Für Mittwoch, den 20. Mai, sind nur sehr wenige makroökonomische Berichte terminiert. Lässt man alle sekundären Veröffentlichungen außer Acht (wie etwa den Erzeugerpreisindex in Deutschland oder die zweite Schätzung der Inflation in der Eurozone), bleibt nur ein einziger bedeutender Bericht übrig: der Inflationsbericht aus dem Vereinigten Königreich, der nur einmal veröffentlicht wird und daher für den Markt von besonderer Bedeutung ist. Natürlich können Händler diesen Bericht auch ignorieren, so wie sie in den vergangenen drei Monaten nahezu alle makroökonomischen Daten ignoriert haben. Außerdem gehen wir davon aus, dass der Rückgang der Inflation im Vereinigten Königreich bereits in der vergangenen Woche eingepreist wurde und so zum Kursverfall der britischen Währung beigetragen hat. Tatsache ist, dass ein Rückgang der Inflation sehr wahrscheinlich auf eine Abkehr der Bank of England von ihrer straffen Geldpolitik hindeutet – etwas, das der Markt zuletzt deutlich erwartet hatte.
Analyse der fundamentalen Ereignisse:Unter den grundlegenden Ereignissen am Mittwoch sind die Reden der Federal-Reserve-Vertreter Barr und Paulsen hervorzuheben. Die Markterwartungen in Bezug auf die Geldpolitik der Fed sind derzeit neutral, und die Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses haben in dieser Woche keine Aussagen gemacht, die die Wahrscheinlichkeit eines restriktiveren Szenarios bis zum Jahresende erhöhen könnten. Auch das Protokoll der letzten Fed-Sitzung, das heute Abend veröffentlicht wird, dürfte die Gesamtsituation kaum beeinflussen. Die Sitzung fand vor drei Wochen statt, und zu diesem Zeitpunkt waren sowohl die Markterwartungen als auch der geopolitische Hintergrund völlig andere.
Das geopolitische Umfeld hat sich leicht verbessert; dennoch ist es wichtig, sich vor Augen zu halten, dass jederzeit neue pessimistische Nachrichten auftreten können. Washington und Teheran konnten sich bei den wichtigsten Themen noch immer nicht einigen, weshalb der Markt akzeptieren muss, dass die Verhandlungen noch nicht vollständig abgebrochen wurden. Die Woche begann mit Meldungen über mögliche Zugeständnisse der USA und neue Verhandlungen, doch der Markt hat auf diese Informationen bislang nicht stark reagiert.
Allgemeine Schlussfolgerungen:Am dritten Handelstag der Woche könnten beide Währungspaare recht träge gehandelt werden, doch jede geopolitische Nachricht kann einen neuen Sturm am Markt auslösen. Beim britischen Pfund sollte dem Inflationsbericht besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Der Euro kann heute in der Spanne von 1,1584–1,1591 gehandelt werden, während das britische Pfund in der Spanne von 1,3380–1,3386 gehandelt werden kann. Die Geopolitik bleibt ein zentraler Einflussfaktor am Devisenmarkt.
Hauptregeln des Handelssystems:Die Stärke des Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zur Bildung des Signals (Abprall oder Durchbruch des Niveaus) benötigt wurde. Je weniger Zeit es dafür braucht, desto stärker ist das Signal.Wenn in der Nähe eines Niveaus zwei oder mehr Positionen aufgrund von Fehlsignalen eröffnet wurden, sollten alle folgenden Signale von diesem Niveau ignoriert werden.In einem Seitwärtsmarkt kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale oder auch gar keine Signale generieren. Technische Niveaus können in diesem Fall ignoriert werden.Im Stundenchart ist es vorzuziehen, Signale des MACD-Indikators nur bei guter Volatilität und einem Trend zu handeln, der durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt wird.Wenn zwei Niveaus zu nah beieinanderliegen (5–20 Pips Abstand), sollten sie als Unterstützungs- oder Widerstandszone betrachtet werden.Nach einer Bewegung von 15 Pips in die richtige Richtung sollte der Stop-Loss auf Break-even (Einstand) nachgezogen werden.Was auf den Charts zu sehen ist:Preisniveaus (Zonen) von Unterstützung und Widerstand – Niveaus, die als Ziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufspositionen oder als Signalquellen dienen.
Rote Linien – Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend anzeigen und darauf hinweisen, in welche Richtung es derzeit vorzuziehen ist zu handeln.
MACD-Indikator (14, 22, 3) – Histogramm und Signallinie – ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Berichte (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung so vorsichtig wie möglich gehandelt werden, oder man sollte den Markt verlassen, um eine scharfe Kursumkehr gegen die vorangegangene Bewegung zu vermeiden.
Anfänger im Forex-Markt sollten berücksichtigen, dass nicht jede Transaktion profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines soliden Money-Managements ist der Schlüssel zu langfristigem Handelserfolg.