Handelsanalyse und Trading-Empfehlungen für das Britische Pfund
Der Preis-Test bei 1,3471 erfolgte zu einem Zeitpunkt, als sich der MACD-Indikator gerade erst von der Nulllinie nach oben zu bewegen begann, was einen korrekten Einstiegspunkt für Käufe des Pfunds bestätigte. In der Folge stieg das Währungspaar in Richtung des Zielniveaus von 1,3498.
Das Britische Pfund zeigte bereits vor der Zinsentscheidung der Bank of England ein beeindruckendes Wachstum. Dieser Anstieg wurde durch die Erwartung einiger Marktteilnehmer ausgelöst, dass sich die Notenbank möglicherweise restriktiver äußern könnte. Diese Einschätzung wurde zusätzlich durch die jüngsten Maßnahmen der U.S. Federal Reserve gestützt, die am Vortag Schritte unternommen hatte, die auf eine Verschärfung der Geldpolitik hindeuten.
Bekanntlich lebt der Markt von Erwartungen. In diesem Fall wurde die Analogie zu den Maßnahmen der Fed zu einem starken Impuls für das Pfund. Die Erwartung eines ähnlichen Kurses der Bank of England veranlasst Trader dazu, ihre Portfolios so zu positionieren, dass sie möglichst stark von einer strafferen Geldpolitik profitieren können. Allerdings ist jede Wette auf die Zukunft mit Risiken behaftet. Je stärker die Überzeugung von einem „hawkishen“ Kurs der BoE ist, desto größer das potenzielle Enttäuschungsrisiko, falls sich die Realität anders darstellt.
Neben der Sitzung der Bank of England wird die zweite Tageshälfte von den US-BIP-Daten für das 1. Quartal abhängen, ebenso von den Zahlen für den Kernindex der Personal Consumption Expenditures (PCE), den Veränderungen der Konsumausgaben und der persönlichen Einkommen. Diese makroökonomischen Kennzahlen haben traditionell einen erheblichen Einfluss auf die Stimmung der Anleger und damit auf die Dynamik der Finanzmärkte. Besonderes Augenmerk gilt den BIP-Komponenten, aus denen hervorgeht, welche Sektoren der Wirtschaft zum Wachstum oder zum Rückgang beigetragen haben. Der Kern-PCE-Index ist ebenfalls von zentraler Bedeutung, da er der bevorzugte Inflationsindikator der Federal Reserve ist. Ein Aufwärtstrend bei diesem Wert kann die Erwartungen weiterer Zinserhöhungen verstärken, während eine Verlangsamung oder ein Rückgang auf eine vorsichtigere Haltung der Fed hindeuten könnte.
Was die Intraday-Strategie betrifft, werde ich mich hauptsächlich auf Szenario Nr. 1 und Nr. 2 konzentrieren.
Kaufsignal
Szenario Nr. 1: Ich plane, das Pfund heute im Bereich von 1,3504 zu kaufen (grüne Linie im Chart) mit dem Ziel eines Anstiegs in Richtung 1,3550 (dickere grüne Linie). Bei 1,3550 werde ich Kaufpositionen schließen und in die Gegenrichtung Short-Positionen eröffnen (ich rechne mit einer Korrektur von 30–35 Punkten). Ein weiteres Wachstum des Pfunds ist heute nur bei schwachen US-Daten möglich. Wichtig! Vor dem Kauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und gerade beginnt, von dort aus zu steigen.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, das Pfund zu kaufen, falls es zwei aufeinanderfolgende Tests der Marke 1,3482 gibt, während sich der MACD im überverkauften Bereich befindet. Dies würde das Abwärtspotenzial begrenzen und eine Umkehr nach oben auslösen. Anschließend kann ein Anstieg in Richtung 1,3504 und 1,3550 erwartet werden.
Verkaufssignal
Szenario Nr. 1: Ich plane, das Pfund nach einem Bruch unter 1,3482 (rote Linie im Chart) zu verkaufen, was zu einem schnellen Rückgang führen dürfte. Das Hauptziel liegt bei 1,3419, wo ich Short-Positionen schließen und in die Gegenrichtung Long-Positionen eröffnen werde (ich rechne mit einer Erholung von 20–25 Punkten). Der Verkaufsdruck dürfte heute zurückkehren, falls starke US-Daten veröffentlicht werden. Wichtig! Vor dem Verkauf sicherstellen, dass der MACD unter der Nulllinie liegt und gerade beginnt, von dort aus zu fallen.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, das Pfund zu verkaufen, falls es zwei aufeinanderfolgende Tests der Marke 1,3504 gibt, während sich der MACD im überkauften Bereich befindet. Dies würde das Aufwärtspotenzial begrenzen und eine Abwärtsumkehr auslösen. Ein Rückgang in Richtung 1,3482 und 1,3419 ist dann zu erwarten.
Auf dem Chart ist Folgendes dargestellt:
Dünne grüne Linie – Einstiegskurs für den Kauf des InstrumentsDicke grüne Linie – Kursziel für Take-Profit oder manuellen Ausstieg (oberhalb dieses Niveaus ist ein weiteres Wachstum unwahrscheinlich)Dünne rote Linie – Einstiegskurs für den Verkauf des InstrumentsDicke rote Linie – Kursziel für Take-Profit oder manuellen Ausstieg (unterhalb dieses Niveaus ist ein weiterer Rückgang unwahrscheinlich)MACD-Indikator – Markteinstiege sollten sich an überkauften und überverkauften Zonen orientierenWichtiger Hinweis: Unerfahrene Forex-Trader sollten Entscheidungen zum Markteintritt sehr sorgfältig treffen. Vor der Veröffentlichung wichtiger Fundamentaldaten bleibt man am besten außerhalb des Marktes, um starke Volatilität zu vermeiden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, setzen Sie unbedingt Stop-Loss-Orders, um Verluste zu begrenzen. Ohne Stop-Losses können Sie Ihre gesamte Einlage sehr schnell verlieren, insbesondere wenn Sie kein angemessenes Money Management anwenden und mit großen Volumina handeln.
Und denken Sie daran: Erfolgreiches Trading erfordert einen klaren Trading-Plan wie den oben skizzierten. Spontane Handelsentscheidungen, die allein auf der aktuellen Marktsituation beruhen, sind von vornherein eine verlustträchtige Intraday-Strategie.