USD/JPY. Kursanalyse. Prognose. Das Währungspaar USD/JPY zieht zu Beginn der neuen Woche neue Käufer an

Das Währungspaar USD/JPY startet mit positiver Dynamik in die neue Woche, kehrt auf das Niveau von 159,50 zurück und peilt das Vier‑Wochen‑Hoch von 159,65 an, das am vergangenen Donnerstag markiert wurde. Dies lässt sich durch eine Kombination mehrerer Faktoren erklären.

Am Montag veröffentlichte Daten zeigten, dass die Anlageinvestitionen japanischer Unternehmen im ersten Quartal unverändert blieben. Damit wurden die Markterwartungen verfehlt, und zugleich markierte dies eine deutliche Abschwächung gegenüber dem Wachstum von 6,5 % gegenüber dem Vorjahr im letzten Quartal 2025. Dies geschieht vor dem Hintergrund wirtschaftlicher Sorgen infolge des Konflikts im Nahen Osten und anhaltender Störungen der Energieversorgung durch die Straße von Hormus, was den japanischen Yen schwächt. Hinzu kommt, dass die steigende Nachfrage nach dem US‑Dollar das Währungspaar USD/JPY zusätzlich stützt.

Die anhaltende geopolitische Unsicherheit und die Erwartung einer straffen Geldpolitik durch die US‑Notenbank tragen zur weiteren Erholung des US‑Dollar‑Index (DXY) bei, der die Entwicklung des Dollar gegenüber einem Währungskorb abbildet, nachdem er am Freitag ein Zwei‑Wochen‑Tief erreicht hatte.

Die Israel Defense Forces (IDF) haben ihre Bodenoperationen im Libanon ausgeweitet, während der israelische Premierminister Benjamin Netanyahu eine Anordnung für eine weitere Truppenentsendung in den Libanon im Kampf gegen die von Iran unterstützte Hisbollah bestätigt hat. Dies schafft zusätzliche Spannungen zwischen den USA und Iran in zentralen Fragen und hält die geopolitischen Risiken aufrecht.

Iranische Offizielle erklärten, dass bislang noch keine Einigung erzielt worden sei und Vorschläge weiterhin über Pakistan und andere regionale Vermittler diskutiert würden. Die wichtigsten Streitpunkte betreffen das iranische Atomprogramm und die strategisch bedeutende Straße von Hormus. Dies sorgt weiterhin für ein gewisses Maß an geopolitischen Risiken und stärkt die Position des US-Dollar als Reservewährung. Zudem weckt die moderate Erholung der Ölpreise nach dem Tiefstand vom vergangenen Mai am Freitag erneut Inflationssorgen und bestätigt die straffen Prognosen der Federal Reserve.

Diese Erwartungen stützen den Dollar und das Währungspaar USD/JPY zusätzlich.

Allerdings gibt es Befürchtungen, dass die japanischen Behörden intervenieren könnten, um den Yen zu stützen. Das begrenzt die Bereitschaft, aggressive Short-Positionen im Yen zu eröffnen, und bremst weiteres Aufwärtspotenzial des Währungspaares.

Um Handelschancen besser nutzen zu können, lohnt es sich, auf die Veröffentlichung wichtiger US-Makrodaten zu achten, die zu Beginn des neuen Monats anstehen, beginnend mit dem ISM Manufacturing Index, der am Montag veröffentlicht wird und für deutliche Impulse sorgen könnte.

Gleichzeitig scheint das oben beschriebene fundamentale Umfeld eher zugunsten der USD/JPY-Bullen zu sprechen, auch wenn die Sorge vor Interventionen zu Vorsicht bei Positionsentscheidungen im Vorfeld weiterer Kursanstiege mahnt.

Aus technischer Sicht hat das Paar unterhalb von 159,00 Widerstandskraft gezeigt. Mit einem Ausbruch über die Widerstandszone bei 159,65 dürfte das Paar die runde Marke von 160,00 erreichen, woraufhin die Bullen das Mai-Hoch angreifen könnten. Gelingt es nicht, die runde Marke von 159,00 und die 50-Tage-SMA zu halten, findet das Paar Unterstützung an der 20-Tage-SMA bei 159,40. Anschließend könnten die Kurse bis zur runden Marke von 158,00 fallen. Solange die Oszillatoren jedoch positiv bleiben, haben die Bullen den Vorteil und der Pfad des geringsten Widerstands verläuft weiterhin nach oben.