Das Währungspaar EUR/USD zeigte am gesamten Donnerstag eine Aufwärtsbewegung, die jedoch im Stundenchart erkennbar nicht als stark einzustufen ist. Das Paar konnte den Bereich um 1,1666 nicht durchbrechen, prallte davon ab und verbrachte nahezu den gesamten Tag in einem eher verhaltenen Aufwärtstrend – und das trotz zweier Notenbanksitzungen und einer Fülle wichtiger makroökonomischer Daten. Auffällig ist, dass die wichtigsten Veröffentlichungen zum BIP aus den USA und der Europäischen Union sowie zur Inflation in Europa widersprüchlich ausfielen und nicht auf eine Stärkung des Euro hindeuteten. So wuchs das US-BIP im ersten Quartal um 2 % und lag damit unter den Prognosen, während das europäische BIP nur um 0,1 % zunahm und damit ebenfalls hinter den Erwartungen zurückblieb. Die Inflation im Euroraum stieg auf 3 %, doch die Europäische Zentralbank entschied sich gegen eine Änderung der Leitzinsen und signalisierte, dass der langfristige Inflationspfad weiterhin bei 2 % gesehen wird. Mit anderen Worten: Die Inflation in Europa ist stärker gestiegen als erwartet, doch die EZB sieht derzeit noch keinen Anlass für eine Straffung der Geldpolitik. Eindeutige Faktoren, die die Aufwärtsbewegung gestern untermauert hätten, gab es somit nicht. Dennoch bleibt der Aufwärtstrend intakt, und auch der längerfristige Trend zeigt nach oben. Vor diesem Hintergrund erscheint der Anstieg des Euro am plausibelsten.
5M-Chart des EUR/USD-PaaresAuf dem 5-Minuten-Chart bildete sich am Donnerstag nur ein einziges Handelssignal. Während der europäischen Handelssitzung prallte der Kurs von der Zone 1,1655–1,1666 nach oben ab, wodurch Anfänger-Trader Long-Positionen eröffnen konnten. Bis zum Tagesende stieg das Paar um 50 Pips und erreichte nahezu das nächstgelegene Ziel. Daher konnten die Trades am Abend mit einem ordentlichen Gewinn geschlossen werden.
Wie man am Freitag handelt:Auf dem Stunden-Chart bleibt der Aufwärtstrend intakt. Die geopolitische Lage verbessert sich nicht, und der US‑Dollar könnte schon bald als sicherer Hafen gefragt sein. Allerdings ist es derzeit wahrscheinlich nicht sinnvoll, mit einer deutlichen Dollar-Stärkung zu rechnen. Maximal ist mit einer Korrektur zu rechnen, die wir bereits seit zwei Wochen beobachten.
Am Freitag können Anfänger-Trader Short-Positionen mit Ziel 1,1655–1,1666 eröffnen, falls der Kurs von der Zone 1,1745–1,1754 nach unten abprallt. Neue Kaufpositionen kommen in Betracht, wenn sich der Kurs oberhalb der Zone 1,1745–1,1754 etabliert, mit einem Ziel bei 1,1830–1,1837.
Auf dem 5-Minuten-Chart sind die folgenden Marken interessant: 1,1354–1,1363, 1,1413, 1,1455–1,1474, 1,1527–1,1531, 1,1584–1,1591, 1,1655–1,1666, 1,1745–1,1754, 1,1830–1,1837, 1,1899–1,1908. Am Freitag wird in den USA der ISM Manufacturing Index veröffentlicht. Dies ist ein recht wichtiger Bericht, kann aber – wie viele andere – vom Markt ignoriert werden. Selbst gestern, als es eine große Anzahl bedeutender Ereignisse gab, zeigte das Paar keine besonders hohe Volatilität.
Hauptrichtlinien des Handelssystems:Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Bildung (Abprall oder Durchbruch eines Levels) benötigt wurde. Je weniger Zeit dafür erforderlich war, desto stärker ist das Signal.Wenn in der Nähe eines Levels zwei oder mehr Trades aufgrund von Fehlsignalen eröffnet wurden, sollten alle weiteren Signale von diesem Level ignoriert werden.In einem Seitwärtsmarkt kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale generieren oder auch gar keine. Technische Levels können in solchen Phasen ignoriert werden.Auf dem Stunden-Chart ist es vorzuziehen, Signale des MACD-Indikators nur bei guter Volatilität und einem Trend zu handeln, der durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt ist.Wenn zwei Levels zu dicht beieinander liegen (5–20 Pips Abstand), sollten sie als Unterstützungs- oder Widerstandszone betrachtet werden.Nach einer Bewegung von 15 Pips in die richtige Richtung sollte der Stop-Loss auf Break-even nachgezogen werden.Was auf den Charts zu sehen ist:Kurslevels (Zonen) von Unterstützung und Widerstand – Levels, die als Ziele bei der Eröffnung von Käufen oder Verkäufen dienen oder von denen Signale ausgehen.
Rote Linien – Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend anzeigen und verdeutlichen, in welche Richtung das Trading derzeit bevorzugt werden sollte.
MACD-Indikator (14, 22, 3) – Histogramm und Signallinie – ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Berichte (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung so vorsichtig wie möglich gehandelt werden, oder man verlässt den Markt, um eine abrupte Umkehr der Kursbewegung gegen die vorherige Richtung zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Handel sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines effektiven Money-Managements sind entscheidend für langfristigen Erfolg im Trading.