USD/JPY. Kursanalyse. Prognose. Wirtschaftliche Bedenken im Zusammenhang mit dem Konflikt in der Straße von Hormus schwächen die Position des japanischen Yen

Das Währungspaar USD/JPY hat sich bereits den dritten Tag in Folge aufwärts bewegt und am Donnerstag ein Vier-Wochen-Hoch bei rund 159,65 erreicht. Der japanische Yen bleibt vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Sorgen im Zusammenhang mit dem anhaltenden Konflikt im Nahen Osten schwach. Dies übt in Kombination mit der allgemeinen Stärke des US-Dollars einen positiven Einfluss auf die Kassakurse aus, auch wenn das Risiko möglicher Interventionen das weitere Aufwärtspotenzial des Paares vor der Veröffentlichung wichtiger US-Konjunkturdaten begrenzen könnte.

Investoren befürchten weiterhin, dass die japanische Wirtschaft aufgrund anhaltender Störungen der Energieversorgung über die Straße von Hormus vor erheblichen Herausforderungen stehen könnte. Hinzu kommt, dass die Schifffahrt in diesem strategisch wichtigen Gebiet seit Ausbruch des Konflikts im Nahen Osten stark zurückgegangen ist – bedingt durch von Iran verhängte Bewegungseinschränkungen sowie durch die von den Vereinigten Staaten durchgesetzte Seeblockade iranischer Häfen.

Darüber hinaus erhöhen die wieder aufgenommenen US-Angriffe auf Iran das Risiko einer weiteren Eskalation der Spannungen in der Region. Dies setzt die Positionierung des japanischen Yen weiter unter Druck und stützt das Währungspaar USD/JPY.

Wie Reuters berichtet, haben US-Streitkräfte am Mittwoch neue Angriffe auf Iran durchgeführt und eine militärische Einrichtung ins Visier genommen, die eine Bedrohung für amerikanische Truppen und die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus darstellte. Zudem wird berichtet, dass die US-Streitkräfte mehrere iranische Drohnen abgefangen und abgeschossen haben, die eine ähnliche Gefahr bedeuteten. Außerdem zeigte sich US-Präsident Donald Trump unzufrieden mit den Bedingungen der derzeitigen Verhandlungen mit Iran und betonte, dass er sich zu einem Abkommen nicht drängen lassen werde. Dies schwächte die Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung, die den seit drei Monaten andauernden Konflikt beenden könnte.

Diese Entwicklungen stärken den Status des Dollars als Reservewährung vor dem Hintergrund der Erwartung, dass die US-Notenbank Federal Reserve im Jahr 2026 die Zinsen anheben könnte, um der Inflation zu begegnen, was das Währungspaar USD/JPY zusätzlich unterstützt. Dennoch scheinen die Bären beim japanischen Yen vorsichtig zu agieren, da über eine mögliche Intervention der japanischen Behörden zur Stützung der Landeswährung spekuliert wird. Zudem könnten Händler angesichts der für Donnerstag anstehenden Veröffentlichung des Personal Consumption Expenditures (PCE)-Index und des vorläufigen US-BIP-Berichts eine abwartende Haltung einnehmen.

Aus technischer Sicht hat das Paar Schwierigkeiten, das Niveau von 159,65 nachhaltig zu überwinden. Der nächste Widerstand könnte im Bereich der runden Marke von 160,00 liegen und sich darüber hinaus bis 160,50 erstrecken. Unterstützung bietet die 9-Tage-EMA um die runde Marke von 159,00, unterhalb derer der 50-Tage-SMA Unterstützung liefern dürfte. Da die Oszillatoren jedoch positiv sind, haben die Bullen derzeit den Vorteil.