Der Test des Kursniveaus von 1,1750 erfolgte, als der MACD-Indikator gerade begann, sich von der Nulllinie nach oben zu bewegen, was einen guten Einstiegspunkt für Käufe des Euro bestätigte. In der Folge stieg das Währungspaar um mehr als 30 Pips.
Heute richten Händler ihr Augenmerk in der ersten Tageshälfte auf die Daten zum Eurozone Manufacturing PMI sowie auf den Sentix Investor Confidence Index. Es wird erwartet, dass die am Morgen veröffentlichten PMI-Indizes für das verarbeitende Gewerbe in der Eurozone eine Stabilisierung oder sogar eine leichte Verbesserung anzeigen. Trotz anhaltender Belastungsfaktoren wie hoher Energiepreise und geopolitischer Unsicherheiten könnten neue Aufträge und Produktionsvolumina eine robustere Entwicklung zeigen als bislang prognostiziert. Eine positive Dividendenentwicklung im verarbeitenden Gewerbe, das traditionell ein starker Wachstumstreiber der europäischen Wirtschaft ist, könnte dem Euro zusätzlichen Auftrieb verleihen.
Das Anlegervertrauen, das im Sentix-Index zum Ausdruck kommt, könnte ebenfalls eine zentrale Rolle spielen. Steigt dieser Vertrauensindikator, wäre dies ein Signal für eine zunehmende Risikobereitschaft der Marktteilnehmer, was sich wiederum positiv auf den Euro auswirken dürfte.
Besondere Aufmerksamkeit gilt der Rede des Bundesbank-Präsidenten Joachim Nagel im Rahmen der Eurogruppen-Sitzung. Seine Äußerungen zu Inflationstrends, zur Geldpolitik der Europäischen Zentralbank und zu den Wachstumsaussichten in der Eurozone könnten den Wechselkurs des Euro spürbar beeinflussen. Mögliche Hinweise auf eine restriktivere Haltung in der Inflationsbekämpfung werden vom Markt sehr genau analysiert werden.
Bezüglich der Intraday-Strategie werde ich mich stärker auf die Umsetzung der Szenarien Nr. 1 und Nr. 2 konzentrieren.
Szenario Nr. 1: Heute kann der Euro bei etwa 1,1745 gekauft werden (grüne Linie im Chart), mit einem Kursziel bei 1,1779. An der Marke von 1,1779 plane ich, den Markt zu verlassen und gleichzeitig Euro in die Gegenrichtung zu verkaufen, in Erwartung einer Bewegung von 30–35 Pips vom Einstiegspunkt aus. Ein Anstieg des Euro ist nur nach guten Konjunkturdaten zu erwarten. Wichtig! Vor einem Kauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und gerade beginnt, von dort aus zu steigen.
Szenario Nr. 2: Ich beabsichtige außerdem, heute Euro zu kaufen, falls der Kurs zweimal hintereinander das Niveau von 1,1723 testet, während sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Dies wird das Abwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Aufwärtskorrektur am Markt führen. Es kann dann mit einem Anstieg zu den gegenüberliegenden Niveaus von 1,1745 und 1,1779 gerechnet werden.
VerkaufsszenarienSzenario Nr. 1: Ich plane, Euro zu verkaufen, sobald das Niveau von 1,1723 (rote Linie im Chart) erreicht wird. Das Kursziel liegt bei 1,1689, wo ich den Markt verlassen und unmittelbar in die Gegenrichtung wieder einkaufen möchte (in Erwartung einer Bewegung von 20–25 Pips in die Gegenrichtung vom genannten Niveau aus). Der Verkaufsdruck auf das Währungspaar könnte heute nur im Rahmen einer kleineren Korrektur zurückkehren. Wichtig! Vor einem Verkauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator unter der Nulllinie liegt und gerade beginnt, von dort aus zu fallen.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, heute Euro zu verkaufen, falls es zu zwei aufeinanderfolgenden Tests des Niveaus von 1,1745 kommt, während sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Dies wird das Aufwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Abwärtskorrektur am Markt führen. Es kann dann mit einem Rückgang zu den gegenüberliegenden Niveaus von 1,1723 und 1,1689 gerechnet werden.
Wichtig: Anfänger im Forex-Markt sollten Einstiegsentscheidungen sehr vorsichtig treffen. Vor wichtigen fundamentalen Veröffentlichungen bleibt man besser außerhalb des Marktes, um starke Kursschwankungen zu vermeiden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, setzen Sie immer Stop-Orders, um Verluste zu begrenzen. Ohne Stop-Orders können Sie Ihr gesamtes Guthaben sehr schnell verlieren, insbesondere wenn Sie kein Money Management anwenden und mit großen Volumina handeln.
Und denken Sie daran: Für erfolgreiches Trading ist es entscheidend, einen klaren Handelsplan zu haben, wie oben beschrieben. Spontane Handelsentscheidungen, die nur auf der aktuellen Marktsituation basieren, sind für einen Intraday-Trader grundsätzlich eine Verluststrategie.