Handelsrückblick und Handelsempfehlungen für den Euro
Der Test des Kursniveaus von 1,1620 erfolgte zu dem Zeitpunkt, als der MACD-Indikator gerade begonnen hatte, sich von der Nulllinie nach unten zu bewegen. Damit wurde ein gültiger Einstiegspunkt für Verkäufe im Euro bestätigt. In der Folge fiel das Währungspaar um 15 Punkte.
Der Euro verzeichnete nach der Veröffentlichung der Einkaufsmanagerindizes (PMI) für den Dienstleistungssektor in der Eurozone einen moderaten Rückgang. Obwohl die Daten etwas besser ausfielen als von Ökonomen prognostiziert, reichte dieser leichte Stimmungsauftrieb nicht aus, um den übergeordneten Trend umzukehren, da der Indikator weiterhin unter der wichtigen Schwelle von 50 Punkten blieb. Dies deutet klar auf eine anhaltende Kontraktion der Geschäftstätigkeit in einem Schlüsselsektor der Eurozonen-Wirtschaft hin.
Die Aufmerksamkeit des Marktes richtet sich nun auf den ADP Employment Change Report, der die Veränderung der Beschäftigung im privaten Sektor in den USA für den Mai widerspiegelt. Dieser Indikator dient häufig als Frühindikator für die offiziellen Arbeitsmarktdaten und liefert Hinweise auf die Lage am Arbeitsmarkt sowie deren möglichen Einfluss auf künftige geldpolitische Entscheidungen der Federal Reserve.
Im Anschluss an den Beschäftigungsbericht wird der ISM Services PMI veröffentlicht. Eine positive Dynamik oder umgekehrt Anzeichen einer nachlassenden Aktivität in diesem Sektor könnten die Marktstimmung und die Erwartungen hinsichtlich des künftigen Wirtschaftswachstums spürbar beeinflussen.
Zusätzliche wichtige Impulse könnten die Kommentare des US-Finanzministers Scott Bessent liefern. Der Finanzminister äußert sich in der Regel zu Fiskalpolitik, Staatsverschuldung und internationalen Wirtschaftsbeziehungen. Seine Aussagen können Themen wie Haushaltsdefizit, Steuerpolitik und Handelsbeziehungen umfassen, die allesamt direkten Einfluss auf den US‑Dollar haben können.
Für meine Intraday-Strategie werde ich mich in erster Linie auf die Umsetzung von Szenario Nr. 1 und Szenario Nr. 2 stützen.
Kaufsignal
Szenario Nr. 1: Heute kann ein Kauf des Euro in Betracht gezogen werden, wenn der Kurs 1,1628 erreicht (die grüne Linie im Chart), mit einem Ziel bei 1,1651. Bei 1,1651 plane ich, Long-Positionen zu schließen und in die Gegenrichtung Short-Positionen zu eröffnen, mit dem Ziel einer Umkehr von 30–35 Punkten vom Einstiegspunkt aus. Ein Anstieg des Euro ist heute nur zu erwarten, wenn die US-Daten schwächer als prognostiziert ausfallen.
Wichtig: Vor einem Kauf stellen Sie sicher, dass der MACD-Indikator oberhalb der Nulllinie liegt und sich gerade erst von dort nach oben bewegt.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, den Euro zu kaufen, wenn das Niveau von 1,1612 zweimal hintereinander getestet wird, während sich der MACD-Indikator im überverkauften Bereich befindet. Dies würde das Abwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und eine Umkehr nach oben auslösen. In diesem Fall ist mit einem Anstieg in Richtung 1,1628 und 1,1651 zu rechnen.
Verkaufssignal
Szenario Nr. 1: Ich plane, den Euro zu verkaufen, nachdem der Kurs 1,1612 erreicht hat (die rote Linie im Chart). Das Ziel liegt bei 1,1594, wo ich Short-Positionen schließen und unmittelbar in die Gegenrichtung Long-Positionen eröffnen möchte, mit dem Ziel einer Gegenbewegung von 20–25 Punkten vom Level aus. Der Druck auf das Währungspaar dürfte heute zurückkehren, falls die US-Daten besser als erwartet ausfallen.
Wichtig: Vor einem Verkauf stellen Sie sicher, dass der MACD-Indikator unterhalb der Nulllinie liegt und sich gerade erst von dort nach unten bewegt.
Szenario Nr. 2: Ich plane außerdem, den Euro zu verkaufen, wenn das Niveau von 1,1628 zweimal hintereinander getestet wird, während sich der MACD-Indikator im überkauften Bereich befindet. Dies würde das Aufwärtspotenzial des Währungspaares begrenzen und eine Umkehr des Marktes nach unten auslösen. In diesem Fall ist mit einem Rückgang in Richtung 1,1612 und 1,1594 zu rechnen.
Diagrammerklärung:
Dünne grüne Linie – der Einstiegskurs, zu dem das Handelsinstrument gekauft werden kann;Breite grüne Linie – das geschätzte Take-Profit-Niveau oder ein Bereich, in dem Gewinne manuell gesichert werden können, da ein weiterer Anstieg über dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;Dünne rote Linie – der Einstiegskurs, zu dem das Handelsinstrument verkauft werden kann;Breite rote Linie – das geschätzte Take-Profit-Niveau oder ein Bereich, in dem Gewinne manuell gesichert werden können, da ein weiterer Rückgang unter dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich ist;MACD-Indikator – beim Markteintritt ist es wichtig, sich an überkauften und überverkauften Zonen zu orientieren.Wichtig: Anfänger im Forex-Handel sollten bei Entscheidungen über den Markteintritt äußerst vorsichtig sein. Es ist am besten, sich vor wichtigen fundamentalen Veröffentlichungen aus dem Markt herauszuhalten, um sich nicht starken Kursschwankungen auszusetzen. Wenn Sie sich dafür entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, verwenden Sie unbedingt Stop-Loss-Orders, um potenzielle Verluste zu begrenzen. Ohne Stop-Loss-Orders können Sie Ihre gesamte Einlage sehr schnell verlieren, insbesondere wenn Sie kein korrektes Money Management anwenden und mit großen Positionsgrößen handeln.
Denken Sie daran, dass erfolgreicher Handel einen klaren Handelsplan erfordert, wie den oben skizzierten. Spontane Handelsentscheidungen, die ausschließlich auf den aktuellen Marktbedingungen beruhen, sind für einen Intraday-Händler grundsätzlich eine verlustreiche Strategie.