Amerikanischer Dollar. Wöchentliche Vorschau

Der US-Dollar startete mit einem Vorsprung in die neue Woche. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Kommentars ist nicht ganz klar, was die abrupte Stärkung des Dollars ausgelöst hat. Allerdings wurde heute Morgen ein recht schwacher Arbeitslosenbericht in der Eurozone veröffentlicht, gefolgt von einem starken ISM Manufacturing Index am Nachmittag, und die Wahrscheinlichkeit einer Einigung zwischen Iran und den USA nimmt bereits die zweite Woche in Folge ab. Daher lässt sich schlussfolgern, dass das heutige Nachrichtenumfeld den Dollar voll unterstützt und sein Anstieg damit durchaus logisch erscheint.

In dieser Woche werden die Märkte erneut auf Fortschritte in den Verhandlungen zwischen Teheran und Washington warten und hoffen. Die aktuelle Wellenanalyse deutet jedoch auf eine weitere Dollarstärke hin, sodass ein Fortschritt in den Verhandlungen hierfür nicht zwingend erforderlich ist. Wie ich bereits erwähnt habe, sehe ich keine offensichtlichen Gründe für ein Memorandum of Understanding, das als Ausgangspunkt für tiefere, substanziellere Verhandlungen sowie für die Entblockierung der Straße von Hormus dienen könnte. Aus geopolitischer Sicht würde ich daher sagen, dass die US-Währung in dieser Woche ausgezeichnete Chancen hat.

Wirtschaftsdaten sollten jedoch nicht außer Acht gelassen werden. So werden am Freitag in den USA wichtige Berichte zur Arbeitslosigkeit und zu den Nonfarm Payrolls veröffentlicht, die für Überraschungen sorgen könnten. Der Markt rechnet derzeit damit, dass die Arbeitslosenquote auf dem aktuellen Niveau bleibt und dass in den Nonfarm Payrolls zwischen 85.000 und 102.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen werden. Wie berechtigt diese Prognosen sind, wird sich in der Dynamik der US-Währung am Freitag widerspiegeln.

Im Verlauf der Woche werden außerdem die Zahlen zu den offenen Stellen (JOLTS), der ADP-Arbeitsmarktbericht sowie der ISM Services Business Activity Index veröffentlicht. Auch diese drei Veröffentlichungen sind recht wichtig, und meine Leser können mit einer Marktreaktion rechnen, selbst wenn der Markt in den vergangenen Monaten wirtschaftlichen Statistiken nicht allzu viel Beachtung geschenkt hat.

Unter Berücksichtigung all dessen gilt: Die Wellenanalyse spricht für den Dollar, die Geopolitik spricht für den Dollar, und die Wirtschaftsdaten sind ein 50:50-Faktor. Meiner Ansicht nach wird sich die Ausbildung abwärts gerichteter Wellenstrukturen bei den Instrumenten EUR/USD und GBP/USD fortsetzen. Das Einzige, was dem im Wege stehen könnte, wäre ein echter Durchbruch in den Verhandlungen im Nahen Osten.

Wellenmuster für EUR/USD:

Auf Grundlage der Analyse von EUR/USD komme ich zu dem Schluss, dass sich das Instrument weiterhin in einem aufwärts gerichteten Trendabschnitt und kurzfristig innerhalb einer Korrekturstruktur befindet. Derzeit könnten wir die Ausbildung von Welle 5 beobachten, die Teil der Welle C sein könnte. Die gesamte Welle C (sofern die aktuelle Wellenanalyse korrekt ist) könnte ihre Ausbildung deutlich unterhalb der Marke 1,14 abschließen. Ein so starker Rückgang des Instruments würde jedoch Unterstützung durch das geopolitische Umfeld erfordern. Andernfalls könnte das abwärts gerichtete Wellenmuster eine verkürzte Form (a-b-c) annehmen und seine Ausbildung knapp unterhalb der Marke 1,16 beenden.

Wellenmuster für GBP/USD:

Das Wellenmuster des Instruments GBP/USD ist im Zeitverlauf klarer geworden. Ich rechne mit der Ausbildung eines abwärts gerichteten Wellenmusters, das eine impulsive Form annehmen und der impulsiven Struktur des Instruments EUR/USD entsprechen könnte. Selbst wenn das Instrument GBP/USD lediglich eine Wellenfolge a-b-c ausbildet und das Instrument EUR/USD eine vollständige Fünf-Wellen-Struktur, impliziert dieses Szenario dennoch einen Rückgang sowohl für den Euro als auch für das Pfund. Da einzelne Korrekturwellen selten sind, gehe ich davon aus, dass das Britische Pfund Welle 3 oder c ausbilden wird. In diesem Fall dürfte das Instrument wahrscheinlich unter die Marke 1,33 fallen. Auch der Euro würde in diesem Szenario nachgeben.

Grundprinzipien meiner Analyse:Wellenstrukturen sollten einfach und klar sein. Komplexe Strukturen sind schwer zu handeln und führen häufig zu Änderungen.Besteht Marktunsicherheit, ist es besser, nicht einzusteigen.Es gibt niemals 100%ige Sicherheit bezüglich der Bewegungsrichtung. Denken Sie stets daran, Stop-Loss-Orders zu verwenden.Wellenanalyse kann mit anderen Analyseformen und Handelsstrategien kombiniert werden.