Das Währungspaar EUR/USD eröffnete die neue Woche mit einem relativ starken Aufwärtsimpuls, der jedoch innerhalb einer Stunde nach seinem Beginn beendet war. Im weiteren Tagesverlauf bewegte sich das Paar EUR/USD überwiegend seitwärts, bei einer minimalen Volatilität, die von Tag zu Tag weiter abnimmt. Damit reagierte der Markt eher der Form halber auf die Äußerungen von Donald Trump am Sonntag über die Nähe eines Friedensabkommens mit Iran und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus, schenkte ihnen jedoch kaum Glauben. Diese Haltung des Marktes gegenüber den Aussagen des US-Präsidenten ist nicht überraschend. Würden auch nur 50 % von Trumps Aussagen regelmäßig umgesetzt und entsprächen sie der Realität, würden Trader seinen Worten vielleicht häufiger vertrauen. Daher zog es der Markt vor, auf offizielle Verlautbarungen über die Unterzeichnung des genannten Memorandums oder zumindest auf Bestätigungen aus Teheran zu warten, die am Montag jedoch ausblieben.
Aus technischer Sicht besteht ein Abwärtstrend fort. Der Preis notiert unterhalb der Senkou-Span-B-Linie, und eine Trendlinie lässt sich weiterhin nicht einzeichnen. Folglich werden wir den Abwärtstrend erst dann als abgeschlossen betrachten, wenn die Senkou-Span-B-Linie überwunden ist. Ohne die Unterzeichnung des Memorandums wird es dem Euro schwerfallen, sich über diese Linie zu erheben.
Im 5-Minuten-Zeitrahmen wurden am Montag keine Handelssignale generiert, und die obige Abbildung zeigt, dass sich das Paar den ganzen Tag über ausschließlich seitwärts bewegte. Für Trader gab es gestern keine Grundlage, irgendwelche Positionen zu eröffnen.
Analyse von EUR/USD im 4-Stunden-Chart:Auf dem 4‑Stunden‑Chart unter Verwendung des ICT‑Trading‑Systems hat der Kurs in der vergangenen Woche in einem „bullischen“ Orderblock ein Kaufsignal generiert, und am Montag hat sich ein neues bullisches FVG gebildet, auf das der Markt reagiert hat. Damit sind in den letzten zwei Tagen mindestens zwei Kaufsignale entstanden, die Trader problemlos hätten umsetzen können. Das erste Signal hat bereits Gewinne gebracht, während das zweite in dieser Woche weiteres Potenzial bieten könnte. Entscheidend ist, dass die Geopolitik den Euro nicht daran hindert, zumindest ein bescheidenes Wachstum zu zeigen.
Analyse von EUR/USD im 1‑Stunden‑Chart:Im Stunden-Chart setzt das Währungspaar EUR/USD seinen Abwärtstrend fort. Die Lage im Nahen Osten bleibt angespannt, verschärft sich jedoch nicht weiter, und Washington und Teheran könnten bereits in dieser Woche eine vorläufige Vereinbarung unterzeichnen. Sollten im Nahen Osten keine neuen Anzeichen einer Eskalation auftreten und das Memorandum tatsächlich unterzeichnet werden, dürfte der Dollar an Boden verlieren.
Für den 26. Mai heben wir für den Handel die folgenden Marken hervor: 1,1362, 1,1426, 1,1542, 1,1615–1,1625, 1,1657–1,1666, 1,1750–1,1760, 1,1786, 1,1830–1,1837, 1,1907–1,1922 sowie die Senkou Span B‑Linie (1,1686) und den Kijun‑sen (1,1614). Die Linien des Ichimoku‑Indikators können sich im Tagesverlauf verschieben, was bei der Bestimmung von Handelssignalen berücksichtigt werden sollte. Vergessen Sie nicht, Ihre Stop‑Loss‑Orders auf Break-even nachzuziehen, wenn sich der Kurs 15 Pips in die richtige Richtung bewegt. So schützen Sie sich vor möglichen Verlusten, falls sich das Signal als falsch erweist.
Am Dienstag sind weder in der EU noch in den USA wichtige Ereignisse oder Veröffentlichungen geplant, und der Markt wird weiterhin auf geopolitische Nachrichten und Bestätigungen hinsichtlich der zeitlichen Nähe einer Einigung zwischen Iran und den USA warten. Bleiben neue Informationen aus, steht uns ein weiterer ruhiger Tag mit minimaler Volatilität bevor.
Handelsempfehlungen:Heute können Trader Short-Positionen mit Ziel 1,1615–1,1625 eröffnen, falls der Kurs vom Bereich 1,1657–1,1666 abprallt. Long-Positionen können eingegangen werden, wenn der Kurs vom Bereich 1,1615–1,1625 nach oben abprallt, mit Zielen im Bereich 1,1657–1,1666 und an der Senkou Span B‑Linie. Long-Positionen im 4‑Stunden‑Chart werden relevant, nachdem Kaufsignale im Order Block und im FVG entstanden sind.
Erklärungen zu den Abbildungen:Kursunterstützungs- und -widerstandszonen – dicke rote Linien, in deren Bereich sich Bewegungen erschöpfen können. Sie sind keine Quellen für Handelssignale.
Kijun‑sen und Senkou Span B‑Linien – Linien des Ichimoku‑Indikators, die vom 4‑Stunden‑Chart auf den Stunden‑Chart übertragen wurden. Es handelt sich um starke Linien.
Extremzonen – dünne rote Linien, von denen der Kurs zuvor abgeprallt ist. Sie dienen als Quellen für Handelssignale.
Gelbe Linien – Trendlinien, Trendkanäle und sonstige technische Formationen.
CHOCH – Bruch in der Trendstruktur.
Liquidity – Liquidität, Stop‑Loss‑ und Pending‑Orders, die Market Maker zur Positionseröffnung nutzen.
FVG – Preisineffizienzzone. Kurse laufen durch solche Bereiche sehr schnell hindurch, was auf das vollständige Fehlen einer Marktseite hindeutet. In der Folge neigt der Kurs dazu, in diese Bereiche zurückzukehren, dort zu reagieren und anschließend den Haupttrend fortzusetzen.
IFVG – invertierte Preisineffizienzzone. Nach der Rückkehr in eine solche Zone reagiert der Kurs nicht darauf, sondern durchbricht sie impulsiv und testet sie anschließend von der anderen Seite.
OB – Order Block. Eine Kerze, in der der Market Maker eine Position eröffnet hat, um Liquidität abzuschöpfen und eine eigene Position in die entgegengesetzte Richtung aufzubauen.