Der Preistest bei 1,1579 fand zu einem Zeitpunkt statt, als der MACD-Indikator gerade begann, sich von der Nulllinie nach oben zu bewegen. Damit wurde ein gültiger Einstiegspunkt für Käufe des Euro im Rahmen der Fortsetzung der Aufwärtsbewegung vom Vortag bestätigt. Eine deutliche Marktrallye blieb jedoch aus.
Die Inflationsdaten aus Deutschland und Italien entsprachen den Prognosen der Ökonomen, was die Volatilität des Euro begrenzte. In Deutschland ging der Verbraucherpreisindex zurück, während er in Italien zunahm. Der Markt reagierte mit verhaltenem Optimismus. Es war ein moderates Kaufinteresse am Euro zu beobachten, wodurch er nur einen Teil seiner morgendlichen Verluste wettmachen konnte.
Mit Blick nach vorn werden die Zahlen zum University of Michigan Consumer Sentiment Index veröffentlicht. Hohe Werte dieses Index deuten in der Regel darauf hin, dass die privaten Haushalte eher bereit sind zu konsumieren, zu investieren und finanzielle Risiken einzugehen – was sowohl für die Wirtschaft als auch für den US‑Dollar positiv ist. Niedrige Werte hingegen können auf eine Abschwächung der Konsumausgaben, eine höhere Sparneigung und einen vorsichtigeren Umgang mit Finanzen hindeuten. Neben dem Stimmungsindex wird der Markt besonderes Augenmerk auf die Inflationserwartungen richten. Bleiben die Erwartungen an steigende Preise erhöht, könnte dies die Verbraucher dazu veranlassen, Käufe vorzuziehen, was paradoxerweise den Preisdruck weiter verstärken und die Inflation zusätzlich anheizen kann.
Für die Intraday-Strategie werde ich mich stärker auf die Szenarien Nr. 1 und Nr. 2 stützen.
Kaufsignal
Szenario #1:Heute können Euro-Käufe bei einem Kurs um 1,1591 (grüne Linie im Chart) in Betracht gezogen werden, mit dem Ziel eines Anstiegs in Richtung 1,1639. Bei 1,1639 plane ich den Ausstieg aus dem Markt und erwäge zudem Verkäufe in die Gegenrichtung mit dem Ziel einer Bewegung von 30–35 Punkten vom Einstiegskurs. Ein weiterer Anstieg des Euro ist nur bei schwachen US-Daten wahrscheinlich. Wichtig: Vor einem Kauf sicherstellen, dass der MACD-Indikator oberhalb der Nulllinie liegt und gerade beginnt, von dort aus zu steigen.
Szenario #2:Euro-Käufe werden auch in Betracht gezogen, wenn das Niveau von 1,1571 zweimal in Folge getestet wird und sich der MACD im überverkauften Bereich befindet. Dies würde das Abwärtspotenzial begrenzen und eine Umkehr nach oben auslösen. In diesem Fall ist eine Bewegung in Richtung 1,1591 und 1,1639 zu erwarten.
Verkaufssignal
Szenario #1:Verkäufe des Euro sind nach Erreichen von 1,1571 (rote Linie im Chart) geplant. Das Ziel liegt bei 1,1510, wo ich den Ausstieg plane und unmittelbar Käufe in die Gegenrichtung in Erwägung ziehe (mit der Erwartung einer Umkehr von 20–25 Punkten von diesem Niveau). Der Druck auf das Währungspaar kann bei einem starken Anstieg der Inflation zunehmen. Wichtig: Vor einem Verkauf sicherstellen, dass der MACD unterhalb der Nulllinie liegt und gerade beginnt, von dort aus zu fallen.
Szenario #2:Euro-Verkäufe werden ebenfalls in Betracht gezogen, wenn das Niveau von 1,1591 zweimal in Folge getestet wird und sich der MACD im überkauften Bereich befindet. Dies würde das Aufwärtspotenzial begrenzen und eine Umkehr nach unten auslösen. Ein Rückgang in Richtung 1,1571 und 1,1510 ist zu erwarten.
Diagrammerklärung
Dünne grüne Linie – Einstiegskurs für den Kauf des HandelsinstrumentsDicke grüne Linie – erwartetes Take-Profit-Niveau bzw. Bereich für manuelle Gewinnmitnahme, da ein weiterer Anstieg über dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich istDünne rote Linie – Einstiegskurs für den Verkauf des HandelsinstrumentsDicke rote Linie – erwartetes Take-Profit-Niveau bzw. Bereich für manuelle Gewinnmitnahme, da ein weiterer Rückgang unter dieses Niveau hinaus unwahrscheinlich istMACD-Indikator – Handelsentscheidungen sollten überkaufte und überverkaufte Zonen berücksichtigenWichtiger Hinweis
Anfänger im Forex-Handel sollten Entscheidungen zum Markteintritt mit äußerster Vorsicht treffen. Vor wichtigen fundamentalen Veröffentlichungen ist es am besten, dem Markt fernzubleiben, um starke Volatilität zu vermeiden. Wenn Sie sich entscheiden, während Nachrichtenveröffentlichungen zu handeln, verwenden Sie unbedingt Stop-Loss-Orders, um Verluste zu minimieren. Ohne Stop-Losses können Sie Ihr gesamtes Guthaben sehr schnell verlieren, insbesondere wenn kein Risikomanagement angewendet wird und mit großen Volumina gehandelt wird.
Denken Sie daran, dass erfolgreicher Handel einen klaren Handelsplan erfordert, ähnlich dem oben dargestellten. Spontane Handelsentscheidungen, die nur auf der aktuellen Marktsituation beruhen, sind von Natur aus eine verlustreiche Intraday-Strategie.