Wie handelt man das Währungspaar GBP/USD am 21. Mai? Einfache Tipps und Handelsanalyse für Einsteiger

Rückblick auf die Trades vom Mittwoch:1-Stunden-Chartanalyse des GBP/USD-Paares

Das Währungspaar GBP/USD zeigte bereits am Mittwochmorgen interessante Bewegungen. In Großbritannien wurde nicht nur ein wichtiger Inflationsbericht für den April veröffentlicht, der zudem große Aufmerksamkeit auf sich zog, doch der Markt ignorierte ihn weitgehend. Zur Erinnerung: Gestern wurde bekannt, dass im Ergebnis der Juni-Sitzung beschlossen wurde, den Leitzins der Bank of England auf dem aktuellen Niveau zu belassen. Die Inflation sank von 3,3 % auf 2,8 %, sodass es für die Bank of England keinen Anlass gibt, die Geldpolitik zu straffen. Der Markt war zuvor jedoch fast sicher von einer Zinserhöhung ausgegangen und könnte nun von einer Welle der Enttäuschung erfasst werden. Bereits in der vergangenen Woche hatte der Markt begonnen, den Rückgang der Inflation einzupreisen, sodass dieser Faktor möglicherweise schon berücksichtigt war. Dennoch ignorierten die Händler den wichtigsten Bericht der Woche. Andererseits konnten sie neue, bislang unbestätigte Aussagen von Donald Trump nicht außer Acht lassen. In dieser Woche hat der US-Präsident zunächst neue Angriffe auf den Iran abgesagt und anschließend erklärt, die Verhandlungen seien sehr produktiv verlaufen. Infolgedessen ist das Britische Pfund in dieser Woche überwiegend gestiegen.

Analyse des GBP/USD-Paares im 5-Minuten-Chart

Im 5-Minuten-Chart wurden am Mittwoch zwei Kaufsignale und ein Verkaufssignal generiert. Während der europäischen und der amerikanischen Handelssitzung prallte der Kurs zweimal vom Bereich 1,3380–1,3386 ab, doch selbstverständlich hätte das Pfund ohne Trump keinen derart kräftigen Anstieg gezeigt. Die Kaufsignale verstärkten sich gegenseitig; die Long-Position brachte etwa 50 Pips Gewinn ein. Auch das Verkaufssignal aus dem Bereich 1,3456–1,3476 konnte gehandelt werden.

Wie man am Donnerstag handelt:

Im Stunden-Chart setzt das Währungspaar GBP/USD seinen Abwärtstrend fort, aber der geopolitische Hintergrund hat sich in dieser Woche deutlich verändert, was der britischen Währung einen selbstbewussten Anstieg ermöglicht. Ohne eine Wiederaufnahme des großangelegten Krieges im Nahen Osten kann der Dollar nicht mit einem so starken Wachstum rechnen wie im Februar/März. Einzelne Ereignisse können zwar weiterhin eine Aufwertung auslösen, doch wir gehen nicht davon aus, dass der Markt eine neue Welle der Risikoaversion startet.

Am Donnerstag können Einsteiger Short-Positionen mit Ziel 1,3380–1,3386 eröffnen, sofern der Kurs vom Bereich 1,3456–1,3476 nach unten abprallt. Ein nachhaltiger Ausbruch oberhalb des Bereichs 1,3456–1,3476 eröffnet dagegen die Möglichkeit für neue Long-Positionen mit Ziel 1,3587–1,3598.

Im 5-Minuten-Chart zählen aktuell folgende Marken zu den handelbaren Niveaus: 1,3175–1,3180, 1,3259–1,3267, 1,3319–1,3331, 1,3380–1,3386, 1,3456–1,3476, 1,3587–1,3598, 1,3631–1,3641, 1,3695, 1,3741–1,3751. Heute werden in Großbritannien und den USA Einkaufsmanagerindizes veröffentlicht; allerdings kann der Markt diese Daten durchaus ignorieren, so wie er in dieser Woche bereits Arbeitsmarkt- und Inflationsberichte weitgehend unbeachtet gelassen hat.

Hauptregeln des Handelssystems:Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Formierung (Abprall oder Ausbruch eines Niveaus) benötigt wurde. Je weniger Zeit dies in Anspruch nimmt, desto stärker ist das Signal.Wenn in der Nähe eines Niveaus zwei oder mehr Trades aufgrund von Fehlsignalen eröffnet wurden, sollten alle weiteren Signale von diesem Niveau ignoriert werden.In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale oder auch gar keine Signale erzeugen. Technische Niveaus können dann unbeachtet bleiben.Im Stunden-Chart ist es vorzuziehen, Signale des MACD-Indikators nur bei guter Volatilität und in Anwesenheit eines Trends zu handeln, der durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt wird.Wenn zwei Niveaus sehr nahe beieinander liegen (5–20 Pips Abstand), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.Nach einer Bewegung von 15 Pips in die richtige Richtung sollte der Stop-Loss auf Break-even gesetzt werden.Was auf den Charts zu sehen ist:

Kursniveaus (Zonen) von Unterstützung und Widerstand – Niveaus, die beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufspositionen als Kursziele dienen oder als Quellen von Signalen fungieren.

Rote Linien – Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend anzeigen und auf die bevorzugte Handelsrichtung hinweisen.

MACD-Indikator (14, 22, 3) – Histogramm und Signallinie – ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.

Wichtige Reden und Veröffentlichungen (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können den Kursverlauf eines Währungspaars erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung besonders vorsichtig gehandelt werden, oder man sollte vorübergehend aus dem Markt aussteigen, um eine scharfe Umkehr der Kurse gegen die vorangegangene Bewegung zu vermeiden.

Einsteiger am Forex-Markt sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Handelsstrategie und eines wirksamen Money-Managements ist entscheidend für langfristigen Erfolg im Handel.