Der Preistest bei 1,1620 fiel mit dem Moment zusammen, als der MACD-Indikator gerade begann, sich über die Nulllinie zu bewegen. Das bestätigte den richtigen Einstiegspunkt für Käufe im Euro. In der Folge stieg das Währungspaar in Richtung des Zielniveaus von 1,1656.
Der Euro legte vor dem Hintergrund neuer Gerüchte zu, wonach die USA und Iran eine Vereinbarung zur Verlängerung der Waffenruhe um 60 Tage getroffen haben sollen. Sollte sich dies bestätigen, würde dieses Ereignis eine deutliche Entspannung der Lage im Nahen Osten markieren, was traditionell Druck auf den Dollar als sicheren Hafen ausübt.
Im weiteren Verlauf steht uns ein umfangreiches Paket an Konjunkturdaten aus den Ländern der Eurozone bevor. Von zentraler Bedeutung ist die Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten aus Deutschland, der größten Volkswirtschaft der Eurozone. Jede Abweichung von den Prognosen – sei es ein unerwarteter Rückgang oder Anstieg – könnte zu moderater Marktvolatilität führen. Ein starkes Zahlenwerk, das die Widerstandsfähigkeit des deutschen Arbeitsmarktes belegt, dürfte den Euro stützen. Unter genauer Beobachtung stehen außerdem die Inflationsdaten, insbesondere die Verbraucherpreisindizes aus Deutschland und Italien. Die Inflationsrate ist ein Schlüsselindikator für die Europäische Zentralbank bei ihren geldpolitischen Entscheidungen. Liegt der Verbraucherpreisindex über den Erwartungen, könnte dies die Erwartung eines früheren geldpolitischen Straffungskurses der EZB verstärken, was den Euro zusätzlich aufwerten würde. In der Gesamtschau ergibt sich aus diesen Daten ein umfassendes Bild der wirtschaftlichen Verfassung der Eurozone.
Was die Intraday-Strategie betrifft, werde ich mich stärker auf die Umsetzung von Szenario Nr. 1 und Nr. 2 stützen.
Szenario Nr. 1: Heute ist ein Euro-Kauf möglich, wenn der Kurs etwa 1,1657 erreicht (grüne Linie im Chart), mit einem Kursziel bei 1,1705. Ich plane, den Markt bei 1,1705 zu verlassen und die Euro-Position wieder zu verkaufen, wobei ich von einer Bewegung von 30–35 Pips vom Einstiegspunkt ausgehe. Mit einem Anstieg des Euro ist nur zu rechnen, wenn gute Konjunkturdaten aus der Eurozone veröffentlicht werden. Wichtig! Vor einem Kauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator über der Nulllinie liegt und gerade beginnt, sich von dort nach oben zu bewegen.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, heute Euro zu kaufen, falls es zu zwei aufeinanderfolgenden Tests des Kurses bei 1,1632 kommt, während sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Das begrenzt das Abwärtspotenzial des Währungspaares und dürfte zu einer Trendumkehr nach oben führen. Es ist dann mit einem Anstieg zu den gegenüberliegenden Niveaus von 1,1657 und 1,1705 zu rechnen.
VerkaufsszenarienSzenario Nr. 1: Ich plane, Euro zu verkaufen, sobald der Kurs 1,1632 erreicht (rote Linie im Chart). Das Kursziel liegt bei 1,1589, wo ich beabsichtige, den Markt zu verlassen und sofort zurückzukaufen (in Erwartung einer Bewegung von 20–25 Pips in die Gegenrichtung von diesem Niveau aus). Erhöhter Druck auf das Paar wird nur dann zurückkehren, wenn die Konjunkturberichte schwach ausfallen. Wichtig! Vor einem Verkauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator unter der Nulllinie liegt und gerade beginnt, sich von dort nach unten zu bewegen.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, heute Euro zu verkaufen, falls der Kurs 1,1657 zweimal in Folge testet, während sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Das begrenzt das Aufwärtspotenzial des Währungspaares und dürfte zu einer Trendumkehr nach unten führen. Es ist dann mit einem Rückgang zu den gegenüberliegenden Niveaus von 1,1632 und 1,1589 zu rechnen.
Unerfahrene Forex‑Trader müssen bei Entscheidungen zum Markteinstieg besonders vorsichtig sein. Es ist am besten, vor der Veröffentlichung wichtiger fundamentaler Berichte aus dem Markt zu bleiben, um starke Kursschwankungen zu vermeiden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, setzen Sie immer Stop‑Orders, um Verluste zu minimieren. Ohne das Platzieren von Stop‑Orders können Sie sehr schnell Ihr gesamtes Guthaben verlieren, insbesondere wenn Sie kein Money Management anwenden und mit großen Volumina handeln.
Denken Sie daran, dass erfolgreiches Trading einen klaren Trading‑Plan erfordert, ähnlich dem oben dargestellten. Spontane Handelsentscheidungen, die ausschließlich auf der aktuellen Marktsituation basieren, sind für Intraday‑Trader grundsätzlich eine Verluststrategie.