Der Dollar bleibt vor dem Hintergrund der Entwicklungen im Nahen Osten im Fokus.
Gestern legte der Dollar gegenüber dem Euro, dem Pfund und anderen Risikoanlagen zu, nachdem sich die geopolitischen Spannungen zwischen den USA und dem Iran erneut verschärft hatten. Anhaltende Angriffe und Gegenmaßnahmen schaffen ein Klima der Unsicherheit an den globalen Märkten und zwingen Anleger dazu, Zuflucht in traditionell sicheren Anlagen wie dem US‑Dollar zu suchen. Dieser Trend hat sich in letzter Zeit verstärkt.
Einen wichtigen Beitrag zur Dollarstärke leisteten die jüngst veröffentlichten Daten zu offenen Stellen in den USA für den April. Diese Zahl stieg von 6,887 Millionen im März auf 7,618 Millionen und übertraf damit die Erwartungen der Analysten. Der deutliche Anstieg der offenen Stellen, gemessen am JOLTS‑Index, deutet auf die anhaltende Stärke des US‑Arbeitsmarkts hin. Trotz einiger Anzeichen einer möglichen Abkühlung signalisiert die robuste Arbeitskräftenachfrage, dass die US‑Wirtschaft widerstandsfähig bleibt – was wiederum den Dollar stützt.
Für die erste Tageshälfte wird ein volles Programm erwartet, mit wichtigen Konjunkturdaten für die Eurozone, darunter der Einkaufsmanagerindex (PMI) für den Dienstleistungssektor im Mai sowie der Composite‑PMI. Diese makroökonomischen Indikatoren sind von zentraler Bedeutung, da sie den Zustand wichtiger Sektoren der Eurozonen‑Wirtschaft widerspiegeln und als vorlaufende Indikatoren künftiger Entwicklungen dienen. Der Services‑PMI etwa umfasst ein breites Spektrum an Geschäftstätigkeiten – von Tourismus bis Finanzwesen – und seine Dynamik ist direkt mit der Konsumnachfrage und den Investitionen verknüpft. Schwache Daten im Dienstleistungssektor, insbesondere nach zuvor positiven Signalen, könnten Befürchtungen über ein nachlassendes Wirtschaftswachstum in der Region schüren. Ebenfalls wichtig wird der Erzeugerpreisindex (PPI) sein, ein weiterer entscheidender Indikator, der Veränderungen in der Dynamik des Verbraucherpreisindex (CPI) vorwegnimmt. Zeigt der PPI eine unerwartete Beschleunigung des Preisauftriebs, könnte dies die Sorge vor weiterem Inflationsdruck verstärken – was paradoxerweise einen belastenden Hintergrund für den Euro schaffen könnte.
Für das Pfund dürfte die erste Tageshälfte für die britische Wirtschaft richtungsweisend werden, da entscheidende Daten erwartet werden, die den Wechselkurs von Sterling deutlich beeinflussen könnten. Die Aufmerksamkeit der Märkte richtet sich auf die PMI‑Indizes für Schlüsselsektoren – insbesondere auf den britischen Services‑PMI sowie den Composite‑PMI, der die gesamte Geschäftstätigkeit widerspiegelt. Diese Indikatoren zählen zu den sensibelsten Barometern der gesamtwirtschaftlichen Lage; ihre Entwicklung ermöglicht rechtzeitige Einschätzungen aktueller Trends und Prognosen künftiger Entwicklungen.
Die Prognosen der Ökonomen lassen leider wenig Optimismus aufkommen. Beide Indizes werden voraussichtlich unter der Marke von 50 Punkten bleiben. Ein Wert über 50 signalisiert eine Beschleunigung der Geschäftstätigkeit, während ein Wert darunter auf eine Abschwächung oder im schlimmsten Fall auf eine Kontraktion hindeutet.
Entsprechen die Daten den Erwartungen der Ökonomen, ist es sinnvoller, sich an einer Mean‑Reversion‑Strategie zu orientieren. Fallen die Zahlen dagegen deutlich besser oder schlechter aus als erwartet, bietet sich eher eine Momentum‑Strategie an.
Momentum‑Strategie (Breakout):Für EUR/USDKauf bei einem Ausbruch über 1,1635, was zu einem Anstieg des Euro in Richtung 1,1678 und 1,1698 führen kann.Verkauf bei einem Ausbruch unter 1,1620, was zu einem Rückgang des Euro in Richtung 1,1579 und 1,1550 führen kann.Für GBP/USDKauf bei einem Ausbruch über 1,3480, was zu einem Anstieg des Pfunds in Richtung 1,3510 und 1,3545 führen kann.Verkauf bei einem Ausbruch unter 1,3455, was zu einem Rückgang des Pfunds in Richtung 1,3411 und 1,3370 führen kann.Für USD/JPYKauf bei einem Ausbruch über 160,02, was zu einem Anstieg des Dollars in Richtung 160,24 und 160,43 führen kann.Verkauf bei einem Ausbruch unter 159,83, was zu Dollar‑Abgaben in Richtung 159,60 und 159,39 führen kann.Mean‑Reversion‑Strategie (Rückkehr zum Mittelwert):Für USD/CADNach Short-Positionen suchen, nachdem ein Ausbruch über 1,3855 fehlgeschlagen ist und der Kurs wieder unter dieses Niveau fällt.Nach Long-Positionen suchen, nachdem ein Ausbruch über 1,3831 fehlgeschlagen ist und der Kurs zu diesem Niveau zurückkehrt.