Handelsrückblick und Trading-Empfehlungen zum Britischen Pfund
Der Preistest bei 1,3585 erfolgte zu einem Zeitpunkt, als der MACD-Indikator bereits deutlich über die Nulllinie angestiegen war, was das Aufwärtspotenzial des Paares begrenzte. Aus diesem Grund habe ich das Pfund nicht gekauft. Der zweite Test aktivierte Szenario Nr. 2 für einen Verkauf und setzte damit den gestrigen bärischen Markt fort, ohne dass es jedoch zu einem deutlichen weiteren Rückgang kam.
Als Nächstes werden sehr wichtige Daten erwartet, die nicht nur die Geldpolitik der Federal Reserve bestimmen, sondern auch die Widerstandsfähigkeit der Wirtschaft widerspiegeln werden. Ökonomen sind sich im Allgemeinen einig, dass sich der US-Arbeitsmarkt im April stabil zeigen wird. Die Prognose für die Nonfarm Payrolls liegt bei rund 67.000 neuen Stellen. Die Arbeitslosenquote dürfte den Konsensschätzungen zufolge bei 4,3 % verharren. Diese Daten werden ein entscheidender Indikator für die Federal Reserve sein, um die wirtschaftliche Stabilität zu beurteilen und die weitere Ausrichtung der Geldpolitik festzulegen. Starke Zahlen könnten die Erwartungen an die ersten Zinssenkungen nach hinten verschieben.
Ebenso wichtig für die Fed wird die Lohnentwicklung sein. Die Wachstumsrate der durchschnittlichen Stundenlöhne wird genau auf Anzeichen steigenden Inflationsdrucks beobachtet werden. Ein anhaltender Einkommensanstieg stützt einerseits die Konsumausgaben, kann andererseits jedoch den Kampf gegen die Inflation erschweren und die Notenbank zwingen, an einer restriktiven Haltung festzuhalten – was den US‑Dollar unterstützt.
Gleichzeitig wird der University of Michigan Consumer Sentiment Index für Mai veröffentlicht. Jede positive Überraschung bei den Inflationserwartungen dürfte sehr negativ aufgenommen werden und könnte einen Anstieg des US‑Dollars gegenüber Risikoanlagen, einschließlich des Pfunds, auslösen.
Für die Intraday-Strategie werde ich mich hauptsächlich auf die Szenarien Nr. 1 und Nr. 2 stützen.
Kaufsignal
Szenario Nr. 1: Heute plane ich, das Pfund zu kaufen, falls der Einstiegspunkt bei etwa 1,3625 (grüne Linie im Chart) erreicht wird, mit dem Ziel eines Anstiegs auf 1,3661 (dickere grüne Linie). Im Bereich von 1,3661 werde ich Long-Positionen schließen und in die Gegenrichtung Short-Positionen eröffnen (mit der Erwartung einer Korrektur um 30–35 Punkte). Ein Anstieg des Pfunds wird heute nur nach schwachen US-Konjunkturdaten erwartet. Wichtig! Vor einem Kauf sicherstellen, dass der MACD über der Nulllinie liegt und gerade beginnt, von dort aus anzusteigen.
Szenario Nr. 2: Ich ziehe außerdem einen Kauf des Pfunds in Betracht, wenn das Niveau von 1,3607 zweimal in Folge getestet wird, während sich der MACD im überverkauften Bereich befindet. Dies würde das Abwärtspotenzial begrenzen und eine Aufwärtsumkehr auslösen. In diesem Fall ist eine Bewegung in Richtung 1,3625 und 1,3661 zu erwarten.
Verkaufssignal
Szenario Nr. 1: Ich plane, das Pfund zu verkaufen, nachdem die Marke von 1,3607 (rote Linie im Chart) nach unten durchbrochen wurde, was zu einem schnellen Rückgang führen sollte. Das zentrale Kursziel für Verkäufer liegt bei 1,3573. Dort werde ich Short-Positionen schließen und in die Gegenrichtung Käufe eröffnen (in Erwartung einer Erholung um 20–25 Punkte). Mit stark ausfallenden US-Daten wird heute mit einem Wiederaufleben des Verkaufsdrucks gerechnet. Wichtig! Vor einem Verkauf sicherstellen, dass der MACD unter der Nulllinie liegt und gerade beginnt, weiter zu fallen.
Szenario Nr. 2: Ich werde außerdem den Verkauf des Pfunds in Betracht ziehen, wenn das Niveau von 1,3625 zweimal in Folge getestet wird, während sich der MACD im überkauften Bereich befindet. Dies würde das Aufwärtspotenzial begrenzen und zu einer Abwärtsumkehr führen. Ein Rückgang in Richtung 1,3607 und 1,3573 ist in diesem Fall zu erwarten.
Was im Chart zu sehen ist:
Dünne grüne Linie – Einstiegskurs für den Kauf des InstrumentsBreite grüne Linie – erwartetes Take-Profit-Niveau bzw. Zone für manuelle Gewinnmitnahme, da ein weiteres Wachstum oberhalb dieses Bereichs eher unwahrscheinlich istDünne rote Linie – Einstiegskurs für den Verkauf des InstrumentsBreite rote Linie – erwartetes Take-Profit-Niveau bzw. Zone für manuelle Gewinnmitnahme, da ein weiterer Rückgang unterhalb dieses Bereichs eher unwahrscheinlich istMACD-Indikator – beim Eingehen von Trades ist es wichtig, überkaufte und überverkaufte Zonen zu beobachtenWichtiger Hinweis: Anfänger im Forex-Handel müssen bei Entscheidungen zum Markteintritt äußerst vorsichtig sein. Vor wichtigen fundamentalen Veröffentlichungen ist es am besten, außerhalb des Marktes zu bleiben, um starke Kursschwankungen zu vermeiden. Wenn Sie sich dafür entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, setzen Sie unbedingt Stop-Loss-Orders, um Verluste zu begrenzen. Ohne Stop-Losses können Sie Ihr gesamtes Guthaben sehr schnell verlieren, insbesondere wenn Sie kein angemessenes Money Management anwenden und mit großen Volumina handeln.
Und denken Sie daran: Erfolgreiches Trading setzt einen klaren Handelsplan voraus, ähnlich dem oben dargestellten. Spontane Handelsentscheidungen, die nur auf der aktuellen Marktsituation beruhen, sind von vornherein eine Verluststrategie für Intraday-Trader.