NZD/USD. Preisanalyse. Prognose. Neuseeland-Dollar schwächt sich ab, während der US-Dollar sich behauptet

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels wurde das Währungspaar NZD/USD bei rund 0,5835 gehandelt, ein Rückgang von 0,65 % am Dienstag. Der Neuseeland-Dollar steht gegenüber dem US‑Dollar erneut unter Verkaufsdruck. Trotz ermutigender Signale aus den Verhandlungen zwischen Washington und Teheran gelingt es der neuseeländischen Währung nicht, von der verbesserten Marktstimmung zu profitieren.

Die Märkte verfolgen aufmerksam die jüngsten Aussagen des US‑Präsidenten Donald Trump, der erklärte, es bestehe eine „sehr gute Chance“ auf eine Einigung mit Iran, und die jüngsten Fortschritte in den Verhandlungen als positiv bezeichnete. Trump kündigte außerdem eine Aussetzung sofortiger militärischer Maßnahmen an, wodurch mehr Raum für diplomatische Bemühungen entsteht, ließ jedoch zugleich die Tür für ein groß angelegtes Eingreifen offen, falls keine akzeptable Vereinbarung erzielt wird.

Dennoch bleiben die Anleger hinsichtlich der langfristigen Aussichten für eine Lösung der Spannungen vorsichtig. Anhaltende Differenzen in Bezug auf das iranische Atomprogramm sowie Berichte über Explosionen auf der iranischen Insel Kish tragen zur geopolitischen Unsicherheit bei, was die Nachfrage nach dem US‑Dollar stützt.

Gleichzeitig heizen die steigenden Ölpreise weiterhin die globalen Inflationserwartungen an und stärken die Annahmen über einen restriktiveren Kurs der Federal Reserve in der Geldpolitik. Die Märkte überdenken nach und nach ihre Erwartungen hinsichtlich geldpolitischer Lockerungen in diesem Jahr, was dem US‑Dollar zusätzlichen Rückenwind verleiht.

In Neuseeland könnten Inflationsdaten auf Produzentenebene den neuseeländischen Dollar unterstützen. Der Producer Price Index (PPI) für Rohstoffe und Vorleistungen ist im ersten Quartal im Quartalsvergleich um 1,4 % gestiegen und hat damit die Erwartungen von 0,8 % übertroffen, nachdem er im vorherigen Quartal noch um 0,5 % gefallen war. Der Anstieg des Inflationsdrucks auf Produzentenebene könnte Spekulationen nähren, dass die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) zu einer restriktiveren Geldpolitik übergehen könnte. Anleger warten nun auf die Veröffentlichung des Protokolls der Sitzung des Federal Open Market Committee (FOMC) am Mittwoch, das Hinweise auf die künftige Ausrichtung der US-Zinsen liefern könnte.

Aus technischer Sicht sind die Kurse unter den 200‑Tage‑SMA gefallen, was auf eine Schwäche der Bullen hindeutet. Der Relative Strength Index (RSI) ist ebenfalls negativ und signalisiert eine Zunahme der bärischen Stimmung am Markt. Eine Unterstützung findet sich bei 0,5815. Gelingt es den Kursen nicht, dieses Niveau zu halten, könnte sich der Rückgang in Richtung des Tiefs vom 13. April beschleunigen. Wird die 200‑Tage‑SMA überwunden, wäre das nächste Hindernis die 100‑Tage‑SMA.

Die nachstehende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung des neuseeländischen Dollars gegenüber den wichtigsten Währungen für Dienstag. Der neuseeländische Dollar verzeichnete den größten Anstieg gegenüber dem australischen Dollar.