Das Währungspaar GBP/USD notierte am Dienstag ebenfalls schwächer, allerdings mit deutlich geringerer Dynamik als das EUR/USD-Paar. Das britische Pfund verzeichnete in der vergangenen Woche einen Rückgang, den es vermutlich nicht verdient hatte. Die geopolitische Lage hatte sich verschlechtert, die zuvor als restriktiv eingeschätzten Erwartungen an die Geldpolitik der Bank of England lösten sich in Luft auf, und die politische Krise im Vereinigten Königreich lieferte Händlern zusätzliche Gründe, das Pfund zu verkaufen. Allerdings sind all diese Faktoren inzwischen bereits eingepreist! So wurde etwa in dieser Woche bekannt, dass Washington im Rahmen der Verhandlungen mit Teheran zu gewissen Zugeständnissen bereit ist. Donald Trump verschob neue Angriffe auf den Iran und erklärte sogar, dass derzeit verhandelt werde, was zum Abschluss eines Abkommens führen könne. Natürlich ist es riskant, sich auf Trumps Aussagen zu verlassen, doch das geopolitische Umfeld stellt sich in dieser Woche positiver dar als noch in der vergangenen. Daher gehen wir davon aus, dass die negativen Faktoren für die britische Währung inzwischen berücksichtigt sind. In nur wenigen Stunden wird ein britischer Inflationsbericht veröffentlicht, der Bewegungen am Markt auslösen könnte.
Analyse des GBP/USD-Paares im 5-Minuten-ChartIm 5-Minuten-Chart wurden am Dienstag zwei Kaufsignale generiert. Während der europäischen und der amerikanischen Sitzung prallte der Kurs zweimal vom Bereich 1,3380–1,3386 ab, was es unerfahrenen Tradern ermöglichte, mindestens eine Long-Position zu eröffnen. Bislang wurde mit diesem Trade noch kein Gewinn erzielt, doch im Laufe des Tages ist mit einer Aufwertung der britischen Währung zu rechnen.
Wie man am Mittwoch handelt:Im Stunden-Chart setzt das Währungspaar GBP/USD seinen Abwärtstrend fort, nachdem es in der vergangenen Woche dem geopolitischen Druck nachgegeben hat. Ohne eine Wiederaufnahme eines großangelegten Krieges im Nahen Osten ist jedoch nicht damit zu rechnen, dass der Dollar ein Wachstum wie im Februar und März verzeichnen kann. Einzelne Ereignisse können den Dollar zwar weiterhin stärken, aber wir gehen nicht davon aus, dass der Markt in eine neue Welle der Risikoaversion eintritt.
Am Mittwoch können unerfahrene Trader Short-Positionen mit Kursziel 1,3319–1,3331 eröffnen, falls sich der Kurs unterhalb dieses Bereichs festigt. Ein drittes Abprallen vom Bereich 1,3380–1,3386 eröffnet die Möglichkeit für Long-Positionen mit Kursziel 1,3456–1,3476.
Im 5-Minuten-Chart können sich Trader derzeit auf die folgenden Kursmarken konzentrieren: 1,3175–1,3180, 1,3259–1,3267, 1,3319–1,3331, 1,3380–1,3386, 1,3456–1,3476, 1,3587–1,3598, 1,3631–1,3641, 1,3695, 1,3741–1,3751. Heute wird in Großbritannien der wichtigste Inflationsbericht für den April veröffentlicht, und die Reaktion darauf könnte erheblich ausfallen. Die Inflationsdaten werden die Entscheidungen der Bank of England bei ihrer nächsten Sitzung beeinflussen. In den USA werden heute lediglich die Protokolle der letzten FOMC-Sitzung veröffentlicht, die als eher formales Ereignis gelten.
Grundregeln des Handelssystems:Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Bildung (Abprallen oder Durchbruch des Levels) benötigt wurde. Je kürzer diese Zeitspanne, desto stärker das Signal.Wenn in der Nähe eines Levels aufgrund von Fehlsignalen zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten alle weiteren Signale von diesem Level ignoriert werden.In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale oder auch gar keine Signale generieren. Technische Levels können in solchen Phasen ignoriert werden.Im Stunden-Chart ist es vorzuziehen, Signale des MACD-Indikators nur bei guter Volatilität und einem Trend zu handeln, der durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt ist.Wenn zwei Levels zu dicht beieinander liegen (5–20 Pips Abstand), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.Nachdem sich der Kurs 15 Pips in die gewünschte Richtung bewegt hat, sollte der Stop-Loss auf Break-even nachgezogen werden.Was auf den Charts zu sehen ist:Kurslevels (Bereiche) von Unterstützung und Widerstand – Levels, die beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufstrades als Kursziele oder als Signalquellen dienen.
Rote Linien – Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend anzeigen und darauf hinweisen, in welche Richtung derzeit vorzugsweise gehandelt werden sollte.
MACD-Indikator (14, 22, 3) – Histogramm und Signallinie – ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Berichte (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung besonders vorsichtig gehandelt oder der Markt verlassen werden, um eine scharfe Kursumkehr gegen die vorangegangene Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Markt sollten sich bewusst sein, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie sowie ein effektives Money-Management sind der Schlüssel zu langfristigem Erfolg im Trading.