Für Dienstag sind einige makroökonomische Berichte terminiert. Im Wesentlichen lassen sich nur der ISM-Index für die Aktivität im Dienstleistungssektor in den USA und der JOLTs-Bericht zu offenen Stellen hervorheben. Beide Veröffentlichungen sind durchaus wichtig, aber der Markt könnte sie aus zwei Gründen leicht ignorieren. Erstens werden große Teile der makroökonomischen Daten seit rund zweieinhalb Monaten weitgehend ignoriert. Zweitens spielt der geopolitische Faktor eine Rolle. Der Krieg im Nahen Osten könnte sich in dieser Woche wieder zuspitzen, und die Aufmerksamkeit der Händler für Konjunkturdaten wäre entsprechend gering. Wir erwarten nicht, dass der Dollar aufgrund der Geopolitik einen neuen Trend bildet, aber der Aufwärtstrend dürfte sich kaum fortsetzen, wenn im Nahen Osten erneut Raketen fliegen.
Analyse der fundamentalen Ereignisse:Unter den fundamentalen Ereignissen am Dienstag sind die Reden von Christine Lagarde, Luis de Guindos und Philip Lane hervorzuheben. In der vergangenen Woche fand jedoch am Mittwoch die Sitzung der Federal Reserve statt, gefolgt von den Sitzungen der European Central Bank und der Bank of England am Donnerstag. Wir haben erfahren, dass die Fed nicht gewillt ist, die Geldpolitik im Jahr 2026 zu ändern, während die ECB und die BoE eine abwartende Haltung eingenommen haben und sich wegen der steigenden Inflation nicht allzu große Sorgen machen. Sie setzen auf eine Lösung des Konflikts im Nahen Osten und die Aufhebung der Blockade der Straße von Hormus. Die ECB und die BoE sind bereit, die Leitzinsen im Sommer anzuheben, falls es einen dringenden Bedarf gibt – die Fed hingegen nicht. Es ist unwahrscheinlich, dass sich die Positionen der Vertreter der ECB innerhalb weniger Tage grundlegend geändert haben.
Der geopolitische Hintergrund beginnt sich zu klären, allerdings leider nicht in die Richtung, die sich alle wünschen würden. Gestern wurden die Kampfhandlungen im Nahen Osten wieder aufgenommen, und wir können nur hoffen, dass die neue Eskalation schnell eingedämmt wird. Die Wahrscheinlichkeit eines solchen Verlaufs ist jedoch in etwa so groß wie die Unterzeichnung eines Waffenstillstandsabkommens zwischen Iran und den USA.
Allgemeine Schlussfolgerungen:Am zweiten Handelstag der Woche könnten beide Währungspaare mit einer Abwärtsneigung gehandelt werden, sofern aus dem Nahen Osten positivere Meldungen kommen. Der Euro kann heute in der Spanne von 1,1655–1,1666 gehandelt werden, während das Pfund Sterling in der Spanne von 1,3476–1,3489 gehandelt werden kann. Die Korrektur beim Euro hält an, während das britische Pfund durch geopolitische Faktoren unter Druck geraten könnte.
Wichtige Grundregeln des Handelssystems:Die Stärke eines Signals richtet sich nach der Zeit, die zu seiner Bildung (Abprall oder Durchbruch des Niveaus) benötigt wurde. Je weniger Zeit es in Anspruch genommen hat, desto stärker ist das Signal.Wenn in der Nähe eines Niveaus zwei oder mehr Trades aufgrund von Fehlsignalen eröffnet wurden, sollten alle weiteren Signale von diesem Niveau ignoriert werden.In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale oder gar keine Signale generieren. Technische Niveaus können in einem solchen Umfeld vernachlässigt werden.Im Stundenchart ist es vorzuziehen, Signale des MACD-Indikators nur bei guter Volatilität und einem durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigten Trend zu handeln.Wenn zwei Niveaus zu dicht beieinander liegen (5–20 Pips Abstand), sollten sie als Unterstützungs- oder Widerstandszone betrachtet werden.Nach einer Bewegung von 15 Pips in die richtige Richtung sollte der Stop Loss auf Break-even nachgezogen werden.Erklärungen zu den Charts:Kursniveaus (Zonen) der Unterstützung und des Widerstands – Niveaus, die als Kursziele beim Eröffnen von Käufen oder Verkäufen dienen oder von denen Handelssignale ausgehen.
Rote Linien – Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend darstellen und anzeigen, in welche Richtung der Handel derzeit bevorzugt werden sollte.
MACD-Indikator (14, 22, 3) – Histogramm und Signallinie – ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Veröffentlichungen (im Wirtschaftskalender enthalten) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Während ihrer Veröffentlichung sollte daher so vorsichtig wie möglich gehandelt werden, oder man verlässt den Markt, um eine scharfe Umkehr der Kurse gegen die vorangegangene Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Handel sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines durchdachten Money-Managements ist der Schlüssel zu langfristigem Erfolg im Handel.