Das Pfund hat seine Richtung verloren

Das Pfund konnte in der vergangenen Woche keinen klaren Trend ausbilden. Die Wachstumsversuche, die nach einer weiteren Äußerung von Trump über seine Bereitschaft, ein Friedensabkommen zu schließen, eingesetzt hatten, wurden zunichtegemacht, nachdem die USA neue Angriffe auf Ziele im Iran gestartet hatten, während der Iran erklärte, nicht zu Zugeständnissen bei seinem zivilen Nuklearprogramm bereit zu sein.

Es mangelte an makroökonomischen Daten, die Aufschluss über den Zustand der britischen Wirtschaft oder die Pläne der Bank of England geben könnten. Die jüngste CBI-Umfrage zum Einzelhandel zeigte, dass die Verkaufsvolumina im Mai extrem niedrig blieben und damit die anhaltende Schwäche der Konsumausgaben unterstrichen. Am Dienstag wird die BoE Daten zur Hypotheken- und Konsumentenkreditvergabe für April veröffentlichen. Es wird erwartet, dass diese den Trend rückläufiger Kreditaufnahme bestätigen, der durch eine insgesamt nachlassende Nachfrage getrieben wird.

Derzeit stützen wir uns auf Berechnungen von NIESR, die darauf hindeuten, dass selbst im optimistischsten Szenario der Inflationsschock im Vereinigten Königreich anhalten wird. Die Inflation dürfte verlässlich über 3 % bleiben und der BoE damit die Möglichkeit nehmen, die Zinsen zu senken. Entsprechend wird die Wirtschaft unter zusätzlichen Druck geraten.

In dieser Woche richtet sich deutlich mehr Aufmerksamkeit auf US-Daten, insbesondere auf die aktualisierten ISM-Indizes und die Nonfarm Payrolls für Mai. Nachdem die US-BIP-Daten für das erste Quartal nach unten revidiert wurden und die Aktienindizes dennoch weiter Rekorde markieren, steigt das Risiko einer Korrektur.

Die Netto-Short-Position im GBP hat sich in der Berichtswoche leicht auf -5,2 Milliarden verringert, wobei die spekulative Positionierung bärisch bleibt und der berechnete Preis weiterhin unter dem langfristigen Durchschnitt liegt, ohne Anzeichen einer Trendwende.

Das Pfund bewegt sich im Rahmen einer Korrektur weiterhin seitwärts, nachdem es ein lokales Tief bei 1,3299 erreicht hat, ohne dabei Hinweise auf eine beschleunigte Aufwärtsbewegung zu liefern. Wir rechnen nach wie vor mit einem Abschluss der Korrektur und der Ausbildung eines weiteren Abwärtsimpulses in Richtung 1,3299.