Der Test der Kursmarke bei 1,1704 fiel mit einer deutlichen Bewegung des MACD-Indikators unter die Nulllinie zusammen, was das Abwärtspotenzial des Währungspaares begrenzte.
Die beschleunigte Inflation in den USA, angetrieben durch geopolitische Turbulenzen im Nahen Osten, insbesondere den Konflikt im Iran, hat die Nervosität an den Finanzmärkten verstärkt, den US‑Dollar gestützt und den Euro geschwächt. Marktteilnehmer sind deutlich vorsichtiger geworden, was die Aussichten für eine Lockerung der US‑Geldpolitik angeht. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Federal Reserve die hohen Zinsen über einen längeren Zeitraum aufrechterhalten muss, hat sich deutlich erhöht. Darüber hinaus ist ein Szenario weiterer monetärer Straffung nicht ausgeschlossen, falls der Inflationsdruck weiter zunimmt und mögliche Anzeichen einer Abschwächung überlagert.
In der ersten Tageshälfte steht heute die Veröffentlichung wichtiger makroökonomischer Daten aus Italien an – des Verbraucherpreisindex (CPI). Dieser Indikator ist eine zentrale Messgröße für die Inflationsdynamik im Land und spiegelt die Preisveränderungen für von privaten Haushalten konsumierte Waren und Dienstleistungen wider. Die Daten zum italienischen CPI können Aufschluss über den aktuellen Inflationsdruck geben und die Erwartungen hinsichtlich der Geldpolitik der Bank of Italy beeinflussen. Investoren werden sowohl den Gesamtindex als auch seine Komponenten genau analysieren, um mögliche Trends und Risiken zu erkennen.
Parallel zu den italienischen Daten wird die Veröffentlichung des Economic Bulletin der European Central Bank erwartet. Das Economic Bulletin der ECB ist eine wichtige Informationsquelle für Marktteilnehmer, da es die offizielle Einschätzung der Zentralbank enthält und als Orientierung für künftige Entscheidungen dienen kann. Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei allen Hinweisen auf mögliche Änderungen bei den Zinssätzen und der Inflation sowie den Einschätzungen zu den Auswirkungen externer Faktoren wie geopolitischer Spannungen auf die Wirtschaft der Eurozone.
Was die Intraday-Strategie betrifft, werde ich mich heute stärker auf die Umsetzung der Szenarien Nr. 1 und Nr. 2 konzentrieren.
Szenario Nr. 1: Heute kann ich Euro kaufen, wenn der Kurs den Bereich um 1,1656 (grüne Linie im Chart) erreicht, mit einem Kursziel bei 1,1685. Bei 1,1685 plane ich, aus dem Markt auszusteigen und die Euro wieder zu verkaufen, wobei ich von einer Bewegung von 30–35 Pips vom Einstiegspunkt ausgehe. Mit einem Anstieg des Euro ist nur bei starken Konjunkturdaten aus der Eurozone zu rechnen. Wichtig! Vor dem Kauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und sich gerade beginnt von dort nach oben zu bewegen.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, heute Euro zu kaufen, wenn es zwei aufeinanderfolgende Tests von 1,1631 gibt und der MACD-Indikator sich im überverkauften Bereich befindet. Dies begrenzt das Abwärtspotenzial des Währungspaares und führt zu einer Aufwärtsumkehr des Marktes. Ein Anstieg ist an den gegenüberliegenden Niveaus von 1,1656 und 1,1685 zu erwarten.
VerkaufsszenarienSzenario Nr. 1: Ich plane, Euro zu verkaufen, sobald der Kurs 1,1631 (rote Linie im Chart) erreicht. Das Kursziel liegt bei 1,1594, wo ich beabsichtige, aus dem Markt auszusteigen und unmittelbar in die Gegenrichtung zurückzukaufen (in Erwartung einer Bewegung von 20–25 Pips in die Gegenrichtung vom Niveau aus). Der Verkaufsdruck auf das Paar kann jederzeit heute zurückkehren. Wichtig! Vor dem Verkauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator unter der Nulllinie liegt und sich gerade beginnt von dort nach unten zu bewegen.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, heute Euro zu verkaufen, wenn es zwei aufeinanderfolgende Tests von 1,1656 gibt und der MACD-Indikator sich im überkauften Bereich befindet. Dies begrenzt das Aufwärtspotenzial des Währungspaares und führt zu einer Abwärtsumkehr des Marktes. Ein Rückgang ist bis zu den gegenüberliegenden Niveaus von 1,1631 und 1,1594 zu erwarten.
Wichtig: Anfänger im Forex-Markt sollten Einstiegsentscheidungen sehr vorsichtig treffen. Am besten bleibt man vor der Veröffentlichung wichtiger Fundamentaldaten außerhalb des Marktes, um starke Kursschwankungen zu vermeiden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, setzen Sie immer Stop-Orders, um Verluste zu begrenzen. Ohne Stop-Orders können Sie Ihr gesamtes Kapital sehr schnell verlieren, insbesondere wenn Sie kein Money Management anwenden und mit großen Volumina handeln.
Und denken Sie daran: Für erfolgreiches Trading ist ein klarer Handelsplan, wie oben beschrieben, unverzichtbar. Impulsive Handelsentscheidungen, die nur auf der aktuellen Marktsituation beruhen, sind für einen Intraday-Händler grundsätzlich eine verlustreiche Strategie.