Euro nicht zurück. Die Zahlen blieben hinter den Erwartungen der Ökonomen zurück, das Wachstum der Wirtschaft betrug lediglich 0,1 %. Diese Abschwächung wirft Zweifel an der Nachhaltigkeit der Erholung am Ende des vergangenen Jahres auf und stellt die künftigen Perspektiven infrage. Die Hauptfaktoren für dieses bescheidene Ergebnis waren eine nachlassende Industrieproduktion und rückläufige Konsumausgaben. Ein Energiemangel, der sich durch geopolitische Risiken noch verschärft, wirkt sich weiterhin negativ auf die Produktionsketten aus, während der Inflationsdruck die Kaufkraft der privaten Haushalte aushöhlt. Unter diesen Bedingungen erscheinen die Erwartungen an ein weiteres Wirtschaftswachstum eher pessimistisch.
Als Nächstes werden sich die Marktteilnehmer auf das BIP-Wachstum der USA im ersten Quartal konzentrieren. Es wird mit einem relativ starken Anstieg gerechnet, der eine Umkehr am Markt auslösen und zu einem Rückgang von EUR/USD führen könnte. Ebenfalls von großer Bedeutung sind die Daten zum Personal Consumption Expenditures (PCE)-Index, einem wichtigen Inflationsindikator für die Federal Reserve.
Für die Intraday-Strategie werde ich mich hauptsächlich auf Szenario Nr. 1 und Nr. 2 stützen.
Kaufsignal
Szenario Nr. 1: Heute können Euro-Käufe in Betracht gezogen werden, wenn der Kurs den Bereich um 1,1699 erreicht (grüne Linie im Chart), mit einem Kursziel bei 1,1746. Bei 1,1746 plane ich, den Markt zu verlassen und gleichzeitig Verkäufe in die Gegenrichtung zu prüfen, mit einem Ziel von 30–35 Punkten Bewegung vom Einstiegspunkt. Ein Anstieg des Euro ist heute nur nach schwachen US-Konjunkturdaten möglich. Wichtig! Vor dem Kauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und gerade beginnt, von dort aus zu steigen.
Szenario Nr. 2: Ich werde den Euro außerdem zum Kauf in Betracht ziehen, wenn es zwei aufeinanderfolgende Tests der Marke von 1,1681 gibt, während sich der MACD im überverkauften Bereich befindet. Dies würde das Abwärtspotenzial begrenzen und eine Aufwärtskorrektur auslösen. Im Anschluss kann ein Anstieg in Richtung 1,1699 und 1,1746 erwartet werden.
Verkaufssignal
Szenario Nr. 1: Ich plane, den Euro zu verkaufen, nachdem er 1,1681 erreicht hat (rote Linie im Chart). Das Kursziel liegt bei 1,1637, wo ich plane, den Markt zu verlassen und unmittelbar Käufe in die Gegenrichtung zu prüfen (mit der Erwartung einer Erholung um 20–25 Punkte). Der Verkaufsdruck wird heute zurückkehren, wenn starke US-BIP-Daten veröffentlicht werden. Wichtig! Vor dem Verkauf sicherstellen, dass der MACD unter der Nulllinie liegt und gerade beginnt, von dort aus zu fallen.
Szenario Nr. 2: Ich werde Verkäufe außerdem in Betracht ziehen, wenn es zwei aufeinanderfolgende Tests der Marke von 1,1699 gibt, während sich der MACD im überkauften Bereich befindet. Dies würde das Aufwärtspotenzial begrenzen und eine Abwärtskorrektur auslösen. Im Anschluss kann ein Rückgang in Richtung 1,1681 und 1,1637 erwartet werden.
Was im Chart zu sehen ist:
Dünne grüne Linie – Einstiegskurs für den Kauf des InstrumentsDicke grüne Linie – Kursziel für die Gewinnmitnahme oder manuellen Ausstieg (oberhalb dieses Niveaus ist ein weiteres Wachstum unwahrscheinlich)Dünne rote Linie – Einstiegskurs für den Verkauf des InstrumentsDicke red line – Kursziel für die Gewinnmitnahme oder manuellen Ausstieg (unterhalb dieses Niveaus ist ein weiterer Rückgang unwahrscheinlich)MACD-Indikator – Einstiegsentscheidungen sollten sich an überkauften und überverkauften Zonen orientierenWichtiger Hinweis: Einsteiger im Forex-Handel sollten Einstiegsentscheidungen in den Markt mit großer Vorsicht treffen. Vor der Veröffentlichung wichtiger fundamentaler Daten ist es am besten, außerhalb des Marktes zu bleiben, um starke Volatilität zu vermeiden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, verwenden Sie immer Stop-Loss-Orders, um Verluste zu begrenzen. Ohne Stop-Losses können Sie Ihr gesamtes Guthaben sehr schnell verlieren, insbesondere wenn Sie kein angemessenes Money Management betreiben und mit großen Volumina handeln.
Und denken Sie daran: Erfolgreiches Trading erfordert einen klaren Trading-Plan wie den oben skizzierten. Spontane Handelsentscheidungen, die nur auf der aktuellen Marktsituation beruhen, sind für Intraday-Trader von vornherein eine Verluststrategie.