Das Währungspaar GBP/USD zeigte sich am Dienstag ebenfalls relativ schwach. In der ersten Tageshälfte kam es zu einem leichten Anstieg, dem in der zweiten Hälfte ein kleiner Rückgang folgte. Die Gesamtvolatilität betrug 65 Pips, doch im Gegensatz zum Euro verzeichnete die britische Währung zumindest einige Bewegung. Die makroökonomischen Daten aus den USA hatten keinen Einfluss auf das Paar GBP/USD, sodass wir im Tagesverlauf ausschließlich technische Bewegungen beobachteten. Leider verbesserte sich die Lage im Nahen Osten am Dienstag nicht, da der Iran die Vereinigten Arabischen Emirate erneut mehrfach angriff. Der Markt stufte dieses Ereignis jedoch nicht als bedeutend ein und ignorierte es daher ebenso wie die makroökonomischen Daten von der anderen Seite des Atlantiks.
Aus technischer Sicht befindet sich das Paar weiterhin in einem Aufwärtstrend, auch wenn keine klar definierte Trendlinie vorliegt. Der Kurs notiert jedoch nach wie vor über den Linien des Ichimoku-Indikators, und es gibt keine Anzeichen für eine Seitwärtsbewegung. In der zweiten Wochenhälfte sind wichtige geopolitische Nachrichten zu erwarten, ebenso wie die Veröffentlichung zentraler Daten zum Arbeitsmarkt und zur Arbeitslosigkeit in den USA. Daher ist mit einer Volatilität zu rechnen, die über dem aktuellen Niveau liegt. Insgesamt gehen wir für das Jahr 2026 von einer anhaltenden Aufwärtsbewegung der britischen Währung aus.
Im 5-Minuten-Chart wurden am Dienstag zwei Handelssignale gebildet. Zu Beginn der europäischen Handelssitzung prallte der Kurs von der Senkou-Span-B-Linie ab, und zu Beginn der amerikanischen Sitzung durchbrach er die Kijun-sen-Linie. Infolgedessen hatten Trader die Möglichkeit, eine Long-Position zu eröffnen, die erst am Abend geschlossen werden konnte, als der Kurs zur kritischen Linie zurückkehrte.
COT-BerichtDie COT-Berichte für das britische Pfund zeigen, dass sich die Stimmung der Commercial Traders in den vergangenen Jahren stetig verändert hat. Die roten und blauen Linien, welche die Netto-Positionen der Commercial und Non-Commercial Trader darstellen, kreuzen sich häufig und befinden sich überwiegend in der Nähe der Nulllinie. Derzeit driften die Linien auseinander, wobei die Non-Commercial Trader nach wie vor mit Short-Positionen dominieren. Angesichts der Ereignisse im Nahen Osten ist es wenig überraschend, dass die Nachfrage nach risikoreicheren Währungen sinkt, während die Nachfrage nach dem Dollar steigt.
Langfristig befindet sich der Dollar aufgrund der Politik von Donald Trump weiter auf dem Rückzug, was im Wochen-Chart deutlich zu erkennen ist. Der Handelskrieg wird in der einen oder anderen Form noch lange anhalten, und Trumps Politik zielt direkt und indirekt auf eine Schwächung der amerikanischen Währung ab. Derzeit stehen jedoch geopolitische Faktoren im Vordergrund, die dem Dollar zuletzt spürbare Unterstützung geliefert haben. Da der Konflikt im Nahen Osten nicht als gelöst gelten kann, könnte der US-Dollar auch zukünftig weiteres Aufwärtspotenzial aufweisen. Laut dem neuesten COT-Bericht (vom 28. April) schloss die Gruppe der „Non-commercial“ 3.500 BUY-Kontrakte und eröffnete 5.000 SELL-Kontrakte. Damit verringerte sich die Netto-Position der Non-Commercial Trader innerhalb einer Woche um 8.500 Kontrakte.
Analyse von GBP/USD im 1H-ChartIm Stundenchart setzt das Währungspaar GBP/USD seinen Aufwärtstrend fort, der jedoch gebrochen werden könnte, falls sich das britische Pfund unterhalb des Bereichs 1,3465–1,3480 festigt. Der Einfluss der Geopolitik nimmt weiter ab, und der Markt schenkt den Nachrichten aus dem Nahen Osten keine große Aufmerksamkeit mehr. Der US-Dollar hat damit seinen einzigen nennenswerten Unterstützungsfaktor verloren.
Für den 6. Mai heben wir die folgenden wichtigen Handelsmarken hervor: 1,3096–1,3115, 1,3179–1,3187, 1,3369–1,3377, 1,3465–1,3480, 1,3588, 1,3671–1,3681, 1,3751–1,3763. Die Senkou-Span-B-Linie (1,3521) und die Kijun-sen-Linie (1,3555) können ebenfalls als Signalquellen dienen. Es wird empfohlen, den Stop-Loss auf Break-even nachzuziehen, sobald sich der Kurs mindestens 20 Pips in die gewünschte Richtung bewegt hat. Die Linien des Ichimoku-Indikators können sich im Verlauf des Tages verschieben, was bei der Bestimmung von Handelssignalen berücksichtigt werden sollte.
Am Mittwoch stehen im Vereinigten Königreich keine wichtigen Ereignisse auf dem Kalender, während in den USA der ADP-Bericht zur Beschäftigung im Privatsektor veröffentlicht wird. Dabei ist zu beachten, dass dieser Bericht nicht als besonders präzise gilt und der Markt seine Schlüsse bevorzugt aus den Nonfarm Payrolls zieht. Daher könnte uns auch heute ein weiterer ruhiger Handelstag bevorstehen.
Handelsempfehlungen:Heute können Trader Handelssignale im Bereich der Marke 1,3588, im Bereich 1,3465–1,3480 sowie an den Linien des Ichimoku-Indikators in Betracht ziehen. Wir empfehlen jedoch, Positionen nur dann zu eröffnen, wenn das nächstgelegene Kursziel mehr als 30 Pips entfernt liegt.
Erläuterung der Abbildungen:Unterstützungs- und Widerstandsmarken (resistance/support) – dicke rote Linien, an denen eine Bewegung enden kann. Sie sind keine Quellen für Handelssignale.Kijun-sen- und Senkou-Span-B-Linien – Linien des Ichimoku-Indikators, die aus dem Vier-Stunden-Chart in den Stundenchart übertragen wurden. Es handelt sich um starke Linien.Extremlevels – dünne rote Linien, von denen der Kurs zuvor abgeprallt ist. Sie sind Quellen für Handelssignale.Gelbe Linien – Trendlinien, Trendkanäle und andere technische Formationen.Indikator 1 in den COT-Charts – zeigt die Größe der Nettoposition jeder Händlerkategorie.