Wie handelt man das Währungspaar EUR/USD am 29. Mai? Einfache Tipps und Trade-Analyse für Anfänger

Handelsanalyse für Donnerstag:1-Stunden-Chart des EUR/USD-Paares

Das Währungspaar EUR/USD bewegte sich am Donnerstag sowohl nach oben als auch nach unten. Der Rückgang am Morgen war auf den nächtlichen Schusswechsel zwischen Iran und den USA zurückzuführen. Die Welt erlebte eine weitere Verletzung der Waffenruhe im Nahen Osten, und die Chancen, in naher Zukunft eine Einigung zu erzielen, liegen weiterhin nahezu im negativen Bereich. Daher kam die erneute Stärke des Dollars nicht überraschend. In der zweiten Tageshälfte legte die europäische Währung zu, was sich durch zwei Faktoren erklären lässt. Erstens wird das Paar, wie im Stundenchart zu sehen ist, seit mehreren Wochen in einer Seitwärtsrange gehandelt. Entsprechend setzte nach Erreichen der unteren Begrenzung der Seitwärtsrange eine Bewegung in Richtung der oberen Begrenzung ein. Zweitens enttäuschten die makroökonomischen Daten aus den USA zwar nicht an sich, doch der zentrale BIP-Bericht in seiner zweiten Schätzung für das erste Quartal konnte die Trader erneut nicht mit seiner Zahl erfreuen – ein Wachstum von nur 1,6 % gegenüber einer Prognose von +2,0 %. Somit konnten wir vollkommen logische Kursbewegungen beobachten, was zuletzt zur Seltenheit geworden ist.

5M-Chart des EUR/USD-Paares

Im 5-Minuten-Chart bildete das Währungspaar am Donnerstag zwei sehr gute Handelssignale. Am Morgen prallte der Kurs von der Zone 1,1584–1,1591 ab und erreichte während der US-Sitzung das nächste Zielgebiet bei 1,1655–1,1666. Infolgedessen konnten Anfänger auf Long-Positionen etwa 45 Pips verdienen. Das zweite Verkaufssignal wurde spät in der Nacht ausgelöst – der Kurs prallte von der Zone 1,1655–1,1666 ab, was es Tradern ermöglichte, Short-Positionen zu eröffnen.

Wie man am Freitag handelt:

Im Stundenchart befindet sich der Euro seit eineinhalb Monaten in einer Korrekturphase. Der US-Dollar hat seinen Anstieg wieder aufgenommen, da der Konflikt im Nahen Osten kurz vor einer vollständigen Eskalation steht, dennoch rechnen wir weiterhin nicht mit einem länger anhaltenden Wachstum der US-Währung. Der Markt ignoriert nach wie vor weitgehend Fundamentaldaten und Makroökonomie, während die Geopolitik das EUR/USD-Paar auf und ab schaukeln lässt.

Am Freitag können Anfänger Short-Positionen mit Ziel 1,1584–1,1591 eröffnen, da der Kurs von der Zone 1,1655–1,1666 abgeprallt ist. Neue Long-Positionen können in Betracht gezogen werden, wenn sich der Kurs oberhalb der Zone 1,1655–1,1666 festigt, mit einem Ziel bei 1,1745–1,1754.

Im 5-Minuten-Chart sind die folgenden Marken zu beachten: 1,1354–1,1363, 1,1413, 1,1455–1,1474, 1,1527–1,1531, 1,1584–1,1591, 1,1655–1,1666, 1,1745–1,1754, 1,1830–1,1837 und 1,1899–1,1908. Am Freitag werden in Deutschland Daten zur Arbeitslosigkeit und Inflation veröffentlicht, doch sie dürften die Marktstimmung kaum beeinflussen oder das Paar aus der Seitwärtsbewegung herausführen.

Hauptregeln des Handelssystems:Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Ausbildung (Abpraller oder Ausbruch eines Niveaus) benötigt wurde. Je kürzer die Zeitspanne, desto stärker das Signal.Wenn in der Nähe eines Niveaus aufgrund von Fehlsignalen zwei oder mehr Trades eröffnet wurden, sollten alle weiteren Signale von diesem Niveau ignoriert werden.In einem Seitwärtsmarkt kann jedes Paar viele Fehlsignale oder überhaupt keine Signale generieren. Technische Niveaus können dann ignoriert werden.Im Stundenchart ist es vorzuziehen, Signale des MACD-Indikators nur bei guter Volatilität und einem Trend zu handeln, der durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt wird.Wenn zwei Niveaus zu dicht beieinander liegen (5–20 Pips Abstand), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.Nach einer Bewegung von 15 Pips in die richtige Richtung sollte der Stop-Loss auf Break-even nachgezogen werden.Was in den Charts zu sehen ist:

Kursniveaus (Zonen) von Unterstützung und Widerstand – Niveaus, die als Ziele beim Eröffnen von Käufen oder Verkäufen dienen oder als Quellen für Signale fungieren.

Rote Linien – Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend anzeigen und die bevorzugte Handelsrichtung signalisieren.

MACD-Indikator (14, 22, 3) – Histogramm und Signallinie – ein unterstützender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.

Wichtige Reden und Veröffentlichungen (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung des Währungspaares erheblich beeinflussen. Daher sollte während ihrer Veröffentlichung besonders vorsichtig gehandelt werden, oder man sollte den Markt verlassen, um eine starke Kursumkehr gegen die vorangegangene Bewegung zu vermeiden.

Anfänger im Forex-Markt sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Strategie und eines effektiven Risikomanagements ist der Schlüssel zu langfristigem Handelserfolg.