Das Währungspaar EUR/USD bewegte sich weiterhin in einem seitwärts gerichteten Kanal, wie im Stundenchart zu sehen ist. Die Händler finden nach wie vor keine überzeugenden Gründe, das Paar zu kaufen oder zu verkaufen. Das makroökonomische Umfeld wird weitgehend ignoriert, die Fundamentaldaten spielen kaum eine Rolle, und der Markt wartet eher auf wichtige geopolitische Nachrichten und Ereignisse als auf weitere Drohungen, Ultimaten und Versprechen. Infolgedessen treffen zwar nahezu täglich Nachrichten ein, doch seit drei Wochen bleiben Kursbewegungen aus. Erst gestern wurde im Euroraum ein Inflationsbericht veröffentlicht, bei dem der Kernwert über den Prognosen lag. Damit stieg die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der European Central Bank im Juni, was den Euro eigentlich hätte stützen sollen. Dennoch war kein Anstieg zu beobachten. Gleiches gilt für den US-JOLTs-Bericht. Falls der Markt überhaupt reagiert, bleibt die Reaktion ohne Wirkung – der Seitwärtshandel hält an.
5M-Chart des EUR/USD-PaaresIm 5-Minuten-Chart wurden am Dienstag zwei Handelssignale generiert, und der Markt wurde näher zum Abend etwas aktiver und zeigte einen kleinen Rückgang von 20 Pips. Diese 20 Pips konnten von unerfahrenen Tradern verdient werden, was unter den aktuellen Umständen ein recht guter Gewinn ist.
Wie man am Mittwoch handelt:Im Stundenchart befindet sich der Euro seit einem Monat in einer Korrektur und seit drei Wochen in einer Seitwärtsbewegung. Der US‑Dollar hat seinen Anstieg im Zuge des Konflikts im Nahen Osten, der kurz vor einer Eskalation steht, wieder aufgenommen. Dennoch rechnen wir weiterhin nicht mit einer anhaltenden Stärke der US‑Währung. Der Markt ignoriert nach wie vor weitgehend Fundamentaldaten und Makroökonomie und reagiert selektiv auf geopolitische Themen.
Am Mittwoch können Einsteiger Short-Positionen mit einem Kursziel bei 1,1584–1,1591 eröffnen, falls der Kurs erneut vom Bereich 1,1655–1,1666 nach unten abprallt. Neue Long-Positionen können in Betracht gezogen werden, wenn der Kurs vom Bereich 1,1584–1,1591 nach oben abprallt, mit einem Ziel im Bereich 1,1655–1,1666.
Im 5-Minuten-Chart sollten folgende Marken beachtet werden: 1,1354–1,1363, 1,1413, 1,1455–1,1474, 1,1527–1,1531, 1,1584–1,1591, 1,1655–1,1666, 1,1745–1,1754, 1,1830–1,1837, 1,1899–1,1908. Zu den mehr oder weniger wichtigen Ereignissen am Mittwoch zählen der ADP-Bericht zur Veränderung der Beschäftigung im privaten Sektor in den USA sowie der ISM-Index für die Dienstleistungsaktivität. Allerdings haben die ersten beiden Tage der Woche gezeigt, dass der Markt Makrodaten weiterhin ignoriert.
Grundregeln des Handelssystems:Die Stärke eines Signals wird durch die Zeit bestimmt, die zu seiner Bildung (Abprall oder Ausbruch) benötigt wird. Je weniger Zeit dafür notwendig war, desto stärker ist das Signal.Wurden an einem bestimmten Level aufgrund von Fehlsignalen zwei oder mehr Trades eröffnet, sollten alle nachfolgenden Signale von diesem Level ignoriert werden.In einer Seitwärtsphase kann jedes Währungspaar viele Fehlsignale generieren – oder gar keine. Technische Levels können dabei ignoriert werden.Im Stundenchart sollten Handelssignale des MACD-Indikators nur umgesetzt werden, wenn die Volatilität ausreichend ist und ein Trend durch eine Trendlinie oder einen Trendkanal bestätigt wird.Wenn zwei Levels zu dicht beieinander liegen (5 bis 20 Pips), sollten sie als Unterstützungs- bzw. Widerstandszone betrachtet werden.Nach einer Bewegung von 15 Pips in die richtige Richtung sollte der Stop-Loss auf Breakeven nachgezogen werden.Was auf den Charts zu sehen ist:Kursmarken (Zonen) von Unterstützung und Widerstand dienen als Kursziele beim Eröffnen von Long- oder Short-Positionen oder als Quellen für Signale.
Rote Linien kennzeichnen Kanäle oder Trendlinien, die den aktuellen Trend anzeigen und die bevorzugte Handelsrichtung markieren.
Der MACD-Indikator (14,22,3) – Histogramm und Signallinie – ist ein ergänzender Indikator, der ebenfalls als Signalquelle genutzt werden kann.
Wichtige Reden und Veröffentlichungen (im Wirtschaftskalender aufgeführt) können die Bewegung eines Währungspaares deutlich beeinflussen. Während ihrer Veröffentlichung sollte daher mit größter Vorsicht gehandelt werden, oder man verlässt den Markt, um plötzliche Umkehrbewegungen gegen den vorangegangenen Trend zu vermeiden.
Anfänger im Devisenhandel sollten bedenken, dass nicht jeder Trade profitabel sein kann. Die Entwicklung einer klaren Handelsstrategie und das Einhalten eines konsequenten Money-Managements sind entscheidend für langfristigen Erfolg im Trading.