Der Test des Kursniveaus von 1,1754 erfolgte zu einem Zeitpunkt, als der MACD-Indikator gerade begann, sich vom Nullpunkt nach unten zu bewegen, was einen gültigen Einstiegspunkt für den Verkauf des Euro bestätigte. In der Folge fiel das Währungspaar um 17 Punkte.
Der Optimismus unter deutschen Investoren konnte den Euro nicht stützen. Den Daten zufolge stieg der ZEW-Index der Konjunkturerwartungen im Mai auf -10,2 nach -17,2 im April und übertraf damit die Prognosen der Volkswirte. Obwohl der ZEW-Indikator weiterhin im negativen Bereich liegt, signalisiert die Verbesserung einen Stimmungswandel. Anleger bewerten vermutlich die Möglichkeit einer Entspannung der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten als einen Faktor, der die Energiepreise stabilisieren und die Unsicherheit verringern könnte, die auf der wirtschaftlichen Aktivität in Deutschland lastet. In der vergangenen Woche kam es zwar zu einer gewissen Eskalation, doch das Ausbleiben eines breiteren regionalen Konflikts dürfte eher zu optimistischeren Erwartungen beigetragen haben.
Im nächsten Schritt richten die Marktteilnehmer ihre Aufmerksamkeit auf die Veröffentlichung der wichtigen Inflationsdaten aus den USA. Inflationsberichte führen erfahrungsgemäß zu erhöhter Volatilität an den Finanzmärkten. Trader werden jede einzelne Kennzahl genau prüfen, insbesondere die Kerninflation, um die zukünftigen Schritte der US-Notenbank abzuschätzen. Jede Abweichung von den Prognosen – ob nach oben oder nach unten – könnte die Markterwartungen hinsichtlich der künftigen Zinssätze deutlich verändern und damit auch den Wechselkurs des US-Dollar beeinflussen.
Für heute ist zudem eine Rede von Austan D. Goolsbee, einem Mitglied des Federal Open Market Committee, angesetzt. Die Äußerungen Goolsbees könnten entweder die bestehenden Erwartungen bestätigen oder zusätzliche Unsicherheit schaffen und damit spürbare Marktschwankungen auslösen.
Was die Intraday-Strategie betrifft, werde ich mich stärker auf die Umsetzung der Szenarien Nr. 1 und Nr. 2 stützen.
Heute ist ein Kauf des Euro möglich, wenn der Kurs das Niveau von 1,1754 erreicht (grüne Linie im Chart), mit einem Kursziel bei 1,1775. Bei 1,1775 plane ich, den Markt zu verlassen und zugleich den Euro in Gegenrichtung zu verkaufen, in Erwartung einer Bewegung von 30–35 Punkten vom Einstiegskurs. Mit einem Anstieg des Euro ist heute nur zu rechnen, wenn die US-Daten schwach ausfallen.
Wichtig: Bevor Sie kaufen, stellen Sie sicher, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und gerade beginnt, sich von dort aus nach oben zu bewegen.
Szenario Nr. 2Ich plane heute außerdem, den Euro zu kaufen, falls das Niveau von 1,1740 zweimal in Folge getestet wird, während sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Dies würde das Abwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Aufwärtskorrektur führen. Anschließend ist ein Anstieg in Richtung der gegenüberliegenden Niveaus von 1,1754 und 1,1775 zu erwarten.
VerkaufssignalSzenario Nr. 1Ich plane, den Euro zu verkaufen, nachdem der Kurs das Niveau von 1,1740 erreicht hat (rote Linie im Chart). Das Ziel liegt bei 1,1716, wo ich beabsichtige, den Markt zu verlassen und sofort in Gegenrichtung zu kaufen, in Erwartung einer Umkehrbewegung von 20–25 Punkten von diesem Niveau aus. Der Druck auf das Währungspaar wird heute zurückkehren, wenn die US-Daten stark ausfallen.
Wichtig: Bevor Sie verkaufen, stellen Sie sicher, dass der MACD-Indikator unter der Nulllinie liegt und gerade beginnt, sich von dort aus nach unten zu bewegen.
Szenario Nr. 2Ich plane außerdem, den Euro heute zu verkaufen, falls das Niveau von 1,1754 zweimal in Folge getestet wird, während sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Dies würde das Aufwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und zu einer Abwärtskorrektur führen. Anschließend ist ein Rückgang in Richtung der gegenüberliegenden Niveaus von 1,1740 und 1,1716 zu erwarten.
Beginner im Forex-Handel sollten Entscheidungen zum Markteintritt sehr sorgfältig treffen. Vor der Veröffentlichung wichtiger fundamentaler Berichte ist es am besten, sich aus dem Markt herauszuhalten, um starke Kursschwankungen zu vermeiden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, platzieren Sie unbedingt Stop-Loss-Orders, um Verluste zu begrenzen. Ohne Stop-Loss können Sie Ihre gesamte Einlage sehr schnell verlieren, insbesondere wenn Sie kein angemessenes Money Management anwenden und mit hohen Volumina handeln.
Denken Sie daran, dass erfolgreicher Handel einen klaren Trading-Plan erfordert, ähnlich dem oben beschriebenen. Spontane Handelsentscheidungen, die ausschließlich auf der aktuellen Marktsituation beruhen, sind für einen Intraday-Trader grundsätzlich eine verlustbringende Strategie.