Das Währungspaar GBP/USD setzte seinen Rückgang am Montag vor dem Hintergrund zunehmender Spannungen im Nahen Osten fort. Nach aktuellem Stand könnte heute ein umfassender Krieg erneut ausbrechen, doch wir gehen nicht davon aus, dass dieser Faktor – wie bereits im Februar und März – zu einem neuen, lang anhaltenden Aufwärtstrend des US-Dollars führen wird. Dennoch muss eingeräumt werden, dass eine weitere Aufwärtsbewegung des Währungspaars EUR/USD nun erschwert sein dürfte. Der Aufwärtstrend im Stundenchart besteht zwar weiterhin, da das Paar in der vergangenen Woche den Seitwärtskanal von 1,3476–1,3587 nach oben verlassen hatte, ist allerdings aufgrund geopolitischer Faktoren inzwischen wieder in diesen Bereich zurückgekehrt. Daher ist in dieser Woche mit einer erhöhten Marktaktivität zu rechnen, mit zahlreichen geopolitischen Nachrichten und wichtigen makroökonomischen Veröffentlichungen. Zur Erinnerung: In der ersten Woche jedes Monats veröffentlicht die USA Daten zum Arbeitsmarkt und zur Arbeitslosigkeit. Am 15. Mai wird Kevin Warsh neuer Vorsitzender der Federal Reserve, und es wird erwartet, dass er einen „dovishen“ Kurs einschlagen wird. Sollte die US-Inflation jedoch weiter steigen, wird es für Warsh und Miran äußerst schwierig werden, die Agenda von Trump umzusetzen.
5M-Chart des GBP/USD-PaaresIm 5-Minuten-Chart wurde am Montag nur ein einziges Verkaufssignal generiert. Während der europäischen Handelssitzung prallte der Kurs von der Spanne 1,3587–1,3598 ab, wodurch Einsteiger eine unkomplizierte Short-Position eröffnen konnten. Diese Position konnte bis zum Abend manuell mit einem Gewinn von mindestens 40 Pips geschlossen werden.
So handeln Sie am Dienstag:Im Stundenchart setzt das GBP/USD-Paar weiterhin einen Aufwärtstrend fort. Es gibt nach wie vor keine übergeordneten Gründe für ein mittelfristiges Wachstum des Dollars, selbst bei einer möglichen Wiederaufnahme des Konflikts im Nahen Osten. Daher erwarten wir die Wiederaufnahme des Aufwärtstrends von 2025 im Jahr 2026. Ohne eine ernsthafte Eskalation im Nahen Osten wird der Dollar nicht in der Lage sein, das Wachstum zu zeigen, das wir im Februar und März gesehen haben. Einzelne Ereignisse können seinen Kurs zwar zeitweise stützen, insgesamt ist der geopolitische Faktor jedoch in den Hintergrund gerückt.
Am Dienstag können Einsteiger Short-Positionen eröffnen, wenn sich der Kurs unterhalb des Bereichs 1,3476–1,3489 festigt, mit einem Ziel bei 1,3380–1,3386. Ein Abprall vom Bereich 1,3476–1,3489 eröffnet die Möglichkeit für neue Long-Positionen mit einem Ziel bei 1,3587–1,3598.
Im 5-Minuten-Chart können Trader derzeit auf Basis der folgenden Marken handeln: 1,3175–1,3180, 1,3259–1,3267, 1,3319–1,3331, 1,3380–1,3386, 1,3476–1,3489, 1,3587–1,3598, 1,3695, 1,3741–1,3751. Heute ist der britische Wirtschaftskalender komplett leer, während in den USA zwei vergleichsweise wichtige Berichte veröffentlicht werden: ISM und JOLTs. Auch wenn diese Indikatoren nicht außer Acht gelassen werden sollten, ist es wichtig zu verstehen, dass sich der Fokus des Marktes wieder verstärkt auf die Geopolitik verlagert hat.
Hauptregeln des Handelssystems:Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die für seine Bildung (Abprall oder Ausbruch eines Levels) benötigt wurde. Je kürzer diese Zeit, desto stärker das Signal.Wenn in der Nähe eines Levels aufgrund von Fehlsignalen zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten alle nachfolgenden Signale von diesem Level ignoriert werden.In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale oder gar keine Signale erzeugen. Technische Levels können dann ignoriert werden.Im Stundenchart ist es vorzuziehen, Signale des MACD-Indikators nur bei guter Volatilität und einem durch Trendlinie oder Trendkanal bestätigten Trend zu handeln.Wenn zwei Levels zu dicht beieinander liegen (5–20 Pips Abstand), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.Nach einer Bewegung von 15 Pips in die richtige Richtung sollte der Stop-Loss auf den Einstiegskurs (Breakeven) nachgezogen werden.Erklärungen zu den Charts:Kursniveaus (Bereiche) von Unterstützung und Widerstand – Levels, die als Ziele bei Eröffnung von Kauf- oder Verkaufspositionen dienen oder an denen Signale entstehen.
Rote Linien – Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend anzeigen und darauf hinweisen, in welche Richtung das Handeln derzeit vorzugsweise erfolgen sollte.
MACD-Indikator (14, 22, 3) – Histogramm und Signallinie – ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Konjunkturberichte (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Deshalb sollte während ihrer Veröffentlichung so vorsichtig wie möglich gehandelt werden, oder man sollte den Markt vorübergehend verlassen, um eine scharfe Gegenbewegung des Kurses zu vermeiden.
Einsteiger im Forex-Markt sollten sich bewusst sein, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines soliden Money-Managements sind der Schlüssel zu langfristigem Handelserfolg.