Wie handelt man das Währungspaar EUR/USD am 27. Mai? Einfache Tipps und Handelsanalyse für Einsteiger

Analyse der Dienstags-Trades:1-Stunden-Chart von EUR/USD:

Das Währungspaar EUR/USD handelte am Dienstag mit geringer Volatilität und zeigte auf dem 5-Minuten-Chart keine nennenswerten Bewegungen. Weder aus der Eurozone noch aus den USA gab es im Verlauf des Tages wichtige Konjunkturdaten, und der Markt begann erneut, geopolitische Nachrichten zu ignorieren, da er der sich ständig wandelnden geopolitischen Lage müde geworden ist. Gestern wurde bekannt, dass die USA ausgerechnet in dem Moment, als die Verhandlungen auf ihrem Höhepunkt waren und „fünf Minuten vor der Unterzeichnung des Abkommens“ standen, im Süden des Iran nahe der Straße von Hormus zuschlugen. Es ist nicht nötig, darauf einzugehen, welche Ziele getroffen wurden. Fakt ist, dass die Verhandlungen – ebenso wie die Waffenruhe zwischen Teheran und Washington – erneut kurz vor dem Scheitern standen. Bemerkenswert ist, dass der Dollar überhaupt nicht zulegte. Der Markt ist somit nicht mehr bereit, auf jeden Angriff, jede Nachricht, jede Erklärung zu reagieren. Die Volatilität nimmt weiter ab und spiegelt die Unwilligkeit der Marktteilnehmer wider, auf unbestätigte oder wenig aussagekräftige Meldungen hin zu handeln.

5M-Chart von EUR/USD:

Im 5-Minuten-Chart wurden am Dienstag keine Handelssignale gebildet. Im Laufe des Tages bewegte sich der Euro lediglich 30 Pips von seinem Tief bis zu seinem Hoch, ohne sich dabei bedeutenden Bereichen oder Niveaus zu nähern. Daher hatten Trader keine Grundlage, um Positionen zu eröffnen.

Wie man am Mittwoch handelt:

Im Stunden-Chart befindet sich der Euro nun seit einem ganzen Monat in einer Korrekturphase. Die Aufwertung der amerikanischen Währung setzte sich in der vergangenen Woche fort, als der Konflikt im Nahen Osten kurz vor einer Eskalation stand, aber wir rechnen weiterhin nicht mit einer anhaltenden Dollarstärke. Der Markt ignoriert nach wie vor weitgehend Fundamentaldaten und Makroökonomie, während die Geopolitik das Währungspaar EUR/USD nach oben und unten treibt.

Am Mittwoch können Einsteiger im Markt in Short-Positionen mit Ziel 1,1584–1,1591 bleiben, da der Kurs bereits am Montag vom Bereich 1,1655–1,1666 nach unten abgeprallt ist. Neue Long-Positionen können in Betracht gezogen werden, sobald sich der Kurs oberhalb des Bereichs 1,1655–1,1666 festigt, mit einem Ziel bei 1,1745–1,1754.

Im 5-Minuten-Chart sind folgende Niveaus zu beachten: 1,1354–1,1363, 1,1413, 1,1455–1,1474, 1,1527–1,1531, 1,1584–1,1591, 1,1655–1,1666, 1,1745–1,1754, 1,1830–1,1837 und 1,1899–1,1908. Am Mittwoch stehen erneut keine wichtigen Ereignisse oder Veröffentlichungen in der Eurozone oder in den USA an. Der Markt wird auf geopolitische Entwicklungen sowie auf Bestätigungen der am Wochenende von Trump gemachten Aussagen warten, ebenso auf die Folgen des US-Angriffs auf den Iran am Dienstag.

Die wichtigsten Regeln des Handelssystems:Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die für seine Bildung (Abprall oder Ausbruch eines Niveaus) benötigt wurde. Je weniger Zeit benötigt wurde, desto stärker ist das Signal.Wenn in der Nähe eines Niveaus aufgrund von Fehlsignalen zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten alle nachfolgenden Signale von diesem Niveau ignoriert werden.In einem Seitwärtsmarkt kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale generieren oder auch gar keine. Technische Niveaus können dabei ignoriert werden.Im Stunden-Chart ist es vorzuziehen, Signale des MACD-Indikators nur bei guter Volatilität und einem Trend zu handeln, der durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt ist.Wenn zwei Niveaus zu dicht beieinander liegen (5–20 Pips Abstand), sollten sie als Unterstützungs- oder Widerstandszone behandelt werden.Nach einer Kursbewegung von 15 Pips in die richtige Richtung sollte der Stop Loss auf den Break-even-Punkt nachgezogen werden.Was auf den Charts zu sehen ist:

Kursniveaus (Bereiche) von Unterstützung und Widerstand – Niveaus, die als Kursziele beim Eröffnen von Kauf- oder Verkaufspositionen dienen oder als Signalquellen fungieren.

Rote Linien – Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend darstellen und anzeigen, in welche Richtung das Handeln derzeit vorzuziehen ist.

MACD-Indikator (14, 22, 3) – Histogramm und Signallinie – ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.

Wichtige Reden und Veröffentlichungen (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung so vorsichtig wie möglich gehandelt werden, oder man sollte den Markt verlassen, um eine scharfe Kursumkehr gegen die vorangegangene Bewegung zu vermeiden.

Einsteiger im Forex-Markt sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines effektiven Money-Managements ist der Schlüssel zu langfristigem Erfolg im Handel.