Der US‑Dollar setzte seine Aufwertung gegenüber Risikoanlagen fort, begünstigt durch die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten.
Gestern tauchten Informationen auf, wonach Iran ein US‑Kriegsschiff angegriffen haben soll, das versuchte, die Straße von Hormus zu passieren, und verschiedene Quellen berichteten, dass Teheran die VAE aktiv mit Raketen beschießt. Es ist offensichtlich, dass sich all dies jederzeit zu einer größeren militärischen Auseinandersetzung ausweiten könnte.
Der heutige Handelstag verspricht ereignisreich zu werden, obwohl es in der ersten Tageshälfte an wichtigen makroökonomischen Daten aus der Eurozone mangelt. Alle Marktteilnehmer werden sich auf zwei Schlüsselereignisse konzentrieren: das Treffen der EU‑Finanzminister und die bevorstehende Rede der Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde.
Diese Treffen dienen in der Regel als Plattform zur Erörterung zentraler wirtschaftlicher Fragen, zur Formulierung abgestimmter politischer Entscheidungen und zur Festlegung der künftigen Ausrichtung der Geldpolitik. Der Rat der Finanzminister, das Hauptgremium für Wirtschafts- und Finanzpolitik in der Eurozone, könnte ein breites Spektrum an Themen behandeln, darunter Haushaltskoordinierung, Finanzstabilität und Fragen im Zusammenhang mit den aktuellen Herausforderungen für die europäische Wirtschaft wie hohe Energiepreise und Inflation. Jegliche Hinweise auf Änderungen der Fiskalpolitik oder neue Initiativen könnten die Anlegerstimmung und die Dynamik der Währungspaare spürbar beeinflussen.
Besondere Aufmerksamkeit werden die Marktteilnehmer den Worten von Christine Lagarde schenken. Ihre Reden enthalten häufig wertvolle Signale zu den künftigen Schritten der EZB, insbesondere in Bezug auf die Leitzinsen und andere Instrumente der Geldpolitik. In der derzeitigen wirtschaftlichen Unsicherheit kann jede Abweichung von zuvor geäußerten Positionen oder umgekehrt die Bestätigung eines restriktiven (hawkish) Kurses zu spürbarer Volatilität an den Finanzmärkten führen, insbesondere bei Euro‑Währungspaaren. Es wird erwartet, dass Lagarde auf die Inflation, das Wirtschaftswachstum und die ergriffenen Maßnahmen zur Wahrung der Preisstabilität eingehen wird.
Wenn die Daten mit den Erwartungen der Ökonomen übereinstimmen, ist es sinnvoller, auf Basis einer Mean‑Reversion‑Strategie zu agieren. Fallen die Daten hingegen deutlich höher oder niedriger aus als von Ökonomen erwartet, wäre eine Momentum‑Strategie am geeignetsten.
Momentum‑Strategie (Breakout):Für das Währungspaar EUR/USDKauf bei einem Ausbruch über 1,1700, was zu einem Anstieg des Euro auf 1,1723 und 1,1749 führen kann;Verkauf bei einem Ausbruch unter 1,1675, was zu einem Rückgang des Euro auf 1,1657 und 1,1627 führen kann;Für das Währungspaar GBP/USDKauf bei einem Ausbruch über 1,3539, was zu einem Anstieg des Pfunds auf 1,3567 und 1,3598 führen kann;Verkauf bei einem Ausbruch unter 1,3504, was zu einem Rückgang des Pfunds auf 1,3481 und 1,3455 führen kann;Für das Währungspaar USD/JPYKauf bei einem Ausbruch über 157,40, was zu einem Anstieg des Dollars auf 157,69 und 157,93 führen kann;Verkauf bei einem Ausbruch unter 157,05, was Dollaranlagen in Richtung 156,73 und 156,33 unter Druck bringen kann;Mean‑Reversion‑Strategie (Pullback):Für das Währungspaar USD/CADVerkauf in Betracht ziehen, nachdem ein Ausbruch über 1,3636 gescheitert ist und der Kurs wieder unter dieses Niveau fällt;Kauf in Betracht ziehen, nachdem ein Ausbruch unter 1,3614 gescheitert ist und der Kurs zu diesem Niveau zurückkehrt;