Intraday-Strategien für Anfänger im Handel am 29. Mai

Der Dollar hat sich abgeschwächt, während der Euro, das Pfund und andere Risikoanlagen sich im Zuge neuer Gerüchte über ein Friedensabkommen zwischen den USA und Iran erholt haben.

Risikoanlagen sind gestiegen und der Dollar hat nachgegeben, nachdem Berichte aufgekommen sind, wonach die USA und Iran eine vorläufige Einigung über eine Verlängerung der Waffenruhe um 60 Tage erzielt haben. Diese an die Medien durchgesickerte Nachricht löste eine schnelle Reaktion an den Finanzmärkten aus, die einen Rückgang geopolitischer Spannungen üblicherweise als Signal für eine Abschwächung von als sicher geltenden Anlagen interpretieren. Die Aufwertung des Euro, des Pfunds und anderer Risikoassets ist eine unmittelbare Folge der nachlassenden Unsicherheit im Nahen Osten. Neben der allgemeinen rückläufigen Nachfrage nach sicheren Häfen darf auch der negative Einfluss fundamentaler Daten auf die Position des US-Dollars nicht außer Acht gelassen werden. Die jüngsten BIP- und Inflationsdaten kamen bei den Dollar-Bullen nicht gut an.

Mit Blick nach vorn steht eine Reihe wichtiger Konjunkturdaten aus Ländern der Eurozone an, die den Euro beeinflussen könnten. Zu den wichtigsten Kennzahlen zählen die Arbeitslosenquote in Deutschland, die Verbraucherpreisindizes für Deutschland und Italien sowie das BIP Frankreichs. Beginnend mit Deutschland, dem Lokomotivland der europäischen Wirtschaft, wird die Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten genau verfolgt werden. Eine, wenn auch nur leichte, Abnahme dieser Kennzahl könnte am Markt als positives Signal gewertet werden, da sie auf eine robuste Binnennachfrage und weiteres Wachstumspotenzial hindeuten würde. Ebenso bedeutsam ist der Verbraucherpreisindex für Deutschland. Der Inflationsdruck ist ein Schlüsselfaktor für die Europäische Zentralbank bei ihren Entscheidungen zur Geldpolitik. Bleibt die Inflation über dem Zielwert der EZB, könnte dies auf eine weitere Straffung der Geldpolitik hindeuten, was den Euro zusätzlich stützen würde. Ähnliche Veröffentlichungen werden aus Italien erwartet.

Abgerundet wird dieses Datenpaket durch den Bericht zum Bruttoinlandsprodukt aus Frankreich. Die Daten zum Wirtschaftswachstum dienen als Indikator für den allgemeinen Gesundheitszustand der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone. Ein anhaltendes Wachstum des französischen BIP, das die Erwartungen übertrifft, würde ein starkes Argument für eine weitere Aufwertung des Euro liefern.

Bezüglich des Pfunds gilt: Trotz des Fehlens neuer Konjunkturdaten aus dem Vereinigten Königreich richtet sich die Aufmerksamkeit des Marktes auf die bevorstehende Rede von Bank of England‑Gouverneur Andrew Bailey. Seine öffentlichen Äußerungen dienen häufig als Barometer für die künftige Entwicklung des Pfunds, und heute dürfte es nicht anders sein. Die Haltung der Zentralbank zur zukünftigen Geldpolitik wird den Devisenmarkt maßgeblich beeinflussen.

Sollten die Daten im Rahmen der Erwartungen der Ökonomen liegen, bietet sich ein Vorgehen auf Basis der Mean Reversion‑Strategie an. Fallen die Daten hingegen deutlich besser oder schlechter als erwartet aus, eignet sich eher die Momentum‑Strategie.

Momentum‑Strategie (Breakout):Für das Währungspaar EUR/USDKauf bei einem Ausbruch über 1,1660 könnte zu einem Anstieg des Euro auf 1,1678 und 1,1698 führen;Verkauf bei einem Ausbruch unter 1,1628 könnte zu einem Rückgang des Euro auf 1,1606 und 1,1579 führen;Für das Währungspaar GBP/USDKauf bei einem Ausbruch über 1,3453 könnte zu einem Anstieg des Pfunds auf 1,3493 und 1,3529 führen;Verkauf bei einem Ausbruch unter 1,3420 könnte zu einem Rückgang des Pfunds auf 1,3370 und 1,3337 führen;Für das Währungspaar USD/JPYKauf bei einem Ausbruch über 159,39 könnte zu einem Anstieg des Dollars auf 159,60 und 159,83 führen;Verkauf bei einem Ausbruch unter 159,13 könnte zu einem Rückgang des Dollars auf 158,83 und 158,57 führen;Mean Reversion‑Strategie (Rückkehr zum Mittelwert):Für das Währungspaar EUR/USDShort-Positionen werden nach einem erfolglosen Ausbruch über 1,1666 bei einer Rückkehr unter dieses Niveau gesucht;Long-Positionen werden nach einem erfolglosen Ausbruch unter 1,1627 bei einer Rückkehr zu diesem Niveau gesucht;Für das Währungspaar GBP/USDShort-Positionen werden nach einem fehlgeschlagenen Ausbruch über 1,3453 bei einer Rückkehr unter dieses Niveau in Betracht gezogen;Long-Positionen werden nach einem fehlgeschlagenen Ausbruch unter 1,3424 bei einer Rückkehr auf dieses Niveau in Betracht gezogen;Für das Währungspaar AUD/USDShort-Positionen werden nach einem fehlgeschlagenen Ausbruch über 0,7180 bei einer Rückkehr unter dieses Niveau in Betracht gezogen;Long-Positionen werden nach einem fehlgeschlagenen Ausbruch unter 0,7152 bei einer Rückkehr zu diesem Niveau in Betracht gezogen;

Für das Währungspaar USD/CADShort-Positionen werden nach einem gescheiterten Ausbruch über 1,3798 bei einer Rückkehr unter dieses Niveau gesucht;Long-Positionen werden nach einem gescheiterten Ausbruch unter 1,3773 bei einer Rückkehr zu diesem Niveau gesucht;