Das Währungspaar GBP/USD nähert sich vor dem Hintergrund eines sich abschwächenden US-Dollars der wichtigen Marke von 1,3400; dennoch legen die fundamentalen Faktoren vor der Eröffnung von Positionen auf weitere Gewinne einen vorsichtigen Ansatz nahe.
Die Erklärung der iranischen Armee über das Ende der Angriffe auf Israel, begleitet von der Warnung vor möglichen Vergeltungsmaßnahmen im Falle neuer Angriffe auf den Libanon, sowie die Bestätigung der Einstellung der Feindseligkeiten durch den israelischen Premierminister Benjamin Netanyahu, der eine entschlossene Reaktion auf zukünftige Bedrohungen in Aussicht stellte, haben Druck auf den US-Dollar ausgeübt. In der Folge zog sich die amerikanische Währung von ihren Zweimonatshochs zurück und verschaffte dem GBP/USD-Paar damit eine moderate Unterstützung.
Gleichzeitig begrenzen die anhaltenden Differenzen zwischen den USA und dem Iran über zentrale Themen, darunter das Atomprogramm und die Kontrolle der Straße von Hormus, eine Verbesserung der Marktstimmung. In Kombination mit den „hawkish“ Erwartungen in Bezug auf die künftige Politik der Federal Reserve trägt dies dazu bei, den Rückgang des Dollars zu bremsen. Der Markt schätzt die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der Fed bis zum Jahresende derzeit auf mehr als 70 % vor dem Hintergrund anhaltender Inflationsrisiken ein, was die Nachfrage nach dem Dollar stützt und das Aufwärtspotenzial von GBP/USD begrenzt.
Zusätzlichen Druck auf das britische Pfund übt die innenpolitische Unsicherheit aus: Die Position des britischen Premierministers Keir Starmer hat sich nach dem Rücktritt mehrerer Staatsminister geschwächt. Dies könnte Marktteilnehmer davon abhalten, ihre Long-Positionen im Pfund deutlich auszubauen.
Unter diesen Bedingungen ist es sinnvoll, auf eine überzeugendere Fortsetzung der Käufe zu warten, bevor von der Ausbildung eines kurzfristigen Bodens beim Währungspaar GBP/USD gesprochen werden kann. Im Mittelpunkt sollten weiterhin die anstehenden US-Inflationsdaten sowie die Veröffentlichung des monatlichen britischen BIP stehen, die den weiteren Bewegungskurs vorgeben könnten.
Aus technischer Sicht müssen die Bullen alle gleitenden Durchschnitte überwinden, um ihre Stärke voll auszuspielen, doch der erste Widerstand liegt am runden Niveau von 1,3400, gefolgt vom 200‑Tage‑SMA und dem 20‑Tage‑SMA. Das Paar fand Unterstützung am runden Niveau von 1,3300. Die Oszillatoren sind negativ und bestätigen damit die Schwäche der Bullen sowie den Vorteil der Bären am Markt.
Den jüngsten Daten zufolge verzeichnete der US‑Dollar in dieser Woche die stärkste Aufwertung gegenüber dem Schweizer Franken.